Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Neid – FCB – Homophobie

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Es ist nun wirklich nichts Neues, die Kommerzialisierung des deutschen Fußballs soll verstärkt ausgebaut werden, dabei ist ein erträgliches Limit an dieser Stelle schon längst überschritten. In diesem Zusammenhang verwundert es allerdings auch nicht, dass drei der wichtigsten FIFA-Auszeichnungen in dieser Woche an Deutschland gingen. Silvia Neid, die Trainerin der Fußballdamennationalmannschaft, wurde zur besten Trainerin der Welt gemacht und Nadine Angerer, die Nationaltorhüterin, zur Weltfußballerin. Womit man konsequent dem Vermarktungswahn des Frauenfußballs weiter folgt, auch wenn der gewünschte kommerzielle Erfolg dort noch lange nicht erreicht wurde. Es ist so offensichtlich, welche raubtierkapitalistischen Spielchen längst auch im Fußball gespielt werden, dass es zu immer größerer Langeweile und vor allem zu immer mehr Unmut bei den wahren Fans führt. Diese wurden übrigens ebenfalls in dieser Woche wieder fleißig vorverurteilt. Bei solchen Prozessen, darf man nicht überrascht sein, wenn die Stimmung in den Stadien auch weiterhin immer aggressiver wird und immer häufiger kippt.

Die wirklich Homophoben
Noch einmal zu den kommerziell geprägten Auszeichnungen der FIFA. Natürlich wurde Jupp Heynckes zum besten Trainer der Welt gemacht und natürlich hinterfragte auch diesmal niemand in den vermeintlich unabhängigen Massenmedien, wie die Erfolge des FC Bayern München zuletzt überhaupt erreicht wurden. Bei so vielen deutschen Preisträgern, fiel ein Bayernstar, auch wenn er Franzose ist, hinten über. Hatte doch gerade auch das deutsche Staatsfernsehen so sehr auf Franck Ribéry gesetzt, fand man ihn am Ende des Tages abgeschlagen auf dem dritten Platz, was schon eine weitere Blamage für den FCB darstellt und lange dauert es nicht mehr bis zum Prozess gegen den Steuerbetrüger Uli Hoeneß und dann könnte es noch so richtig blamabel werden. Da wechselte man dann doch lieber schnell zurück zur Homophobiedebatte, die Thomas Hitzlsperger so schön angeschoben hatte. Selbstverständlich kamen von Seiten der Funktionäre wieder nur Warnungen in der gewohnten Form daher. So sind auch bei diesem Thema natürlich die Fans die Bösen, dies kennt auch von anderen Themen her schon sehr gut. Das Thema, wie eigentlich Sponsoren und Werbepartner  mit homosexuellen Profifußballern umgehen würden, wird da eher nicht thematisiert. So sind sie, die Heuchler vom FCB bis DFB und irgendwie erwartet man auch schon lange nichts anderes mehr von ihnen. Die Weichen für die Rückrunde sind damit gestellt und in einer Woche geht es dann in den Stadien der Republik wieder zur Sache.

Pfeiff das Spiel an und setz den ersten Kommentar

Du hast den Ball