Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Neue Runde beim DFB

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Die Überschrift bezieht sich dann sowohl auf den Skandal, wie auch auf den Pokal. Was den DFB-Pokal angeht, um welchen es natürlich hauptsächlich gehen wird, ist es interessant, dass es schon das zweite Achtelfinale in diesem Jahr ist, denn das erste, aus der Vorsaison, wurde erst im März ausgespielt. Zum DFB-Skandal kann man nur sagen, zurücklehnen und genießen, wie sich die vermeintlichen Machthaber dieses Sports nun gegenseitig zerfleischen. Aktuell geht es weiterhin um Wolfgang Niersbach und Franz Beckenbauer. Man darf bei dieser Show nur nicht aus dem Auge verlieren, dass es auch wirklich nachhaltige Folgen haben muss. Mit dem großen Schauspiel ging es dann auch gleich am Dienstagabend in der ARD weiter, wo man wieder zum FCB-TV mutiert war und das Heimspiel des FC Bayern München gegen Darmstadt 98 live zeigte. Auch dieses Achtelfinalspiel war übrigens nicht ausverkauft, denn der Ausverkauf dieses Sports ist eben nicht immer gleich bedeutend mit dem Ausverkauf von Stadien. Wie sich später noch deutlich zeigen wird, war es wieder einmal das langweiligste Spiel dieses Abends bzw. der gesamte Runde, wie man es schon oft erleben musste. Trotzdem muss übrigens fast jeder Haushalt auch diese nicht nachvollziehbare Programmgestaltung über die Zwangsabgabe des Rundfunkbeitrags mitfinanzieren, was eine ähnliche Frechheit ist, wie es dieses Spiel selbst war. Die Lilien setzten fast alles daran, auch nicht durch einen dummen Zufall zu riskieren, dass das Premiumprodukt des deutschen Fußballs ausscheidet und die Kicker vom FCB gingen wieder mit bekannter Härte und Unfairness an die Sache, wobei man hier erwähnen muss, dass das Staatsfernsehen kurz anmerkte, dass Schiri Daniel Siebert, wie bekannt, nicht gerade durch unparteiisches Verhalten glänzte. Allerdings stand am Ende wieder große Lob für die gut geschulten deutschen Schiedsrichter, was nur bedeuten kann, wenn die Öffentlich-Rechtlichen nicht lügen, dass die ganzen Fehlentscheidungen in Liga und Pokal vorsätzlich geschehen. Nach Abpfiff wurde dann völlig sinnfrei noch eine FCB-Lasershow übertragen, welche etwa die Klasse und das Niveau des Spiels hatte und damit klaute man Sendezeit für wirklich gute Spiele. Dies gilt auch für das Geschacher um den Münchener Trainer nach dem Spiel, auch ein Showelement, welches kein wahrer Fußballfan braucht.

Zu wenig Zeit für guten Fußball
Man kann allerdings nicht behaupten, dass es am Dienstagabend keine guten Spiele gab, denn es gab gleich drei Spiele, welche besser waren, als dieser Grottenkick in der bayerischen Landeshauptstadt. Wenn selbst der angeblich unabhängige ARD-Experte von den Bayern, Mehmet Scholl, am Ende einräumen muss in der falschen Stadt, beim falschen Spiel gewesen zu sein, ahnt man einiges. Da dies wirklich nicht das erste Mal war, lässt erahnen, wie groß der Einfluss dieses Fußballkonzerns auch auf diesen Teil der Medien ist. Sollte man dies dort tatsächlich bestreiten, müsste man die völlige Inkompetenz in Sachen Fußball einräumen und über Personalfragen nachdenken. Dies wäre übrigens ganz allgemein eine gute Idee, möchte man nicht auch noch die kleine, verbliebene Restglaubwürdigkeit verlieren. Der wirkliche Knaller des Dienstagabends fand übrigens am Niederrhein statt, wo Borussia Mönchengladbach auf Werder Bremen traf, dass dies keine Überraschung war, hätte eigentlich auch den Programmverantwortlichen der ARD klar sein müssen aber es scheint eindeutig zu sein, wie man dort verfährt. Bei einem echten Pokalknaller in diesem Achtelfinale siegten die Jungs von der Weser bei den Fohlen mit 4:3 und so ging der leichte Abwärtstrend an dieser Stelle im Rheinland weiter. Mit solchen Spielen könnte man im Ansatz so etwas, wie eine Zwangsabgabe rechtfertigen aber dieses Thema wurde letztendlich hier schon ausgiebig behandelt. Die andere rheinländische Mannschaft musste nach Bayern und so traf Bayer 04 Leverkusen auf die SpVgg Unterhaching und dort spuckte man im Vorfeld große Töne und konnte sogar mit 1:0 in Führung gehen. Allerdings wendete sich das Blatt auch ganz schnell und die Werkself sollte hochverdient mit 3:1 siegen. Auch wenn es wieder ein wichtiger Sieg für die Leverkusener war, ist Sportdirektor Rudi Völler dadurch auch noch nicht wirklich entlastet. Die Kommentare zum Spiel bei der ARD waren, gerade auch im Vergleich zu denen zum Bayernspiel, wieder einmal die pure Frechheit und der Beweis mangelnder Unabhängigkeit. Am Ende spielte Erzgebirge Aue noch gegen den 1. FC Heidenheim und es endete mit 0:2. Selbst dieses Spiel war besser, als das erwähnte unterirdische Spiel des FCB. Man konnte also gespannt sein, wie es am Mittwoch mit den wirklich letzten Spielen in einem Achtelfinale des DFB-Pokals in diesem Jahr weitergehen sollte.

