Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Nächste Skandalrunde beim DFB

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Nur weil es in der 2. Hauptrunde im DFB-Pokal noch keinen Videobeweis gab, muss man nicht denken, dass die Skandalspiele unter der Woche ausgeblieben wären. Um kurz bei der ablehnungswürdigen Technik zu bleiben, diese kommt im Pokal erst ab dem Viertelfinale, was auch diesen Wettbewerb vom Start an verzerrt aber dafür sollte es in den letzten zwei Tagen auch noch andere Fakten geben. So gab es also auch wieder ordentlich Elfer und dies fast ganz ohne Elfmeterschießen und natürlich war da noch einiges mehr. Selbst der minimale Raum, welcher noch für Überraschungen da war, wurde nicht genutzt. Es gilt zu bedenken, dass solche Überraschungen auch immer finanziell eher negative Folgen hätten. Pyro außerhalb der Stadien, auch Feuerwerk genannt, war diesmal ebenfalls ein Thema, hielt allerdings die wahren Fans auch nicht davon ab, auch weiterhin innerhalb der Stadien ordentlich Vollgas zu geben und so, neben dem Protest gegen den DFB, welchen es natürlich auch wieder gab, dem Verband seine Machtlosigkeit zu beweisen. Am Dienstag begann es damit, dass Schiedsrichter Sven Jablonski in der Partie SV Wehen Wiesbaden gegen Schalke 04 für die Fehler zuständig war. Am Ende gewannen dann die Schalker mit 3:1, was zeigte, dass sie wohl so oder so gewonnen hätten aber was man nie vergessen sollte, bei Sportwetten geht es nicht nur ums Siegen oder Verlieren. Das 2:0 zwischen dem SC Paderborn und dem VfL Bochum war dann auch gleich das erste Spiel mit einem richtigen Geschmäckle, was nicht nur an den Ansätzen von Kontrollverlust von Schiedsrichter Sascha Stegemann lag. Noch deutlicher wurde die Sache mit dem Geschmäckle am Rhein, wo das große Derby zwischen Fortuna Düsseldorf und Borussia Mönchengladbach auf dem Plan stand und die Fohlen mit 1:0 siegten. Erstaunlich, dass ausgerechnet Schiri Manuel Gräfe, der doch ausreichend mit dem internen Schiedsrichterkrieg beim DFB zu tun haben dürfte, diese brisante Begegnung bekam. So fällt es schwer, diesen ersten Sieg der Borussen dieser Art im Bereich Zufall zu verbuchen. Man muss an dieser Stelle aber auch noch die tolle Pyro hervorheben, welche das Spiel bot. Ebenfalls am Rhein besiegte Bayer 04 Leverkusen mit 4:1 den 1. FC Union Berlin, dies allerdings auch ein wenig mit Unterstützung von Schiri Frank Willenborg, deshalb wäre es auch zu früh davon zu reden, dass bei der Werkself endlich alles gut wäre. Ein weiterer Triumph muss nun am Wochenende, beim großen Derby gegen den 1. FC Köln, her.

