Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Mehr Aufregung in der Liga geht nicht

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Möge in der Bundesliga in dieser Saison noch einiges kommen, die letzte Woche ist wohl kaum noch zu toppen, was natürlich auch den 29. Spieltag irgendwie besonders machte, was sich in den Spielen selbst allerdings kaum zeigte. Am Freitagabend ging es mit einer Partie zweier Teams los, bei denen es unter der Woche wirklich ruhig war, was bei den Geschehnissen, die es sonst so gab, schon erwähnenswert ist und dies gilt auch für das Ergebnis, denn mit einem torlosen Unentschieden hätte wohl kaum jemand zwischen Eintracht Frankfurt und Borussia Mönchengladbach gerechnet. So scheint doch noch minimalste Bewegung zum Ende der Saison aufzukommen. Am Samstagnachmittag lag dann das Hauptaugenmerk natürlich auf den beiden Mannschaften, welche unter der Woche für die ganz großen Schlagzeilen gesorgt hatten. So empfing Borussia Dortmund den SC Paderborn zum ersten Spiel nach der Bekanntgabe, dass die Ära von Jürgen Klopp in diesem Sommer enden wird und dafür Thomas Tuchel, wie sich am gestrigen Sonntag klärte, übernehmen wird und man gespannt sein darf, ob er dem Erbe gewachsen ist. Das Westfalenderby bot allerdings keine großen Überraschungen oder Highlights, welche man an den erwähnten Nachrichten hätte festmachen können. Am Ende war es ein souveräner und klarer 3:0-Sieg für den BVB. Der FC Bayern München musste nach Sinsheim zu 1899 Hoffenheim und hier war die große Frage, was man unter der Woche an bayerischen Showelementen geboten bekam, denn faktisch hatte man auch im internationalen Geschäft den Schiri auf der Seite der Süddeutschen und der Gegner wurde fleißig fürs Rückspiel geschwächt, während Manuel Neuer verschont wurde und die verdiente rote Karte nicht bekam. So sollte man nicht überrascht sein, wenn der FCB am morgigen Dienstag vermeintlich ganz überraschend und triumphal vor heimischem Publikum doch noch weiter käme. Was den Abgang von Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt angeht, geschieht dies auch nicht zum ersten Mal, also darf man gespannt sein, wo dies noch hinführt, erst einmal hatte es den Fokus aber sehr gut direkt wieder von den Dortmunder abgelenkt und nur wer im Rampenlicht steht, verdient. Zum Spiel gegen die SAP-ler ist nur zu sagen, es war genauso, wie man es von Spielen des FCB gewohnt ist. Die Bayern schafften mit nur  einem eigenen Tor einen 2:0-Auswärtssieg in Sinsheim  und natürlich bekam auch diesmal der Gegner einen klaren Elfer verweigert, was nicht überraschte, war mit Tobias Stieler doch kein unbekannter Schiri auf dem Platz. So viele Protagonisten können beim FCB gar nicht zurücktreten, dass man übersehen könnte, was hier gespielt wird und mit Fußball hat es kaum noch etwas zu tun.