Vom FCB bis Star Wars
Auch wenn der FC Bayern München mit dem Mittwochsspieltag rein gar nichts zu tun hatte, sorgte die ARD wieder einmal für ausreichende und richtig gute PR fürs Topprodukt des deutschen Fußballs, was die Zweifel an der Unabhängigkeit der Öffentlich-Rechtlichen weiter untermauerte. Nach den Mittwochsspielen sollte auch gleich die Auslosung für das Viertelfinale anstehen und man war gespannt, ob die Bayern wieder durch Losglück überzeugen würden. Der einzige Überzeugungsfaktor mit einer auffälligen Garantiequote bei diesem Team. Vorher wurde aber noch gespielt. Das Spiel zwischen dem FC Augsburg und Borussia Dortmund gab es an diesem Abend live und es war gleich eine ganz andere Klasse im Vergleich zum müden Kick des FCB am Vorabend. Zwar blieben die ersten 45 Minuten torlos aber trotzdem  waren sie schon ziemlich gut. Danach gab es auch noch Tore und es wurde richtig rund. Der BVB siegte am Ende völlig verdient mit 2:0. Das Niveau des Spiels wurde vom verantwortlichen ARD-Reporter völlig falsch dargestellt aber das Thema PR wurde bereits abgehandelt. Vor diesem Spiel trafen schon der 1. FC Nürnberg und Hertha BSC Berlin aufeinander und auch hier gab es einen 2:0-Auswärtssieg, womit Berlin auf Kurs zum ersten Finale in der eigenen Stadt bleibt. Außerdem trennte sich der VfB Stuttgart und Eintracht Braunschweig 3:2, dies aber erst nach der Verlängerung, was zeigte, dass es ziemlich knapp war. Auch dies war ein cooles Spiel mit neuem Rasen, da die Spielfläche in Stuttgart kurz zuvor noch wegen einem Event asphaltiert worden war. Leider war es aber kein ganz überzeugender Sieg der Schwaben, vor halb leerer Kulisse, da ein gewisser Teil wieder einmal auf den Schiedsrichter gebucht werden musste, der an diesem Abend Peter Sippel hieß und dessen Leistung keine Ausnahme bleiben sollte. Übrigens neben der Partie beim Fußballkonzern in München, der einzige Heimsieg dieser Runde. Das letzte Spiel fand zwischen 1860 München und dem VfL Bochum, ebenfalls vor ziemlich leeren Rängen statt und wieder war es ein 2:0-Auswärtssieg. Hier musste man am Ende dann leider wieder einmal von einem echten Skandalspiel sprechen, da Schiedsrichter Marco Fritz wieder nur ein riesiger Witz war und die Unfairness der Bochumer unterstützte. Dafür müssen sie nun in der nächsten Runde den FC Bayern München vor heimischem Publikum begrüßen, womit sich mindestens ein Kreis schließt. Am Ende war es auch nicht mehr ganz so klar, ob das Staatsfernsehen die meiste Werbung für den FCB gemacht hatte, denn auch Star Wars stand an diesen zwei Tagen hoch im Kurs und dies, wie bereits erwähnt, alles über eine Zwangsabgabe mitfinanziert.

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