Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Neuer Höhepunkt in Sachen Schiedsrichterskandale

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Eigentlich war der 22. Spieltag einer der großen, stimmungsvollen Derbyspieltage aber diesmal sprach einiges dagegen aber der Reihe nach. Alles begann, wie eigentlich immer, am Freitagabend und Eintracht Frankfurt empfing den Hamburger SV. Es endete mit einem 0:0, was nach einem ziemlich ermüdenden Auftakt klingt und genau dies war es auch. Ganz ähnlich sah es am Samstagnachmittag in der Hauptstadt aus, hier empfing Hertha BSC Berlin den VfL Wolfsburg, zwar gab es hier immerhin zwei Tore aber ein Knallerspiel war dieses 1:1 auch wirklich nicht. Hier konnte man aber trotzdem erleben, was mit der Schiedsrichterproblematik in der Bundesliga gemeint ist, denn diesmal bot Sascha Stegemann eine Leistung, die einem Kontrollverlust sehr nahe kam und es sollte im Verlauf dieses Spieltags in diesem Zusammenhang noch einen weiteren skandalösen Höhepunkt geben. Um aber noch kurz in Berlin zu bleiben, muss man noch erwähnen, dass es auch nicht wirklich voll im Olympiastadion war, ein Problem, welches sich mindestens gefühlt immer mehr ausbreitet und auch noch einmal untermauert, dass die vermeintlich Mächtigen in diesem Sport auf dem Holzweg sind, was an verschiedenen anderen Stellen an diesem Wochenende auch noch ein großes Thema war. Wer keine großartige Stimmung sucht und auch keine überzeugende sportliche Leistung braucht, sondern einfach nur die ganz große Show, dem kann man natürlich immer wieder nur die bayerische Landeshauptstadt empfehlen. Hier trafen am Samstag der FC Bayern München und Darmstadt 98 aufeinander und man tat eine ganze Zeit so, als wäre die Liga spannend. Wurden beim EU-Gipfel in der letzten Woche schon ganz neue Maßstäbe in Sachen Volksverdummung gesetzt, war das, was man in diesem Spiel präsentiert bekam auch nicht schlecht und schließlich begann diese Show schon am letzten Spieltag. Deshalb gibt es auch wieder nur die Information, dass das Premiumprodukt des deutschen Vereinsfußballs mit 3:1 gewann.

Demo statt Fußball
Es scheint aber so, als wäre es nicht nur ein Verein aus Bayern, wo sich die Merkwürdigkeit schon auffällig häufen, denn es gibt auch noch den FC Ingolstadt und dieser empfing Werder Bremen und gewann mit 2:0. Wirklich wasserdicht machte diesen Sieg wieder einmal der Schiri, diesmal war es Tobias Welz. Es war ein Elfer für den FCI, welche dort erstaunlicherweise schon fast zum Standardprogramm gehören und der den Endstand perfekt machte. Aber es gab auch ein wirklich feines Spiel und zwar die Partie  zwischen 1899 Hoffenheim und dem FSV Mainz 05. Hier stand es am Ende 3:2 und es war auch wirklich so spannend, wie es das Ergebnis erahnen lässt. Damit gab es natürlich große Lobeshymnen für den jüngsten Trainer der Bundesligageschichte, denn es war die Heimpremiere von Julian Nagelsmann. Wie es mit ihm bei den SAP-lern weitergehen wird, bleibt aber trotzdem noch abzuwarten. Das eigentliche Highlight am Samstag sollte aber das rheinische Derby zwischen Borussia Mönchengladbach und dem 1. FC Köln werden aber es war nur ein glanzloses und ziemlich stimmungsfreies 1:0 und dafür gab es gute Gründe. Die, die meinen ihnen gehöre dieser Sport ganz alleine hatten die Gästekarten auf 2.700 halbiert und personalisiert und dies wegen den Ausschreitungen, die es bei dieser Partie in der Vorsaison gab. Dies führte zum Widerstand der wahren Fans beider Vereine, die diesen mit einem Stimmungsboykott zeigten. Außerdem demonstrierte ein Teil des Kölner Anhangs am Niederrhein und so wurden nur 1.000 Gästekarten abgesetzt. Am Ende zeigte dies, dass der eingeschlagene Weg der vermeintlichen Machthaber niemals zum Sieg führen wird, da sie letztendlich vor allem ihr eigenes, kommerzialisiertes Produkt zerstören. Somit kann man auch diesen Protest wieder nur wirklich loben. Da es bei der Demo auch keine Ausschreitungen gab, nahm man denen, die diesen Sport zerstören und gegen die protestiert wurde, auch die Möglichkeit etwas gegen diese Protestform zu sagen.

