Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Postfaktischer Fußball

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Bei eher herbstlichem Wetter stand am Wochenende der 19. Spieltag an und dieser hatte sich den bescheidenen Wetterverhältnissen gleich auch irgendwie angepasst. Am Freitagabend ging es mit dem Hamburger SV gegen Bayer 04 Leverkusen los. Ein Spiel, welches die Werkself, wie auch schon das Heimspiel in der Vorwoche, hätte gewinnen müssen und zwar souverän. Spielte bei der letzten Heimniederlage in Leverkusen noch der vermeintlich Unparteiische namens Deniz Aytekin eine maßgebliche Rolle, war es in Hamburg einfach vor allem die Mannschaft, welche die Schuld an der nächsten Niederlage trug. Man erkennt deutlich, warum der Protest der Fans gegen das Management absolut berechtigt ist und die Stimmung dort nach dem 1:0 für den HSV nicht besser werden dürfte. Auch Rudi Völler sollte langsam einräumen, dass sein Trainerplan gänzlich gescheitert ist, was damit selbstverständlich auch für ihn selbst gilt. Es gibt aber seit der letzten Woche noch ganz andere Probleme, die nicht fürs Management sprechen, an dieser Stelle lautet das Stichwort natürlich Hakan Calhanoglu. Samstag wurde es dann gewohnt postfaktisch in der Bundesliga, dafür sorgte beim 4:0 zwischen 1899 Hoffenheim und dem FSV Mainz 05 zum Beispiel Schiedsrichter Guido Winkmann, der die SAP-ler nicht nur auf die Siegerstraße brachte. Ähnlich sah es unter Schiri Patrick Ittrich bei der Partie zwischen dem 1. FC Köln und dem VfL Wolfsburg aus, wo Rudelbildung noch das kleinste Problem war. Ein Elfergeschenk führte zum 1:0-Sieg und damit zu drei Punkten für die rheinische Fahrstuhlmannschaft und beim dort beheimateten WDR nannte man es auch noch verdient, was wieder einiges über die Staatsmedien in Sachen Unabhängigkeit verriet. Natürlich war auch dies, nach dem Skandal um Robert Kampka aus der Vorwoche, wieder ein Tiefschlag für den DFB. Geschenke gab es auch wieder ganz im Süden der Republik, wo der FC Bayern München auf Schalke 04 traf und man sich 1:1 trennte. Dort hieß der Schiedsrichter Marco Fritz und er verschaffte den Bayern mit einer Fehlentscheidung die Chance zur Führung, welche sie nutzten. Dies warf die bekannten Fragen auf, da es wieder ein Punktgeschenk war, was auch wieder bewies, dass längst auch die Tabelle postfaktisch ist. Zu den Bayern selbst kann man nur wieder sagen, dass sie nicht nur wegen dem Patzer von Manuel Neuer, der zum Ausgleich führte, wieder nicht überzeugen konnten. Damit merkt man schon, dass alles läuft, wie man es leider längst gewohnt ist.

Die Fortsetzung eines bekannten Trends
Dann gab es am Samstagnachmittag noch das Aufeinandertreffen von Hertha BSC Berlin und dem FC Ingolstadt, wo man sich 1:0 trennte und Schiri Frank Willenborg etwa so schlecht war, wie das gesamte Spiel, welches auch vor nicht wirklich vollen Rängen stattfand, was allgemein ein immer interessantes Thema wird. Diesen langweiligen Nachmittag schlossen dann Borussia Mönchengladbach und der SC Freiburg ab und am Niederrhein trennte man sich mit einem 3:0, was nach mehr Klasse klingt, als dieses eher langweilige Spiel bot. Hier machte Felix Brych den Schiedsrichter, womit es natürlich auch dort Gesprächsbedarf gab, wie man es bei Spielen mit Beteiligung von Mr. Phantomtor eben gewohnt ist. Am Abend trafen Borussia Dortmund und die Antitraditionalisten von RB Leipzig aufeinander und man ist nicht erstaunt, dass gegen die jüngsten Trends der BVB siegte, womit das Unentschieden der Bayern relativiert war, was ebenfalls ins allgemeine Bild passte. Das Schiedsrichter Tobias Stieler das 1:1 in letzter Sekunde für RBL wegen Abseits, völlig berechtigt, nicht gab, ist bei den sonstigen Fakten des Spieltags eher eine Randnotiz. Ganz anders sah es damit aus, wie die Verantwortlichen dieses Spiel beurteilten und es nicht zum Hochrisikospiel gemacht hatten, was natürlich eine falsche Einschätzung der Situation war. Dies bedeutete, dass es vorm Anpfiff zu Ausschreitungen inklusive Pyro kam. Man sieht, dass die Machthaber nicht wirklich verstehen, welche Stimmung im Land herrscht, was natürlich auch für den Fußball und solche Fußballunternehmen gilt, die man nicht wirklich in der Liga haben will. Dies kann natürlich auch nicht diese Gewalt rechtfertigen, sollte aber trotzdem zum Denken anregen. Am Sonntag ging es dann mit der Partie zwischen dem FC Augsburg und Werder Bremen weiter und dort sollte es dann sportlich heiß zur Sache gehen, war es doch ein abwechslungsreiches Spiel, wo man am Ende davon ausging, dass sich kein Team wirklich befreien sollte und man sich mit einem Unentschieden trennen würde. Doch dann machten die Augsburger in letzter Sekunde noch den 3:2-Siegtreffer, was Werder natürlich hart traf. Ganz zum Schluss stand am Main ein Spiel an, wo bekannt war, dass es Probleme geben würde, denn Eintracht Frankfurt und Darmstadt 98 traten zum Hessenderby an und auch dort kam es zu den erwarteten Ausschreitungen. Leider endete dieser Spieltag somit nicht nur auch wieder mit Gewalt, sondern ebenfalls mit einem Elfer von Schiri Manuel Gräfe, der zu Diskussionen führte und die Eintracht spät auf die Siegerstraße setzte. So blieben am Ende ein 2:0 und eben auch wieder ein Geschmäckle. Somit konnte man sich nach einem vom Postfaktischen dominierten Spieltag schon ausmalen, wie es ab dem morgigen Tage im Achtelfinale des DFB-Pokals weitergehen wird.

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