Support für Emir Spahic
Bayer 04 Leverkusen gegen Hannover 96 war auch ein Spiel, wo Ablenkung eine gewisse Rolle spielte, denn zuletzt ging es bei der Werkself weniger ums Ausscheiden im DFB-Pokal gegen das Premiumprodukt der Bundesliga, was natürlich auch wieder nur ein Witz war, sondern vielmehr um eine Straftat von Emir Spahic, welche zu seinem Rauswurf und den passenden Kommentaren im Staatsfernsehen führte. Die wahren Fans in Leverkusen sehen dies selbstverständlich völlig anders, als die etablierten Massenmedien und das Management. So wurde auch in der BayArena ganz deutlich die Solidarität für Spahic gezeigt, was sehr begrüßenswert ist, stört man sich doch ansonsten auch nicht an all den bayerischen Straftätern im Fußball, geschweige denn, dass man sie rauswerfen würde oder dies im angesprochenen Teil der Medien fordern würde. Die vermeintlich Mächtigen in Leverkusen sollten einfach nur den Erfolg genießen, wozu auch der überragende 4:0-Heimsieg gegen H96 zählte, denn, wenn auch noch der Erfolg fehlt, könnte die Kluft zwischen den wahren Fans und dem Management ganz schnell wesentlich radikaler aussehen, wie man es auch bei Hannover schon länger spüren kann, was auch diesmal im Rheinland zu einem ziemlich leeren Gästeblock führte, was ebenfalls begrüßenswert ist. Was die kommende Saison angeht, wird man noch sehen, was aus der Werkself vom Rhein wird, die übrigens seit diesem Wochenende wieder die klare Macht im Rheinland ist, wie die Tabelle zeigt. Feststeht im Moment tatsächlich wohl nur, dass man auch weiterhin gegen den Erzrivalen spielen wird, denn der 1. FC Köln, der am Samstagnachmittag in der Hauptstadt bei Hertha BSC Berlin ran musste, wird, wenn man sich dort nicht völlig idiotisch anstellt, wohl noch ein weiteres Jahr in der 1. Liga bleiben dürfen. Schade nur, dass die rheinische Fahrstuhlmannschaft dies in der Regel mit einer Spielart schafft, die keiner sehen will und so gab es auch in der Hauptstadt wieder nur ein torloses und rekordbrechendes Unentschieden. Das Spiel SC Freiburg gegen den FSV Mainz 05 war dann noch einmal ein Spiel, welches ebenfalls wieder sehr frei von den Schlagzeilen unter der Woche war und somit gab es hier zwei Teams, die, wie man so schön sagt, völlig fokussiert sein sollte. Die Breisgauer waren wohl wieder einmal ein wenig mehr fokussiert, wie schon häufiger in dieser Saison, am Ende stand aber trotzdem wieder ein 3:2-Auswärtssieg für die Mainzer und die Luft für die Freiburger wurde wieder etwas dünner.

Noch mehr Derbys
Die Fokussierung des Abendspiels lag dann ganz deutlich auf dem großen Schwabenderby, wo der FC Augsburg den VfB Stuttgart empfing. Ganz ähnlich, wie im eben geschilderten Spiel in Freiburg, wäre wohl auch hier im bayerischen Teil des Schwabenlands ein Unentschieden nur fair gewesen aber auch dort sollte es anders enden. Durch den 2:1-Heimsieg des FCA, blieben auch die Stuttgarter Probleme ungebrochen und leider muss man auch hier mit Thorsten Kinhöfer auf die Person verweisen, die als Unparteiischer verkauft wurde. Nach den bereits abgehandelten Derbys, begann der Sonntag mit einem wirklichen Derbyknaller und Werder Bremen empfing den Hamburger SV. Dort, beim HSV gab es wieder einen Trainerwechsel und so trägt nun Bruno Labbadia die Verantwortung, womit man nicht überrascht sein würde, wenn er den HSV in die 2. Liga schickt. Man sollte in Hamburg auch einmal nachdenken, wo die Probleme tatsächlich sind, denn was man seitdem Beginn des Absturzes in der letzten Saison, wo man so gerade noch die Kurve bekam, an Trainer verballert hat, ist schon beachtlich und scheint somit auch nicht das Problem zu lösen. Im 102. Derby hatte der HSV allerdings mit einem ganz anderen Problem zu kämpfen und zwar mit Wolfgang Stark, von diesem Schiedsrichter weiß man, dass er mit so Spielen mindestens seine Probleme hat, um es mit aller Vorsicht auszudrücken, dass er trotzdem immer wieder für solche Partien angesetzt wird, kann einen schon ans Nachdenken bringen. Es überraschte daher auch nicht, dass es einen Platzverweis gab und einen daran gekoppelten Elfer, womit der HSV ein ausgeglichen Spiel doch noch mit 0:1 an der Weser verlor, was in der Situation und Konstellation schon ein Geschmäckle hinterließ und davon hat diese Saison eigentlich schon ausreichend. Am Ende stand dann noch eine eigentlich interessante Partie auf dem Plan und der VfL Wolfsburg empfing Schalke 04. Auch hier gab es übrigens unter der Woche eine Nachricht, mit welcher man nicht gerechnet hätte und die kam aus der Autostadt, wo man am vergangenen Donnerstag so unter die Räder kam, dass man wohl in der kommenden Woche international ausscheiden wird. Ganz so schlimm war es gegen S04 dann nicht, denn ein 1:1 kann man annehmen und auch gerecht nennen.

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