Das Westderby und der Eklat
Das Topspiel am Samstagabend fand wieder einmal nicht statt, was durchaus auch eine Folge des Kommerzwahns ist und es wäre eine Partie gewesen, welche diesen Namen zu mindestens auf dem Papier verdient hätte, was auch nicht immer so ist, sich aber durch einen Blick auf die Tabelle leicht belegen lässt. Mit diesem Spiel sollte es dann am Sonntagnachmittag losgehen und Bayer 04 Leverkusen empfing Borussia Dortmund. Tatsächlich war es dann wirklich alles aber kein Topspiel und am Ende stand ein 0:1. Man ist nicht überrascht, dass es unter Schiri Felix Zwayer ein Skandalspiel wurde, welches auch von ordentlich Pyro begleitet war. Was sich in der BayArena abspielte, hatte man in der Bundesliga so noch nicht erlebt. Zwayer ließ schnell keinen Zweifel daran, auf welcher Seite er stand, was im umstrittenen 1:0 für die Dortmunder seinen ersten Höhepunkt fand. Dies wurde mit absolut angemessenem Protest des Leverkusener Trainers Roger Schmidt quittiert, welcher daraufhin auf die Tribüne sollte. Es sind diese fast spieltäglichen Skandale, die immer wieder einfach so hingenommen werden, diesmal allerdings nicht und der Trainer weigert sich, den Stadioninnenraum zu verlassen, wofür man ihm großes Lob aussprechen muss. Daraufhin unterbrach Zwayer das Spiel und über zehn Minuten war nicht klar, ob es überhaupt weitergehen würde. Sollte auch dieses Skandalspiel ohne Folgen in Sachen Schiedsrichterproblematik bleiben, verliert dieser Sport auch noch den kleinen, verbliebenen Rest an Glaubwürdigkeit und dies dürfte auch zu einer weiteren Verschärfung im Kampf  zwischen den wahren Fans und den vermeintlich Mächtigen mit ihren Medienhelfern in diesem Sport führen, denn so etwas kann man nicht akzeptieren. Menschen, wie Felix Zwayer und ähnlichen Individuen, welche diesem Sport so schaden, sollte man Stadionverbot erteilen. Dies gilt übrigens auch für die Medienvertreter, wie zum Beispiel Burkhard Hupe vom WDR, welcher sich hier auch in nicht tolerierbarer Art und Weise auf die Seite des Schiedsrichters geschlagen hatte. Nach diesem unfassbaren Skandal, konnte es nicht noch schlimmer für den Fußball kommen, was als Fazit blieb. Bei der Partie zwischen Schalke 04 und dem VfB Stuttgart, welche 1:1 endete, ging es vor allem erst einmal darum, dass zum Saisonende Horst Heldt bei S04 von Christian Heidel abgelöst wird, der noch Manager beim FSV Mainz 05 ist. Außerdem stand noch ein Kellerduell an und Hannover 96 empfing den FC Augsburg. Hier gab es das bessere Ende für die Schwaben, welche mit 1:0 in der niedersächsischen Hauptstadt gewannen.

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