Der BALLacker

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Mauerfall – Westliga – Karneval

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Vom Jubiläum des Mauerfalls bis zum Karnevalsbeginn gibt es in diesen Tagen viele Festivitäten. In Berlin startete am Wochenende aber nicht nur die große Feier zum 25. Jahrestag des Mauerfalls, sondern auch die Bundesliga  in den nächsten Spieltag. Dort wurde dann auch gleich der Beweis dafür erbracht, dass die Wiedervereinigung, die am gestrigen Sonntag vor 25 Jahren mit dem Mauerfall ihren Lauf nahm, nur bedingt funktioniert hat. Schon seit Jahren ist die Bundesliga nämlich eine reine Westliga und bezeichnenderweise gab es dann zum Auftakt dieses Spieltags auch noch eine Niederlage für den aktuellen Hauptstadtclub, denn Hertha BSC Berlin verlor vor heimischem Publikum mit 0:2 gegen Hannover 96. Allerdings sah es nicht nur in der Nachmauerfallhauptstadt fußballerisch nicht ganz so gut aus, denn auch die Clubs tief aus dem Westen der Republik hatten so ihre Probleme und dafür zeichneten diesmal erstaunlicherweise ziemlich häufig Trainerwechsel verantwortlich. So verlor Schalke 04 mit dem noch frischen Trainer Roberto Di Matteo im Breisgau beim SC Freiburg mit 0:2 und hatten dabei noch Glück, dass es nicht noch deutlicher wurde. Bayer 04 Leverkusen empfing den FSV Mainz 05 und hier hätte es einfach nur einen glasklaren und eindeutigen Heimsieg für die Werkself vom Rhein geben müssen, stattdessen gab es ein torloses Unentschieden und dies überraschenderweise ohne einen Schiedsrichterskandal, wie man ihn auch bei den Spielen der Leverkusenern jüngst häufig erleben musste. Damit rückt natürlich nun schon der hochgelobte Trainer Roger Schmidt etwas mehr in den Fokus, der nun alle Hoffnungen auf den Dezember richtete und man gespannt sein darf, wie es dort weitergeht und ob man mit ihm wirklich jemand für Dauer hat, wie es das Management versprochen hatte. Westmannschaften können aber auch einfach einmal nur so verlieren und wenn dies dann noch dem absoluten Neuling in der Liga passiert, der sich noch immer richtig gut schlägt, verzeiht man dem SC Paderborn auch eine 0:3-Auswärtsniederlage beim FC Augsburg. Es war aber auch noch ein wirkliches Knallerspiel unter den Spielen am Samstagnachmittag und dieses sollte eine ganze besondere Note bekommen.

Karneval in Sinsheim
Die rheinische Fahrstuhlmannschaft, der 1. FC Köln, überzeugte in dieser Saison bislang nicht mit schönen Spielen, sondern eher durch mehr oder weniger effizienten Minimalfußball. Als man am letzten Wochenende auch noch versuchte den Karneval vorzuverlegen, sollte dies gründlich daneben gehen. Kurz vorm tatsächlichen Auftakt in die fünfte Jahreszeit am morgigen Dienstag, sah es am 11. Spieltag natürlich ganz anders aus. Es fielen zwar nur sieben und keine elf Tore aber immerhin bot, nach dem 4:3-Auswärtssieg bei 1899 Hoffenheim, der Blick auf das Torverhältnis elf zu elf Tore. Ob die Kölner am Ende traurig darüber waren, den zehnten und nicht den elften Platz in der Tabelle zu belegen, darf wohl ausgeschlossen werden. Ein Spiel vom Samstagnachmittag fehlt noch und zwar verlor die Eintracht aus Frankfurt vor heimischem Publikum mit 0:4 gegen den FC Bayern München, wo es kaum etwas zu kommentieren gibt, außer dass es dem Staatsfernsehen immer schwerer fällt über Spiele des FCB noch ernsthaft zu berichten und der Dank ganz aus dem Süden der Republik wieder einmal Florian Meyer gelten sollte, was in dieser Saison auch nichts Neues mehr ist. Abends traf dann noch Werder Bremen an der Weser auf den VfB Stuttgart und dieses Kellerduell, sollten tatsächlich die Bremer mit 2:0 für sich entscheiden. Womit der BVB am Samstagabend erst einmal Tabellenletzter war. Am Sonntag ging es dann gleich mit einem Nordderby weiter, wo die Vorzeichen eigentlich auch ziemlich eindeutig waren. Der VfL Wolfsburg empfing den Hamburger SV und die Wölfe bestätigten ihre Favoritenrolle mit einem klaren 2:0-Heimsieg, womit die Probleme des Dinos in der Liga nicht wirklich kleiner wurden. Fast exakt die gleiche Ausgangslage gab es auch beim abschließenden Westderby, welches ein Borussenderby war, mussten doch die aus Mönchengladbach zu der aus Dortmund. Für die Jungs von Jürgen Klopp musste ein Sieg her, um die rote Laterne loszuwerden, ein eigentlich unvorstellbarer Zustand. Die Überraschung sollte aber gelingen und die Dortmunder gewannen ihr Heimspiel, wenn auch durch ein Gladbacher Eigentor, mit 1:0 und verließen somit die Abstiegsränge komplett, was den Gang in die anstehende Länderspielpause doch angenehmer machen dürfte.

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