Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

So spielt man beim DFB mit dem Feuer

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. In einigen Stunden können die LÖWenherzen das Ticket für die WM 2018 in Russland lösen und werden dies wohl auch tun. In Stuttgart geht es dann gegen Norwegen, leider rückt der Sport vor allem auch durch den DFB immer mehr in den Hintergrund und selbst Trainer Joachim Löw spricht von Events. Es ist noch gar nicht so lange her, da hatte DFB-Chef Reinhard Grindel das Märchen der Dialogbereitschaft verbreitet, denn mehr war es offensichtlich nicht. Mit dem blamablen Fehlstart des Videobeweises in der Bundesliga hatte er beste Chancen zu belegen, dass er es ernst meinen würde und man hätte diese Technik stoppen können. Wie man weiß, nutzte er diese Chance nicht, stattdessen baute er den Eskalationskurs weiter aus, wie sich nach dem Spiel gegen Tschechien in Prag zeigen sollte. Diesen weiteren Grottenkick gab es wieder auf RTL, wo man sich linientreu in Sachen DFB gab, was mindestens genauso nervend war, wie die Eigenwerbung, welche nicht zum ersten Mal kritisiert werden muss. Wenn sich Fangesänge demnächst auch gegen solche Sender richten, sollte man bitte nicht überrascht sein aber wer wahre Fans pauschal aufs übelste beschimpft und dies Journalismus nennt, muss auch mit der passenden Antwort klar kommen. Natürlich gab es auch unschöne Szenen aber dies sollte man dann mit aller journalistischen Abgeklärtheit behandeln aber Populismus liegt eben voll im Trend. Zum Spiel braucht man kaum Worte zu verlieren, denn das absolut glückliche 2:1 für die LÖWenherzen, war so schlecht, dass selbst RTL es für den DFB nicht mehr schönreden konnte. Nachdem Spiel verließ die Mannschaft das Stadion ohne sich von den Fans zu verabschieden. Diese Kollektivstrafe, auf die man angeblich verzichten wollte, fand überall beim DFB großen Anklang, was wieder zeigte, warum man dort niemanden glauben sollte.

Völlig unverantwortlich
Dieses Verhalten der DFB-Auswahl sollte aber nur die Spitze des Eisbergs sein. Danach trat dann Grindel noch an die Öffentlichkeit und zeigte wieder sein wahres Gesicht, dafür bot ihm auch das Staatsfernsehen wieder eine Plattform und macht sich somit an den Folgen mitverantwortlich. Übrigens meinte man dort bei der ARD auch tatsächlich, dass es ein verdienter Sieg gewesen sei, was für sich selbst spricht. Zurück zu Grindel, der den Brandstifter gab und die normalen Zuschauer aufrief, sich gegen die wahren Fans zu stellen, welche sich für den Sport und gegen den Ausverkauf einsetzen. Eine solche Spaltung gezielt zu forcieren, ist sprichwörtlich brandgefährlich. Es scheint aber eine neue Strategie zu sein, so für noch mehr Unfrieden in den Stadien zu sorgen, um nachher wohl wieder kollektiv den Teil des Publikums angehen zu können, den man ganz offensichtlich aus diesem Sport drängen will. Man muss aber auch einmal ganz deutlich einen Teil der Nationalmannschaft kritisieren, denn Leistungen zu präsentieren, die rein gar nichts mit angeblichen Ansprüchen zu tun haben und dann noch pauschalisiert gegen wahre Fans zu agieren, kann wohl kaum ein hinnehmbarer Kurs sein. Manche scheinen dort doch längst vergessen zu haben, wer das Geld in die Kassen spült und dafür sorgt, dass manche Spieler berühmt werden. Auch hier sollte man nicht überrascht sein, wenn dies angemessen quittiert wird. In Prag wurde somit ein weiterer Tiefpunkt im deutschen Fußball gesetzt und man darf davon ausgehen, dass es noch lange nicht der letzte war. Jeder sollte verstanden haben, wie sehr sich viele Verantwortliche beim DFB am letzten Wochenende selbst disqualifiziert haben und wer dann noch meint, das abgedroschen Märchen vom Einzelfall präsentieren zu wollen, sollte sich einmal im Netz umschauen, wie breit die Front gegen den DFB längst ist.

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