Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Sollte das Saisonende 2015 vorgezogen werden?

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Es ist schon sehr erstaunlich, was sich in der Bundesliga am Wochenende tat oder auch nicht tat, nachdem am vorigen Spieltag die Meisterschaft, die Sache um die es eben geht, entschieden war. Der 31. Spieltag weckte doch an mancher Stelle den Wunsch danach, dass die aktuelle Saison mit dem 30. Spieltag geendet hätte. Positiv, wie ebenso auffällig, war an diesem durch den Maifeiertag verkürzten Spieltag, dass die Schiedsrichter im Verhältnisse zur bisherigen Spielzeit kaum Einfluss nahmen. Wo soll man anfangen? Da waren die Könige des 0:0 aus dem Rheinland und überraschten so gar nicht mit eben diesem Ergebnis im Schwabenland. Dieses torlose Unentschieden zwischen dem FC Augsburg und dem 1. FC Köln brachte allen Beteiligten nicht wirklich viel und kann damit auch ganz schnell abgehakt werden. Wenn auch mit einem Treffer mehr, war auch das Spiel zwischen Werder Bremen und Eintracht Frankfurt nicht gerade ein Leckerbissen und mit dem 1:0-Heimsieg für Werder war es keine schöne Heimkehr für Thomas Schaaf an seine alte Wirkungsstätte an der Weser. Auch wenn man es vom Ergebnisse her nicht gleich sieht, war die Partie zwischen Borussia Dortmund und 1899 Hoffenheim ganz munter aber auch dieses 1:1 brachte keins der Teams großartig weiter, auch wenn der BVB in der Rückrunde einen Run in der Tabelle hinlegte, wie es noch kein Team vorher schaffte. Das klare Gegenmodell stellt da Hannover 96 dar, die in der Rückrunde völlig abgestürzt sind und zum VfL Wolfsburg mussten, wo das Niedersachsenderby anstand, was sogar in der Autostadt für richtig gute Stimmung sorgte, die dort doch nicht allzu oft anzutreffen ist. Und hier gab es eine erste kleine Überraschung, denn die 96er sorgten dafür, dass die 2:0-Führung der Wölfe tatsächlich noch zu einem 2:2 wurde und sogar ein Sieg für Hannover war im Bereich des Möglichen. Den Wolfsburgern kann es relativ egal sein und H96 hat so etwas Luft im Abstiegskampf bekommen.

Der Süden der Republik
Aus Süddeutschland kommt auch weiterhin der Meister, was beim Verlauf der Saison wirklich niemanden überraschte und irgendwie auch vor Saisonbeginn scheinbar schon feststand. Ansonsten ist im Süden der Republik aber vor allem auch mächtig Abstiegskampf angesagt. So musste der VfB Stuttgart zu Schalke 04 und schaffte eine kleine Sensation im Bereich Dummheit. Nach der 1:0-Führung der Schalker drehten die Schwaben das Spiel und gingen selber mit 2:1 in Führung, um am Ende tatsächlich noch mit 2:3 zu verlieren und der Siegtreffer für S04 war dann auch noch ein Eigentor der Stuttgarter. Interessant an diesem Spiel war aber auch zu sehen, dass die Kluft zwischen den Führungsetagen der Vereine und den wahren Fans an immer mehr Stellen im Land größer wird, was auf Schalke durch beide Fanlager deutlich gemacht wurde. Ähnlich, wenn auch nicht ganz so schlimm, sollte es im Breisgau ablaufen, wo mit dem SC Freiburg und dem SC Paderborn zwei direkte Konkurrenten im Abstiegskampf aufeinandertrafen. Die Freiburger gingen mit 1:0 in Führung aber auch sie verspielten diese und verloren am Ende mit 1:2, womit der Westen auch hier die Nase vorn hatte und der SCP einen sehr wichtigen Sieg gegen den Abstieg schaffte. Nach den sechs Partien vom Samstagnachmittag, da es, aus den erwähnten Gründen, kein Freitagsspiel gab, stand dann das Topspiel am Abend an und das Premiumprodukt der Liga musste ins Rheinland. Bayer 04 Leverkusen empfing den FC Bayern München und siegte souverän mit 2:0. Eigentlich kaum vorstellbar, allerdings ist die Saison für die Bayern eben auch längst durch, was diesen Sieg nicht so besonders machte aber trotzdem für riesigen und nachvollziehbaren Spaß in Leverkusen sorgte. Aber auch so etwas wirft Fragen betreffend der Bundesliga auf, da es eben, wie der restliche Spieltag auch, ein Geschmäckle hatte. Natürlich war es aber noch nicht vorbei, standen doch noch die Sonntagsspiele an und eines sollte für die Frage nach der Macht am Rhein nicht unerheblich sein.

Ein vorletzter Sonntag
Keine Sorge, auch nachdem kommenden Sonntag wird es weitere geben aber keinen mehr in der Saison 2014 / 2015, denn die dann folgenden beiden letzten Spieltage werden jeweils wieder, wie jedes Jahr, in einem Rutsch am Samstagnachmittag ausgespielt. An diesem Sonntag stand dann auch gleich wieder Abstiegskampf pur auf dem Plan, wobei es diesmal um den Norden der Republik ging und der Hamburger SV zum FSV Mainz 05 musste. Dort am Europakreisel sollte es dann auch noch ein kurioses Skandalspiel geben, welches von vielen Karten inklusive eines Platzverweises gegen die Mainzer geprägt war. Bei Schiedsrichter Peter Sippel konnte man an diesem Nachmittag durchaus wieder einmal von Kontrollverlust sprechen. Das Kuriose war, dass die Mainzer mehr Tore schossen aber doch mit 1:2 verloren, da ein Eigentor dabei war, womit der HSV ebenfalls einen echten Befreiungsschlag landen konnte, was die Hoffnung wachsen lässt, dass der Dino auch diesmal den Klassenerhalt schaffen wird. Zum Abschluss des Spieltages ging es dann in die Hauptstadt, wo Hertha BSC Berlin auf Borussia Mönchengladbach traf und alle Leverkusener den Berlinern die Daumen drückten, was allerdings nichts brachte, denn die Fohlen holten ebenfalls einen 2:1-Auswärtssieg, der sich allerdings ganz anders darstellte, als noch im Spiel zuvor. Ein recht früher Treffer der Gladbacher wurde umgehend von den Berlinern gekontert und dann tat sich bis kurz vor Schluss in Sachen Tore gar nichts mehr und dann der Siegtreffer, der aber auch nur bedingte Bedeutung hat. Jetzt entscheidet sich die Machtfrage am Rhein eben am kommenden Wochenende im direkten Duell zwischen Gladbach und Leverkusen. Am Ende dieses Spieltags muss man sagen, dass er, selbstverständlich auch im Staatsfernsehen, vor allem als PR-Termin für das am Mittwoch folgende Spiel des FCB gegen den FC Barcelona genutzt wurde und man in diesem Zusammenhang gerne vom deutschen Fußball sprach. Wenn die Bayern der deutsche Fußball sind, erklärt dies zu mindestens die großen Probleme dort. Außerdem ist es falsch, zu behaupten, dass alle nun die Daumen für die Münchener drücken würden, denn nicht nur Uli wird dies am Mittwoch mit Sicherheit nicht tun.

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