Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Perspektivischer Fußball im Sommer 2017

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Nachdem die Bundesliga erfolgreich mit all ihren Skandalen und Merkwürdigkeiten, welche zu den bekannten Ergebnissen geführt hatten, erfolgreich verdrängt werden konnte, standen erst einmal zwei Länderspiele an. Diese beide, eher mauen Kicks brachten allerdings dann auch nicht wirklich viel und so steht seit Wochenanfang auch für die LÖWenherzen der Confed-Cup in Russland an. Am Montag gab es in Sotschi ein knappes 3:2 gegen Australien, welches wieder einmal  alle Probleme aufzeigte, die man bei der DFB-Auswahl seit Jahren kennt. Fast 100 Spieler hat Trainer Joachim Löw in seiner Zeit schon durch, die Probleme blieben. Vielleicht sollte er sich einfach einmal in Frage stellen, schließlich hatte er auch schon den letzten Sommer verbockt. Durch den gerade angesprochenen Sieg, konnte man dann auch nicht die Tabellenführung übernehmen, was den Ansprüchen eines Weltmeisters so nicht genügen kann. Diesen Fehler gilt es natürlich nachher gegen Chile zu korrigieren, wofür eine große Leistungssteigerung her muss oder wieder viel Glück, auf welches man auch ständig baut. Eine Frechheit war es, wie unter Federführung des Staatsfernsehens nach dem Spiel gegen Torhüter Bernd Leno geschossen wurde. Die Abwehrfehler waren kein Thema, das bekannte Problem Chancentod wurde auch nicht in aller Tiefe bearbeitet, beides Faktoren, welche zu einem ausreichenden Sieg verholfen hätten. Nun alles an Leno festzumachen, entspricht der einfach gestrickten Berichterstattung, wie man sie von dort gewöhnt ist. Man darf sich dort dann natürlich nicht wundern, wenn dieser Teil der Medien immer häufiger abgelehnt und geschnitten wird.

Alternativlos oder perspektivlos?
Dies ist aber noch nicht alles, was man sich, gerade auch beim ZDF, vorwerfen lassen muss. Es ist dort immerhin so, dass man trotz immer mehr Geld, welches man über die Zwangsabgabe Namens Rundfunkbeitrag abzockt, immer weniger leistet, wie gerade erst mit dem Verlust an den Übertragungsrechten an der Champions League bewiesen wurde. Aus dieser Position heraus auch noch antirussische Propaganda beim Fußball zu fahren, ist dann schon ziemlich dreist. Man beklagte sich über zu wenige Zuschauer und hatte dabei wahrscheinlich vergessen, darauf hinzuweisen, wie es in Deutschland aussieht, was sich zuletzt noch in Nürnberg zeigte. Ein Problem, welches sogar der DFB schon erkannt hat, auch wenn man dort nicht verstehen will, dass dies einfach der Preis des Ausverkaufs ist. Um noch eben bei den Schattenseiten zu bleiben, muss man noch auf die Inszenierung des Videobeweises bei diesem Turnier hinweisen, der einfach nichts in diesem Sport zu suchen hat und auch nichts nachhaltig verändern wird. Aber noch einmal kurz zum Perspektivteam, wie man die Urlaubsvertretung der Millionäre so gerne nennt. Der klare Sieg gegen Chile in Kasan wird einmal vorausgesetzt, schließlich hat man Perspektiven und sollte auch gelernt haben, dass bei der Art, wie man sich teuer verkauft, manche Dinge einfach alternativlos sind, schließlich hat man in Deutschland eine Fußballkanzlerin, deren Credo dies ist. Man kann sich auch nicht immer aufs nächste Turnier berufen, dass dies nicht funktioniert, hatte Löw gerade erst im letzten Sommer bewiesen. Es muss ein Gleichgewicht zwischen Anspruch und Wirklichkeit bestehen und den gilt es nicht mit Glück gegen Fußballzwergnationen zu beweisen, sondern mit überzeugender Leistung gegen ernsthafte Gegner.

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