Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

So rückte das Ende 2015 näher

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Im Gegensatz zum vorletzten Wochenende gab es am 32. Spieltag wieder die gewohnten Merkwürdigkeiten, was man gleich schon am Freitagabend mit dem großen Abstiegsduell zwischen dem Hamburger SV und dem SC Freiburger feststellen konnte. Ganz lange Zeit sah es nach einem klaren Befreiungsschlag für die Breisgauer aus aber in der Nachspielzeit schaffte der HSV noch den Ausgleich und so endete die Partie 1:1. Knut Kircher, der den Schiri machte, hatte wieder einmal keinen guten Tag und so hätte auch dieses erste Spiel des vorvorletzten Spieltags ganz anders ausgehen können. Mit diesem Ergebnis brachte es allerdings keinem Team wirklich richtig viel aber der Abstiegskampf blieb spannend und damit der einzig verbleibende Fakt, um noch irgendwie von Spannung in der Bundesliga zu sprechen. Am Samstag machte dann erst einmal Eintracht Frankfurt auch wieder auf sich aufmerksam und siegte gegen 1899 Hoffenheim deutlich mit 3:1, was aber nicht diente, um große Aspekte in Sachen Spannung aufzubauen, die auf den letzten Metern der aktuellen Saison, aus den bekannten Gründen, auch wieder irgendwo her gezaubert werden müssen. Schon etwas länger, um nicht zu sagen seit feststeht, dass Jürgen Klopp den Verein verlässt, macht Dortmund irgendwie dauerhaft auf sich aufmerksam. So war es auch beim Spiel gegen Hertha BSC Berlin, welches die Borussia wieder einmal souverän mit 2:0 gewann und die Probleme für den Hauptstadtclub so noch größer in Sachen Tabellenkeller wurden, wie auf der anderen Seite die Abschiedstour von Kloppo ein immer größerer Erfolg wird.

Kommerz zerstört auch diesen Sport
Es ist schon sehr auffällig, was beim FC Bayern München los ist, seit man, unter den bekannten Vorzeichen, zum 25. Mal die Meisterschaft geholt hatte. Da fliegt auch schon einmal der Keeper der Bayern  mit einer roten Karte ziemlich früh raus. Eine Situation, die es so, wo es fürs Premiumprodukt der Liga noch um etwas ging, wohl kaum gegeben hätte. Den dazugehörigen Elfer konnte der FC Augsburg allerdings nicht verwandeln, trotzdem sollten sie am Ende in der bayerischen Landeshauptstadt mit 1:0 siegen, was natürlich einiges über den FCB aussagte, wenn man einmal von normalen Voraussetzungen sprechen kann. Das Skandalspiel am Samstagnachmittag gab es selbstverständlich im großen rheinischen Derby zwischen Borussia Mönchengladbach und Bayer 04 Leverkusen, was nicht überraschte, bekam man es doch überall, als das Millionenspiel verkauft. Verantwortlich war an dieser Stelle Schiedsrichter Peter Gagelmann, der den Leverkusenern den Sieg schlichtweg klaute, was auf Basis dessen, um was es in diesem Spiel ging, natürlich ein großes Geschmäckle hatte. Seit 1989 schafften die Gladbacher so etwas nicht mehr, was auch wieder für sich spricht. So siegten die Fohlen völlig unverdient mit 3:0 und die Machtfrage am Rhein auf diesem Weg zu klären, hat natürlich leider mit Sport auch relativ wenig zu tun. Dann gab es an diesem Wochenende auch wieder ein Nordderby und zwar zwischen Hannover 96 und Werder Bremen. In der niedersächsischen Landeshauptstadt sah es doch sehr lange nach einer Überraschung aus, was an der frühen Führung von Hannover lag, am Ende trennte man sich 1:1, was beide Teams nicht wirklich weiterbrachte aber im Abstiegskampf die Spannung natürlich ebenfalls weiter auf hohem Niveau hielt.

Von Fahrstühlen und Abstiegskampf
Auch am Abend sollte es zum Abschluss des Samstagsspieltags dann noch einmal um das Ende der Tabelle gehen und der VfB Stuttgart empfing den FSV Mainz 05. Hier sollte es dann auch noch einmal eine wirkliche Überraschung geben, welche man natürlich für völlige Normalität verkaufen wollte. Die Schwaben gewannen so tatsächlich mit 2:0, was ihnen allerdings nur von den Punkten her etwas brachte, Tabellenletzter blieben sie trotzdem. Auch hier darf der Hinweis auf die Spannung im Abstiegskampf natürlich nicht fehlen und man muss feststellen, dass es selbstverständlich nur eine billige Ersatzdroge dafür ist, um was es in der Liga eigentlich gehen sollte. Auch der Sonntag begann dann mit einem Spiel, in dem der Abstiegskampf ein Thema war, wie aber auch der Bereich hinter den Bayern, wo sich durch die eben angesprochenen Merkwürdigkeiten im rheinischen Derby natürlich auch etwas bewegt hatte. Die sauberste Lösung wäre ein Sieg des VfL Wolfsburg über den SC Paderborn gewesen. Das Schöne daran, dieses Ergebnis wäre auch keine Überraschung gewesen und so war der 3:1-Sieg für die Wölfe einfach völlig normal, womit es oben und unten in der Tabelle keine großen Erschütterungen gab und man es trotzdem noch gut verkaufen konnte. Zum Ende des Spieltags stand dann noch ein weiterer Klassiker im Rheinland an und die dortige Fahrstuhlmannschaft, der 1. FC Köln, empfing Schalke 04 und dies unter dem für Skandalspiele bekannten Wolfgang Stark, der aber ausnahmsweise einmal nur minimalen Einfluss nahm. S04 hatte offensichtlich nur noch bedingtes Interesse am internationalen Geschäft, anders war die Verweigerung dieses letzten Sonntagsspiel der Saison kaum zu erklären und so siegten die Kölner mit 2:0 und schafften eine Fristverlängerung in der Bundesliga. Es spricht auch nicht für den Fußball, dass die Kölner mit diesem, meistens absolut unattraktiven, Spiel den Klassenerhalt schafften aber bei den allgemeinen Problemen in diesem Sport, die sich auch an diesem letzten langen Spieltag der Saison zeigten, ist dies wirklich ein kleines Problem.

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