Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Mit einem Geschmäckle in die Winterpause?

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Eigentlich war die Frage nur noch, wie groß das Geschmäckle sein sollte, mit welchem die Fans in die Winterpause gehen sollten. Die Hinrunde, und damit letztendlich schon die gesamte Saison in der Bundesliga, war schon komplett entwertet worden, was vor allem am gescheiterten Videobeweis lag. Genau diese Technik sollte allerdings auch ab dem Achtelfinale im DFB-Pokal eingreifen, was mittlerweile aber auch weiter aufs Viertelfinale verschoben wurde, was wieder beweist, dass beim DFB offensichtlich nur noch das Chaos vorherrscht. Übrigens wird auch der DFB-Pokal am Ende sportlich nicht zu bewerten sein, wenn die neue Technik noch kommt, da es unterschiedliche Standards im laufenden Wettbewerb geben würde, was für sich wieder ein ganz eigener Witz wäre. Die ersten beiden Spiele am Dienstag waren FSV Mainz 05 gegen den VfB Stuttgart un der SC Paderborn gegen den FC Ingolstadt. Am Europakreisel in Mainz gab es zwischen beiden Teams aus der Bundesliga ein 3:1, womit die Schwaben raus waren. Dies war schon einmal keine riesige Überraschung, es hätte aber auch genau umgekehrt laufen können. Das Spiel wurde von den Mainzern zwar in der zweiten Hälfte gedreht aber auch dies war zuletzt in der Liga ziemlich normal. Zum Spiel gab es noch Interessantes vom Staatsfernsehen zu hören, die wahren Fans, die man sonst ganz im Sinne des DFB so gerne kritisiert oder auch beschimpft, wurden gelobt. Der Grund, gerade auch in Mainz gibt es ein zunehmendes Zuschauerproblem, da sind die wahren Fans dann plötzlich wieder gut genug. Außerdem vermissten die Staatsmedien dort den Videobeweis, der nächste schlechte Witz, denn, dass er nichts bringt, wurde in letzter Zeit oft genug bewiesen. Im zweiten dieser beiden frühen Spiele gewann der SCP mit 1:0 und bei der Art, die dort im Moment gespielt wird, war auch dies keine ganz so große Überraschung und es war auch kein ganz großer Knaller und dies zum Pokalwunder zu machen, ging nun wirklich auch gar nicht.

Köln und der Trend
Bei den beiden späteren Spielen soll es hier mit dem großen Klassiker zwischen Schalke 04 und dem 1. FC Köln losgehen. Man hatte im Vorfeld viel von diesem Spiel erwartet und wurde leider wieder enttäuscht. Schon in der ersten Halbzeit war es wieder außerordentlich schwer die Augen aufzuhalten und bis dahin konnte man die Distanz in der Tabelle nicht erkennen. Es sah auch wieder nicht nach dem zwingenden Wunsch bei den Teams aus, unbedingt weiterkommen zu wollen. So konnte es natürlich keine Pokalschlacht geben. In den zweiten 45 Minuten sollte es genauso weitergehen. Erst nach einer guten Stunde schossen die Schalker das einzige Tor, womit sie am Ende dann auch weiterkamen. Die Stimmung bringt man so selbstverständlich nicht zum Kochen, eher wieder ein trauriger Fußballabend. Die ARD, wo das Spiel live zu sehen war, war wieder gewohnt neben der Spur, lobten sie zu Beginn die Kölner schon, wie ein Team im Tabellenmittelfeld mit Ambitionen nach oben. Mit dem Ausscheiden wurden die Domstädter dann fast gleich wieder zum baldigen Zweitligisten gemacht Immer wie es gerade passt, seriös ist dies wohl kaum, wie man es leider bei diesem Teil der Medienwelt gewohnt ist. Was am Dienstag noch fehlte, um den ersten Tag abzuschließen, ist die Partie zwischen dem 1. FC Nürnberg und dem VfL Wolfsburg und hier gab es tatsächlich über volle 90 Minuten nicht ein Tor und somit ging es in die Verlängerung. Man muss aber noch festhalten, dass beide Teams diese Bonuszeit hätten verhindern können. In den letzten 30 Minuten hatten die Jungs aus der Autoskandalstadt ein bisschen mehr Glück und siegten mit 2:0, was das Aus im DFB-Pokal für den Club bedeutete. An diesem Dienstag hatten die Schiedsrichter wenig zu tun aber bei dem, was anfiel, gaben sie leider das gewohnt schlechte Bild ab, auch etwas, was in den Mainstreammedien viel zu selten klar und deutlich benannt wird.

