Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Neben dem Platz

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Unter der Woche stand der 5. Spieltag an und man ahnt, dass der Fokus leider wieder meistens neben den Plätzen gebunden sein sollte und die Kommerzialisierung wieder ein Thema war, wie natürlich auch der Videobeweis. Dies ging schon bei der ersten Partie los, wo Borussia Mönchengladbach den VfB Stuttgart empfing. Dieses eher langweilige Spiel, welches schon um 18.30 Uhr begann, endete 2:0. Auch mit dieser neuen Anstoßzeit zeigte sich natürlich der Ausverkauf, welcher all den Widerstand rechtfertigt. Im Block der Stuttgarter gab es viel feine Pyro, welche im Staatsradio wieder mit den üblichen Beleidigungen kommentiert wurde. Vielleicht sollte man dort einmal in dieser Form den Kommerzwahn angehen, dazu fehlt aber wohl der Mut. Auch sonst war schon im Vorfeld einiges los, was diesen Spieltag beeinflussen sollte. So gab es den ersten Trainerwechsel und Martin Schmidt startete mit dem VfL Wolfsburg gleich im Nordderby gegen Werder Bremen. Dort stand nach dem Abpfiff ein 1:1. Man darf beim Club aus der Autoskandalstadt auch nicht vergessen, auf welchem Weg die Wölfe den Klassenerhalt geschafft hatten. Auch der FC Bayern München schuf wieder Schlagzeilen, welche nur bedingt mit diesem Sport zu tun hatten, fällt doch Keeper Manuel Neuer wieder länger aus, was vorher auch kaum Einfluss hatte. Trotzdem wurde aber gleich wieder das Märchen von den Problemen bei den Bayern, die zu Schalke 04 mussten, ausgepackt. Das 3:0 für den FCB zeigte, was von diesem Märchen zu halten ist, man muss wohl wieder einmal von Fake-News sprechen. Es bleibt eben mindestens krampfhaft, wie die Verantwortlichen und ihre Medienhelfer versuchen die Bundesliga spannend zu machen.  Der Videobeweis und ein daraus folgender Elfer machte übrigens den Dosenöffner für das vermeintliche Topprodukt der Liga, später bekamen die Schalker diesen nicht, in Sachen Fairness dieser Technik bleiben da keine Fragen offen. Ansonsten bot der Dienstag noch die Begegnung zwischen dem FC Augsburg und RB Leipzig und die Augsburger gewannen mit 1:0, womit auch dies zeigte, was man von dem Hype um die Antitraditionalisten halten muss und dies gilt vor allem auch für den Schwalbenkönig Timo Werner. Nur bis zu diesem Punkt versteht man schon, warum man oft auf leere Ränge schaut.

Das Phantomtor aus der Ferne
Der größte Verlierer dieser Tage bleibt der 1. FC Köln, der am Mittwoch zum frühen Spiel Eintracht Frankfurt zu Gast hatte. Es soll hier aber gar nicht um den riesigen Fehlstart gehen, sondern um den Skandal vom letzten Wochenende, wo Felix Brych bewies, dass er selbst als Videoschiedsrichter Phantomtore schaffen kann. Der FC beschloss in diesem Skandal nichts zu unternehmen, da man keine Aussicht auf Erfolg sah, was schon viel aussagt. Es wurde so aber versäumt, ein wichtiges Zeichen gegen die gescheiterte, neue Technik zu setzen und den DFB so angemessen Druck zu machen. Natürlich wird es auch keine Konsequenzen für Mr. Phantomtor selbst geben und so kann man gespannt warten, wann er das nächste Mal negativ auffällt. Erst einmal rächte sich aber der fehlende Einspruch am Rhein direkt, denn die Frankfurter gewannen dieses neuerlich Skandalspiel mit 1:0 und zwar, man ist nicht überrascht, mit viel Diskussionsbedarf in Sachen Videobeweis. Verantwortlich für die Probleme war übrigens mit Wolfgang Stark ebenfalls ein alter Bekannter, dass auch er keine Folgen zu befürchten hat, versteht sich von selbst. Der nächste Skandalspieltag nahm so immer mehr Tempo auf. Dies alles erklärt auch, warum die Tabelle sehr relativ zu sehen ist. Auch der 3:0-Sieg von Borussia Dortmund hoch im Norden beim Hamburger SV passte zum Thema Spannungsmärchen. Bayer 04 Leverkusen verlor 1:2 in der Hauptstadt bei Hertha BSC Berlin, was auch einfach nicht mehr überrascht und nur wieder das Scheitern von Rudi Völler und seinen Freunden untermauerte. Sonst gab es noch den FSV Mainz 05 gegen 1899 Hoffenheim, was 2:3 endete und den SC Freiburg mit dem 1:1 gegen Hannover 96. Es wird an einer Stelle übrigens doch noch wirklich spannend und zwar bei der Frage, welche Folgen diese Skandalsaison für die selbstverschuldete Negativstimmung gegen DFL und DFB haben wird. Interessant bleibt es auch bei den berichtenden Staatsmedien, welche all die Fehler zwar benennen aber weder vom Skandal sprechen, noch davon, wie all dies den Sport verfälscht. Die vermeintlich Mächtigen wird diese treue Ergebenheit wohl sehr freuen.

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