Gezielte Fake-News auch im Sport
Am Dienstag standen dann noch vier Partien ab 20.45 Uhr an und so verlor der 1. FC Schweinfurt 05 mit 0:4 vor heimischem Publikum gegen die Eintracht aus Frankfurt. Beim 1:3 zwischen der SpVgg Greuther Fürth und dem FC Ingolstadt war es dann der Unparteiische Harm Osmers, welcher für die bekannten Fehlleistungen verantwortlich war. Am Europakreisel übernahm Daniel Schlager diese Rolle beim Spiel zwischen dem FSV Mainz 05 und Holstein Kiel. Auch dort blieb die Überraschung aus und die Mainzer gewannen am Ende mit 3:2, brauchten dafür allerdings etwas länger und so war dies das einzige Spiel an diesem Tag, welches in die Verlängerung ging. Was man noch anmerken muss, ist, dass es schon wieder ziemlich leer auf den Rängen war und wenn es so weitergeht, gibt es in Mainz wohl bald erste, ganz freiwillige Geisterspiele. Der Dank ist dann bitte an den DFB zu richten. Ein großes Spiel vom Dienstag fehlt noch. Führte schon das Derby am Rhein zur Frage, warum dies im Staatsfernsehen nicht live zu sehen war, galt dies auch für das Spiel zwischen dem 1. FC Magdeburg und Borussia Dortmund, was auch noch eine gute Option gewesen wäre. Hier bekam man erst einmal eine grandiose Choreo mit ordentlich Pyro vom FCM geboten, welche später vom BVB-Block gekontert wurde, wofür es die üblichen Beleidigungen im Staatsradio gab. Auch sowas muss man übrigens mit der Zwangsabgabe namens Rundfunkbeitrag mitfinanzieren. Es ging auf dem Platz allerdings erst einmal etwas lahm los aber irgendwann platzte der Knoten und am Ende sollte der BVB in einem tollen Spiel mit einem 5:0 überzeugen. Zurück zum Thema Livespiel im Staatsfernsehen, wo man sich für die Partie RB Leipzig gegen den FC Bayern München am Mittwoch entschieden hatte. Offensichtlich war dies keine sportliche Entscheidung, sondern vor allem wieder einmal eine, welche dem Ausverkauf diente, für den diese beiden Clubs so deutlich stehen. Dann noch zu behaupten, dass dies das Spiel sei, was alle sehen wollten, zeigte nur, wie die dortigen Meinungsmacher ganz gezielt mit Fake-News arbeiten. Die ARD glänzte in diesen zwei Tagen allgemein wieder nicht und bewies vor allem große Linientreue gegenüber dem DFB, was für ein Trauerspiel für den Journalismus.

Die Leere für den DFB
Der Mittwoch sollte aber erst einmal ganz anders starten, wobei auch da der FCB wieder eine gewisse Rolle zugeteilt bekam. Damit ist man auch gleich bei den frühen Spielen, zu denen man vorab verraten muss, dass alle in der regulären Spielzeit endeten, so kam auch niemand dem vermeintlichen Topspiel in die Quere, was beim Geldverdienen schon wichtig ist, dazu aber später mehr. Hertha BSC Berlin empfing den 1. FC Köln und dort bestimmt man in diesen Tagen mit der Trennung von Jörg Schmadtke die Schlagzeilen. Mit diesen News auch diese Runde im DFB-Pokal zu überschatten, fanden manche bayerntreue Medienvertreter gar nicht gut. In der Hauptstadt sollte es dann aber einfach interessant werden, denn tatsächlich gewannen die Domstädter mit 3:1, was weitere Schlagzeilen brachte und zeigte, dass es im Pokal einfach läuft aber eben auch nur dort. Der 1. FC Kaiserslautern trat gegen den VfB Stuttgart an und Lautern ging mit 1:0 in Führung und man ahnt es, es gab den nächsten nicht gerechtfertigten Elfer, in diesem Fall machte Patrick Ittrich den Schiri. So ging es mit 1:1 in die Pause. Stuttgart war nun auf der Siegerstraße und gewann am Ende mit 3:1. Beim Spiel des VfL Osnabrück und dem 1. FC Nürnberg war es Schiedsrichter Bastian Dankert, der wieder einmal negativ auffiel und der Heimmannschaft einen Elfer schenkte und einen lächerlichen Platzverweis aussprach. Half aber nicht, denn in einem abwechslungsreichen Spiel gewannen der FCN mit 3:2. Dann gab es auch noch das Niedersachsenderby zwischen dem VfL Wolfsburg und Hannover 96 an. Die Wölfe gewannen mit 1:0 und dies vor nur 15.000 Zuschauern, was für eine beschämende Kulisse für ein solches Spiel. Ähnlich sah es bei der späteren Partie zwischen dem SSV Jahn Regensburg und dem 1. FC Heidenheim aus, auch dort zeigte sich, sollte DFB-Boss Reinhard Grindel überraschenderweise seinen Krieg gegen die wahren Fans gewinnen, wird es sehr leer und leise in den Stadien der Republik werden. Dieses 2:5 war eines der wenigen guten Spiele dieser Runde, obwohl auch dort der Schiedsrichter, in diesem Fall Christian Dingert, zeigte wo das Problem in diesem Sport liegt. Dieses Problem war Benjamin Brand im Spiel des SC Freiburg gegen Dynamo Dresden aber trotz Brand, der den zusätzlichen Gegner gab, gewannen die Breisgauer 3:1. Da auch Schiri Robert Stieler patzte und zwar an der Weser, wo sich Werder Bremen und 1899 Hoffenheim trafen, war auch dieser 1:0-Sieg für Werder mit einem Geschmäckle versehen, bekam 1899 doch gleich zwei Elfer verweigert.

