Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Polizeigewerkschaft droht mit Toten beim Fußball

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Am Freitagabend trafen im schönen Schwabenland die beiden Krisenclubs VfB Stuttgart und Hertha BSC Berlin aufeinander und es sollte ein Abend mit Signalwirkung für den Fußball werden. Man trennte sich mit einem torlosen Unentschieden und einigen Karten, sowie dem völligen Kontrollverlust des Schiedsrichters, was nicht überraschte, denn es war Felix Brych. Das Hauptaugenmerk lag allerdings auf den schweren Ausschreitungen, welche das Spiel überschatteten, sowohl vor, wie auch nach der Partie, sogar die Polizei gab drei Schüsse ab. Das wirklich erschreckende daran war vor allem, dass Polizeigewerkschafter Rainer Wendt sinngemäß verlauten ließ, dass es durchaus denkbar sei, dass es bald auch den ersten Toten durch eine Polizeikugel geben könnte. Solche Drohungen führen selbstverständlich nicht zu einer Deeskalation und dies gilt leider auch dafür, was sich am Samstag in verschiedenen Stadien abspielte, wenn auch auf einer ganz anderen Ebene. Es scheint auch im Fußball nun noch härter zugehen zu sollen und man fragt sich, was der Staat damit bezweckt. Die Schiedsrichterleistungen waren so miserabel, dass man schon fast von einem Skandalspieltag sprechen muss, was sich auch dadurch zeigte, dass es selbst in den etablierten Massenmedien zu massiver Kritik an den vermeintlich Unparteiischen kam. Ganz im Norden der Republik musste Borussia Dortmund zum Angstgegner, dem Hamburger SV. Eigentlich hätte der HSV fast direkt vom Spielbeginn an nur noch mit zehn Mann gespielt aber Schiri Peter Gagelmann reagiert nicht und nahm unter anderem mit dieser Entscheidung maßgeblichen Einfluss auf eine Partie, welche 0:0 endete. Wie man nach den einleitenden Sätzen erahnt, war dies aber nicht das einzige Skandalspiel am Samstagnachmittag, für ein weiteres sorgte Manuel Gräfe in Augsburg, auch ein Altbekannter, wenn es um solche Spiele geht. Am Ende sollte der FC Augsburg mit einem 1:0-Heimsieg gegen den VfL Wolfsburg die Puppenkiste verlassen.

Neue Rekorde fürs Premiumprodukt?
Erstaunlich unauffällig war diesmal Deniz Aytekin, der im Breisgau den Schiedsrichter in der Partie zwischen dem SC Freiburg und Werder Bremen gab und hier sollten die Bremer am Ende einen 1:0-Auswärtssieg einfahren. Schlimmer war dann schon die Leistung von Bastian Dankert, der das Spiel Schalke 04 gegen 1899 Hoffenheim leitete, allerdings war auch dies selbstverständlich keine große Überraschung. Am Ende siegte S04 hochverdient mit 3:1. Absolut gar keine Überraschung war natürlich, dass das Skandalspiel des Samstags in der niedersächsischen Landeshauptstadt anstand, denn Hannover 96 hatte den FC Bayern München zu Gast, der wohl weitere Rekorde erhalten soll. Es lief exakt so, wie man es schon wieder seit Wochen ertragen muss. Hannover machte ein richtig gutes Spiel aber so etwas gefährdet offensichtlich das Premiumprodukt der Bundesliga und somit nahm alles wieder seinen unfassbaren und ablehnungswürdigen Lauf. Hannover ging in Führung und es dauerte keine drei Minuten, bis es ein Foul eines Spielers des FCB gab und der zwölfte Mann der Bayern, und anders kann man Tobias Welz wirklich nicht nennen, Freistoß gab. Das wirklich Lächerlich an dieser Situation war, dass er ihn für die Bayern gab und Xabi Alonso, den Ausgleich schoss. Um ihn sollte es auch gleich noch einmal gehen, denn eigentlich, hätte es einen Unparteiischen in dieser Partie gegeben, wäre er nach einem brutalen Foul vom Platz geflogen aber für den FCB gelten ganz offensichtlich ganz eigene Regeln und nur die erklären auch den Erfolg. All dies reichte offensichtlich noch immer nicht und somit gab es, nach einem gefährlichen Spiel der Bayern, Elfmeter, natürlich wieder für die Bayern, was zum 1:2 führte, womit auch dieses Spiel erledigt war und es am Ende 1:3 ausging. Da man all diese Schiris auch weiterhin ertragen muss, alles andere wäre eine Überraschung, muss man davon ausgehen, dass dieser Einfluss von denen, die meinen ihnen gehöre der Fußball, genau so gewollt ist. Auch dies wird die Situation in den Stadien nicht besser machen und ist ebenfalls nicht als Deeskalation anzusehen.

Dreimal Rheinland
Dann standen an diesem bis dahin schon äußerste skandalösen 24. Spieltag noch drei Partien mit Beteiligten aus dem Rheinland an, die alle auch nicht unwichtig in Sachen Tabelle waren. Den Auftakt machte am Samstagabend Borussia Mönchengladbach, die beim FSV Mainz 05 zu Gast waren. Auch hier sei vorweggeschickt, dass die Schiedsrichterleistung kein Knaller war aber nachdem was man am Nachmittag schon alles ertragen musste, kann man dies unter den Teppich kehren. Erst einmal lief alles, wie man es sich dachte und die Fohlen gingen mit 2:0 in Führung, allerdings sollten die Mainzer noch einmal zurückkommen und sich ein 2:2 erkämpfen, was für sie damit besser war, als für den Gegner vom Niederrhein. Am Sonntag startete dann die rheinische Fahrstuhlmannschaft und so empfing der 1. FC Köln die Eintracht aus Frankfurt und dies unter Leitung von Knut Kircher, was natürlich auch nichts Gutes erwarten ließ und da war auch gleich schon die 1:0-Führung der Kölner umstritten, wobei man auch festhalten, dass von den Frankfurtern in der ersten Halbzeit gar nichts kam. Nach der Pause wurde es völlig verrückt, denn erst gaben die Hessen Vollgas und schafften den Ausgleich, dann sollte es aber mit Kölner Druck weitergehen und so wäre das Spiel eigentlich tatsächlich 4:1 ausgegangen aber nicht mit Kircher und so wurde nach der regulären Spielzeit noch ein Kölner vom Platz gestellt und mit dem damit verbundenen Elfer konnten die Frankfurter noch auf 4:2 verkürzen. Ein Hammerspiel mit dem man so in der Domstadt wirklich nicht rechnen konnte. Den Abschluss machte dann die Mannschaft von der anderen Rheinseite, allerdings musste Bayer 04 Leverkusen beim SC Paderborn ran. Während der Partie kam dann auch noch das Aus im DFB-Pokal für die Werkself, denn nicht nur das Achtelfinale unter der Woche hatte bewiesen, dass der FCB auch hier um jeden Preis forciert wird und gegen genau den geht es in der nächsten Runde. Das Spiel in Paderborn selbst war dann zwar auch kein großes Highlight aber endete für Leverkusen doch sehr schön mit einem 3:0-Auswärtssieg.

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