Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Normalität gegen Italien

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Nachdem der Auftakt des Fußballjahres 2016 für die LÖWenherzen, aus den üblichen Gründen, ordentlich danebengegangen war, stand am gestrigen Tage gleich der nächste große Klassiker an und es ging in München gegen Italien. Positiv war natürlich, dass eine gewisse Normalität, soweit dies in diesen Tagen überhaupt möglich ist, eingekehrt war und es endlich wieder mehr um Fußball und weniger um Terror ging, was in Zeiten des großen Religionskrieges auch nicht mehr üblich ist. Acht Weltmeistertitel trafen in dieser Partie, fair verteilt auf beide Teams, aufeinander. Auffällig war, dass Stammtorhüter Manuel Neuer wegen Magenproblemen gar nicht erst angereist war, was an einen Schuljungen erinnerte, der sich aus Angst drücken will. Man darf nicht vergessen, gegen die Engländer musste er gleich drei Mal hinter sich greifen. Merkwürdig war auch, dass es trotz der Niederlage von Berlin 24 Stunden Osterurlaub gab und man kann auch über die Angemessenheit dieser Entscheidung von Trainer Joachim Löw diskutieren, denn gegen Italien hatte man schon seit über 20 Jahren nicht mehr gewonnen und es sollte das letzte Spiel vor der Nominierung des Kaders für die Euro 2016 in Frankreich sein. Danach folgen dann noch zwei Begegnungen bevor es endgültig ins Nachbarland geht, um dort Europameister zu werden und aus keinem anderen Grund tritt man diese Reise an. Man sieht, es war schon spannend bevor der Ball überhaupt rollte und man muss sagen, als der Ball dann rollte, war es mit der Spannung auch vorbei. Dies lag an ersatzgeschwächten Italienern, die so harmlos waren, dass es schon erschreckend wirkte. Auf der anderen Seite war das Glück, welches gegen England fehlte, zur DFB-Auswahl zurückgekehrt.

Fehlpassfestival und viel Glück
Nach acht Titeln sah bei diesem Spiel eigentlich gar nichts aus. Es war doch eher ermüdend und anstrengend. Am Ende stand ein 4:1 und davon waren ganze drei Treffer einfach nur glücklich und ein Elfer war auch noch dabei, was deutlich macht, wie relativ man dieses Ergebnis tatsächlich sehen muss. Die große Euphorie, die auch bei den LÖWenherzen trotzdem aufkam, wirkte doch etwas unangebracht. Auch dieses Spiel bot teilweise wieder sehr viele Fehlpässe und andere Probleme, welche man eben nicht in den Griff bekommt. Es war einfach ein ganz normales Spiel der deutschen Nationalmannschaft und dies bedeutet, weiter aufs Glück hoffen, welches eben zurückgekehrt war. Immerhin haben die aktuellen Testspiele so eine Quote von 50 Prozent ergeben. Man ahnt nur, was dies für die entscheidenden Spiele im kommenden Sommer bedeuten könnte. Auch dieses Spiel begann mit einer Schweigeminute, die allerdings in Bezug auf die Stimmung fast 90. Minuten anhielt, was gerade im Stadion des Premiumproduktes der Bundesliga, was nicht ausverkauft war, keine Überraschung ist. Unter den Zuschauern, von wahren Fans zu sprechen, fällt in diesem Bezug mindestens schwer, waren auch wieder die bekannten Straftäter von Karl-Heinz Rummenigge bis Uli Hoeneß. Man kann nicht oft genug darauf hinweisen, wie normal die Massenmedien, in diesem Fall das Staatsfernsehen, mit diesem nicht unerheblichen Fakt umgehen bzw. ihn weitestgehend totschweigen. Wobei man hier in der ARD, die wieder das getarnte FCB-TV gab, allgemein manche Probleme hatte. Die große Bayernshow war allein schon durch den vermeintlichen Fußballexperten Mehmet Scholl gesetzt. Spannend war aber auch die Frage, welches Spiel Steffen Simon, der Kommentator gesehen hatte, der aus dem Loben gar nicht mehr herauskam, was so über weite Strecken unangebracht war. Am Ende dieser beiden Testspiele steht man dort, wo man vorher auch stand und natürlich bleibt der Titel in Paris auch weiterhin, wie bereits angesprochen, die einzige Option und Ausreden gibt es da keine.

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