Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Neues von der Schafsinsel

Ermöglicht durch: hÜlsberg-Die Sache mit dem Ü! Es war am gestrigen Abend, weit draußen im Nordatlantik, irgendwo zwischen Schottland und Island und es stand ein weiteres Qualifikationsspiel zur WM 2014 in Brasilien an, welches vom Staatsfernsehen, diesmal vertreten durch die ARD, damit beworben wurde, dass Deutschland es wohl schwer haben würde gegen die Färöer Inseln. Da die Schweden zuvor schon 1:0 gegen Kasachstan gewonnen hatten, konnten die LÖWenherzen sich auch nicht direkt für Brasilien qualifizieren. Ein Sieg war Vorgabe, immerhin traf hier doch das unterste auf das oberste Tabellenende. Die erste Halbzeit war einfach nur zum Einschlafen und endete gerade einmal mit einem 1:0, welches auch noch nach einer Standardsituation entstand, welche Per Mertesacker vollendete. Souveränität und Überlegenheit, die sich natürlich auch im Abschluss zeigen sollte, wurde gegen einen solchen Gegner wieder einmal zu wenig geboten. 45 Minuten ohne ein Tor aus dem Spiel heraus ließ nichts Gutes für die zweite Halbzeit erwarten. So fing man in der Halbzeitpause auch schon einmal damit an, den Kunstrasen im Stadion und das Klima, welches etwa mit dem aktuellen in Deutschland zu vergleichen war, mit ins Spiel zu bringen. Dies ist immer ein Zeichen dafür, dass man versucht Defizite an Fakten außerhalb einer Mannschaft festzumachen, die Millionen für ihr Können bekommt.

Die bayerische Halbzeit
Nach der Pause wusste man schnell, warum man schon einmal nach Ausreden gesucht hatte und machte gleich weiter, in dem man sich ein wenig über die Härte auf der Schafsinsel beklagte. Gerade auch nachdem Spiel gegen Österreich am Ende letzter Woche, sollte es keine Kommentare zu hartem Spiel aus Deutschland geben. Dies galt vor allem auch, da man in der zweiten Halbzeit mit dem völligen Verlust der spielerischen Ideen auch mehr aufs Körperliche umschaltete. Gut 15 Minute vor Spielende dezimierte Thomas Müller die Gegner noch mit einer Schwalbe und so gab es dann auch noch ein Elfmetertor zum 2:0 durch Mesut Özil. Gegen zehn Gegenspieler schaffte dann auch ausgerechnet der Protagonist, der für diesen Zustand gesorgt hatte, noch den ersten Treffer aus dem Spiel heraus. Was für eine Leistung bei elf Spielern vom Weltranglistenzweiten gegen zehn, die auf Platz 175 angesiedelt sind. Es ist bezeichnend, dass ein Spieler des FC Bayern München, mit einem solchen Eingriff in den Spielverlauf, für ein wesentlich eindeutiger aussehendes Ergebnis sorgte, als es ein sterbenslangweiliges Spiel hergab. Aber da auch im Fußball nur noch Ergebnisse zählen, waren wieder alle ziemlich zufrieden. Österreich und Färöer besiegte man insgesamt mit 6:0 Toren. Allerdings, wenn man sich anschaute, wie dies geschah und auch gegen wen, sollte man berücksichtigen, dass in 274 in Brasilien ganz andere Gegner warten.

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