Der BALLacker

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So endete das Jahr des Wortbruchs der LÖWenherzen

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Jetzt ist das Länderspieljahr 2016 für die LÖWenherzen auch schon wieder vorbei und es endete am gestrigen Abend mit der Partie gegen Italien in Mailand. Dieses Freundschaftsspiel, welches man in der ARD präsentiert bekam und dies wieder mit dem bekannten bayerischen Einschlag, der nicht nur vom vermeintlichen Experten Mehmet Scholl ausging, sollte eigentlich für ein versöhnliches Ende eines eher bescheidenen Fußballjahres sorgen. Noch nie gab es drei Siege in 12 Monaten für Deutschland gegen Italien, womit klar war, wie es enden musste, damit es versöhnlich sein sollte. Natürlich gab es auch bei dieser Übertragung die bereits erwähnte Papst-PR, was in Zeiten des großen Religionskrieges natürlich ein Geschmäckle hat. Allgemein ein gutes Stichwort, denn bei einem wirklichen Klassiker nur ein halbvolles Stadion zu präsentieren, spricht nicht für die FIFA. In Italien kennt man das Problem und der DFB sollte gewarnt sein, wird solche Entwicklungen aber wohl eher ignorieren. Ironie des Schicksals, dass man den Videobeweis bei einem solchen Spiel testete. Fragt sich nur wofür, solange man dem Verdacht von Manipulationen nicht ernsthaft entgegentritt, was man auch in Deutschland im DFB-Pokal und der Liga immer wieder anmahnen muss. Fußball gab es dann nach so vielen abschreckenden Showelementen auch noch, wobei auch dies relativ zu sehen ist. Die erste Halbzeit endete torlos und gab nicht nur deshalb all denen Recht, welche nicht im Stadion waren. ARD-Reporter Tom Bartels sah scheinbar wieder ein anderes Spiel, so wie er sich über einen tollen Kick freute. Im Ganzen war es bis zur Pause schon einmal passend für die DFB-Auswahl und ihr Fußballjahr, was kein Kompliment ist. Thomas Müller fiel wieder einmal durch Geschwätz mit dem Schiedsrichter und Schaueinlagen auf aber er hatte zuvor auch schon gegen San Marino geschossen, allerdings nur verbal anstatt Tore zu machen. Fakt ist, wenn es ihm zu viel ist, sollte er einfach mit dem Fußball aufhören, womit viele Probleme, nicht nur für ihn, auf einen Schlag gelöst wären.

Es sollte ein passender Jahresabschluss werden
Dann folgten die letzten 45 Minuten der LÖWenherzen in diesem Jahr. Nach 15 kaum erwähnenswerten Minuten erlöste man den Fußball dann von Thomas Müller, ein erstes Highlight des Abends, vielleicht sollte nun alles besser werden. Bevor dies verraten wird, kann man schon darauf hinweisen, dass dieser langweilige Novemberabend bewies, dass der Videobeweis so sinnvoll ist, wie die anderen Nebelkerzen in Sachen mehr Gerechtigkeit im Fußball zuvor, man erinnere sich nur an das Spray für die Freistöße. Am Ende muss man sagen, dass sich die DFB-Auswahl glücklich schätzen konnte, dass keine Tore fielen und es 0:0 endete, denn ein Sieg für Italien wäre durchaus in Ordnung gegangen. Der Versuch es kurz vor Ende noch durch eine Schauspieleinlage für Deutschland zu drehen und einen Elfer zu schinden, gelang nicht und es gab stattdessen ein berechtigtes Ticket für eine Schwalbe, was noch ein trauriger Höhepunkt des Abends in Sachen Unfairness war. Da es keinen Sieg für Deutschland gab, fehlte am Schluss auch noch das versöhnliche Ende. Es war wieder ein ernsthafter Gegner und wieder war wenig Überzeugendes zu sehen, somit weist die Bilanz für 2016 im besten Fall auf Stillstand hin, was auch wieder die Kritik in Sachen Trainerentscheidung untermauert. Traurig auch hier, dass sich niemand klar dazu bekannte, sondern sich alle wieder etwas vormachten. Dieser große Unterschied zwischen Anspruch und Realität ist allerdings nicht nur ein Problem im Fußball in Deutschland, was es aber nicht besser macht. Jetzt kann man sich erst einmal lange Zeit erholen, denn es geht erst im März weiter mit der Nationalmannschaft und die Pause ist auch wirklich nötig. Der Videobeweis kam übrigens gar nicht zum Einsatz, man sollte aber trotzdem nicht überrascht sein, wenn er bald in der Liga noch mehr Optionen bietet, Spiele fernzusteuern.

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