Die größte Lachnummer dieser Runde
Richtig krass sollte es aber beim Livespiel in der ARD werden, wo es die große Ausverkaufsshow zwischen dem vermeintlichen Premiumprodukt des deutschen Vereinsfußballs und den Antitraditionalisten aus Sachsen gab. Die Show vorm Spiel war gewohnt realitätsfern, denn Schiedsrichtergeschenke und Unfairness, welche fest zu beiden Systemen gehören, wurden wieder einmal nicht angesprochen. Lächerlich war auch wieder das Schauspiel zum Schwalbenkönig Timo Werner, was leider bei der ARD, wie auch im ZDF, langsam zum traurigen Standard gehört und am Ende noch bedeutsam werden sollte. All diese negativen Seiten konnte man dann natürlich im Spiel ebenfalls antreffen, dass so keine wahre Pokalstimmung aufkommen konnte, erklärt sich von selbst. Den Schiri machte ausgerechnet der im angesprochenen Schiedsrichterkrieg so umstrittene Felix Zwayer. Fiel er zuerst nur durch ein extremes Bayernkartenschonprogramm auf, brauchte er dann tatsächlich drei klare Elfer für den Dosenclub, um einen zu geben. Zwischendurch gab es noch einen komplett lächerlichen Platzverweis gegen RB, womit man nur noch eine gezielte Verschiebung des Spiels vermuten konnte. Die ARD war am Anfang noch sehr kritisch in der Berichterstattung aber dann muss es irgendeinen Impuls gegeben haben, wieder auf die Linie der Bayern bzw. des DFB umzuschwenken. Mit Sport hatte dieser Abend in der sächsischen Metropole kaum etwas zu tun. Passend zum Ausverkauf ging es über die volle Distanz und somit bis ins einzige Elfmeterschießen dieser Runde. Ausgerechnet Timo Werner sorgte dann für das Weiterkommen der Bayern, die 6:5 siegten. Ohne Worte. Was nicht wirklich zu verstehen war, war die Aufregung bei den Verantwortlichen vom Brauseclub, ist man doch sonst ein großer Freund und Förderer des Ausverkaufs. Man darf dann auch nicht meckern, wenn man diesem Weg geopfert wird, denn dies ist der Preis. Die Leistung der Bayern, welche an diesem Abend letztendlich wieder nicht messbar war, bewies, wie sinnfrei der Trainerwechsel war, denn es hat sich nichts verändert. Jupp Heynckes scheint mit alldem auch nicht gut klarzukommen, kam zum üblichen hochroten Kopf auch noch Nasenbluten. Zum abschließenden Interview der ARD konnte er erst gar nicht mehr erscheinen. Ob er vielleicht schwer krank ist und dem Job deshalb nicht gewachsen ist, wird sich dann noch zeigen. Am sprichwörtlichen Enden des Tages stand damit ein Schauspiel, welches, wie erwähnt, mit einem sportlichen Wettkampf rein gar nichts zu tun hatte und nur eine weitere Episode  in der nächsten Skandalrunde beim DFB darstellte.

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