Nächster ARD-Eklat
Die frühen Spiele begannen mit der Begegnung zwischen Werder Bremen und dem SC Freiburg, was in der Liga eher ein Kellerduell gewesen wäre. Hier sollte es ein erstes glasklares Geschmäckle geben, es war so klar, dass es selbst vom Staatsfernsehen so benannt wurde. Guido Winkmann gab dort den Schiri und es war ein einziger Witz, eine riesige Blamage. So kann man leider auch dieses 3:2 eigentlich nicht werten, womit sich auch der Pokalwettbewerb immer weiter disqualifiziert. Beim anderen Frühspiel, welches zehn Minuten später begann, wurde der Abschluss in Sachen Macht am Rhein geklärt, die in der Winterpause nicht nur in der Liga in Leverkusen zu finden ist. Borussia Mönchengladbach verlor vor heimischem Publikum 0:1 gegen Bayer04 Leverkusen und Schiedsrichter Manuel Gräfe konnte auch wieder nicht überzeugen. Aber es gab auch noch einen Eklat in Bezug auf den Trainer von B04. Heiko Herrlich wurde vor allem von der ARD eine Schwalbe vorgeworfen und dies komplett ins Lächerliche gezogen. Schlimmer noch, spielte sich das Staatsfernsehen hier wieder zum Richter auf und forderte eine Strafe für Herrlich. Dies ist nicht nur eine Frechheit, sondern einfach komplett unprofessionell.  In diesem Bereich die Bürger zu nötigen, so etwas über den Rundfunkbeitrag mitzufinanzieren, geht gar nicht. Man sieht schon, auch dieses Achtelfinale hätte mit tatsächlich Unabhängigen, wohl einen ganz anderen Verlauf genommen, was die üblichen Spekulationen in Sachen Manipulation noch einmal anheizen sollte. Am späteren Abend spielte der 1. FC Heidenheim gegen Eintracht Frankfurt und das Geschmäckle dieser Runde sollte sich immer deutlicher abzeichnen, was dort an Schiedsrichter Sven Jablonski lag. Seine Inkompetenz, um ihm keinen Vorsatz zu unterstellen, führte zu 90 torlosen Minuten und damit in die Verlängerung, wo Frankfurt ernst machte und 2:1 siegte. Auch hier konnte man über das Staatsfernsehen wieder nur müde lächeln, wurden die wahren Fans am Vorabend noch gelobt, waren es dort plötzlich wieder eher die Bösen. Dabei sorgten sich für wirklich feine Pyro.

Er glaubt es wirklich selbst
Ein letztes Spiel, das Livespiel der ARD, bleibt noch offen und es war alles aber mit Sicherheit kein Topspiel. Der FC Bayern München empfing Borussia Dortmund und man fragte sich ziemlich schnell, ob der FC-Virus ansteckend war und von Peter Stöger auf den BVB übertragen wurde und am gestrigen Abend die Inkubationszeit endete, um nicht über eine Spielverschiebung spekulieren zu müssen. Es war wieder einmal ein Grottenkick und ARD-Kommentator Gerd Gottlob machte das FCB-Werbemännlein. Kaum zu glauben, dass dies ohne Gegenleistung geschieht. Schiedsrichter Sascha Stegemann, auch eher auf bayerischer Seite, konnte den Bayern auch nicht mehr helfen, als der BVB den Anschlusstreffer zum 2:1 schaffte und die Fouls der Bayern, wie in solchen Situationen gewohnt, auch für ihn nicht mehr ohne Tickets vertretbar waren. Dies sagte gleich auf mehreren Ebenen wieder viel aus. In Sachen Kommentaren zu Schiedsrichtern blieb es allgemein spannend, von Spiel zu Spiel ändert es sich, ob bei einem Handspiel die Absicht eine Rolle spielt oder eben nicht. Auch dies sagt einiges über die Qualität der Staatsmedien aus. Noch etwas zur Leistung von Bayern München, welche wieder einmal reichlich indiskutabel war und dazu führte, dass Jupp Heynckes so selbstverständlich noch mehr entlarvt wurde. Er bekam natürlich im Staatsfernsehen noch eine ausgiebige Plattform und überschüttete sich selbst so sehr mit Lob, dass es kaum zu ertragen war und vermuten lässt, dass ihn seine Sinne langsam so sehr täuschen, dass er dieses ganze Schauspiel wirklich schon selber glaubt. Einfach traurig, was das Alter mit Menschen böses anstellen kann. Dies war aber noch lange nicht alles im Rahmen der üblichen FCB-Werbeshow, welche ständig auf der ARD im Namen vermeintlich unabhängiger Sportberichterstattung gesendet wird. Ganz zum Schluss gab es so noch eine FCB-Weihnachtsshow. So stellt man sich wohl auch beim DFB die Vielfalt im Fußball vor. Was für ein erbärmlicher Abgang in die Winterpause.

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