Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Seit fast 100 Jahren direkt an der Saale

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Der FC Carl Zeiss Jena war der letzte Club, welcher in diesem Jahr hier vorgestellt wurde und so geht es nun südlich des Zentrums von Jena, direkt an der Saale, mit der Vorstellung eines letzten Stadions in 2017 weiter.

Es geht um das Ernst-Abbe-Sportfeld und damit letztendlich gleich um eine ganze Sportanlage in der zweitgrößten Stadt Thüringens. Eröffnet wurde  sie bereits im August 1924  und zum 15. Jahrestag der Einweihung im Jahr 1939 wurde sie dann nach dem Physiker und Sozialreformer Ernst Abbe, der auch Unternehmensgründer der Carl Zeiss AG war, benannt. Heutiger Eigentümer dieser Anlage ist die Stadt Jena, die das Areal 1991 von der Carl-Zeiss-Stiftung Jena erworben hatte.

Das Stadion verfügte über eine Flutlichtanlage mit vier Stahlhohlmasten, welche 1974 errichtet und 1995 generalüberholt wurde. Im Juli 2013 mussten die Masten dann allerdings wegen Baufälligkeit demontiert werden. Ein echtes Highlight war die Anzeigetafel aus dem Jahr 1978, war sie doch die erste elektronische Anzeigetafel in der DDR. Sie wurde im Frühjahr 2005 vom Blitz erschlagen und deshalb in der Sommerpause 2006 durch eine gebrauchte Videotafel ersetzt. Diese diente zuvor noch beim Sommermärchen 2006 in Nürnberg auf dem Fanfest.

Weitere Veränderungen folgten 2007 wegen Auflagen der DFL für Stadien der 2. Liga. So wurde in der Sommerpause neben einer Rasenheizung auch eine Videoüberwachungsanlage installiert. Des Weiteren wurde das Spielfeld auf die vorgeschriebene Größe von 105 Meter in der Länge und 68 Meter in der Breite vergrößert.

Auch im Tribünenbereich wurde beim FC Carl Zeiss Jena immer wieder fleißig umgebaut und schließlich sollte die Zuschauerkapazität durch eine neue Gegentribüne dauerhaft auf über 15.000 Plätze erhöht werden. Zu diesem Zweck wurde als Übergangslösung zum Saisonstart 2007 / 2008 eine mobile Stahlrohrtribüne hinter der bestehenden Gegengeraden aufgebaut. Ende Mai 2009 kam sie allerdings wieder weg, womit die Kapazität auf 12.630 Zuschauer gesenkt wurde.

Man sieht, die Gründe für einen Stadionneubau wurden mehr und mehr, dazu kam auch noch die Hochwassergefährdung durch die beschriebene Nähe zur Saale. Trotzdem entschied sich der Stadtrat von Jena im September 2015 für einen Umbau, welcher im nächsten Jahr beginnen soll. Die Fertigstellung ist dann für den Saisonbeginn 2019 / 2020 angedacht.

Der Umbau zu einem reinen Fußballstadion, wie es immer mehr Vereine haben, wird etwa 30 Millionen Euro kosten und die Kapazität auf 15.500 Plätze erhöhen und dies samt 500 VIP-Plätzen. Hinzu soll ganz in der Nähe auch noch ein Parkhaus kommen. Den Großteil der Kosten dieses Vorhaben tragen mit 15 Millionen Euro die Kommune und mit 11 Millionen das Land Thüringen. Man sieht, es bewegt sich was in Jena.

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