Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Medienmacht im Profifußball

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Zum Wochenbeginn wurde hier schon die Entlassung von Emir Spahic bei Bayer 04 Leverkusen angesprochen, da dieser Schritt doch einige Wellen geschlagen hat, wird er an dieser Stelle noch einmal etwas ausführlicher aufgegriffen. Spahic hatte nachdem DFB-Pokal-Viertelfinalspiel gegen den FC Bayern München, ein Spiel, welches durch die bekannte Unfairness der Bayern und einen Schiedsrichter, den Mann durchaus als zwölften man des Premiumproduktes des deutschen Fußballs bezeichnen muss, einen Leverkusener Ordner verletzt. Dies geschah im Rahmen eines Handgemenges, welches durch den Umgang mit seiner Familie ausgelöst wurde. Beides sind natürlich keine Gründe, welche sein Verhalten auch nur im Ansatz entschuldigen würden, damit es nicht zu Missverständnisse kommt aber die Reaktionen, vor allem auch in den etablierten Massenmedien, muss man teilweise schon als ziemlich überzogen bezeichnen und natürlich waren es auch diese Berichte, welche die Werkself unter Zugzwang gesetzt haben dürften und damit ihren Anteil an der Vertragsauflösung hatten, welche ebenfalls direkt am vergangenen Wochenende verkündet wurde. Auch hier könnte man noch sagen, dass so etwas gerechtfertigt sei, allerdings nur, wenn es zu einer gerechten Behandlung aller Akteure im Profifußball käme, genau dies ist aber nicht gegeben. Da wundert es auch nicht, dass die Fans sich auf die Seite von Spahic stellen, wie sie es am Wochenende mit einem Transparent beim Auswärtsspiel in Mainz zeigten. Womit auch hier die Kluft zwischen Fans und den vermeintlich Mächtigen im Fußball klar zu erkennen ist und dies zeigt sich nicht nur im Rheinland, sondern auch bei vielen anderen Vereinen, wie zum Beispiel bei Hannover 96 und kann auch als Sinnbild einer gesellschaftlichen Spaltung gesehen werden. Wenn nun in diesem Fall die Vorbildfunktion des Fußballs angeführt wird, kann man eigentlich nur einen Lachkrampf bekommen, denn würde es den gerade angesprochenen Medienvertreten tatsächlich darum gehen, hätten sie schon längst ein Verbot des FC Bayern München fordern müssen, den sie stattdessen nach jedem Sieg, sei er auch noch unfair errungen worden, loben. Dieser Zwischenfall und der Umgang damit in den Medien ist natürlich nur ein Beispiel für die längst viel zu groß gewordene Macht der Medien auch an dieser Stelle. Es wird immer häufiger ganz geschickt Politik durch die Medien gemacht und dies eben auch im Sport, nichts anderes musste man auch in Leverkusen  wieder erleben. Dies alles hat mit freiem und unabhängigem Journalismus dann natürlich nicht mehr viel zu tun, vom Aspekt der Heuchelei einmal ganz abgesehen. Wenn diesen Journalisten dann immer wieder Ablehnung entgegengebracht wird, dürfen sie sich natürlich nicht beschweren, denn sie haben schlichtweg nichts anderes verdient.

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