Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Soweit kann Schulsport kommen

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Nachdem es im Wortsport des Monats schon um einen Traditionsclub aus Nordrhein-Westfalen ging, soll dieser nun auch an dieser Stelle vorgestellt werden und es ist so etwas, wie eine Hommage an den Schulsport, wie man später noch sehen wird.

Es geht um Alemannia Aachen oder ganz genau gesagt, um den Aachener Turn- und Sportverein Alemannia 1900 e. V. Es ist der größte Sportverein in Aachen und die erste Fußballmannschaft, um die es hier natürlich geht, stieg 2013 in die Regionalliga West ab.

Von 1967 bis 1970, sowie in der Spielzeit 2006 / 2007 spielte man in der Bundesliga. Neben der Fußballabteilung gibt es, wie bei den meisten großen Sportvereinen, noch weitere Sparten, welche hier aber keine Rolle spielen sollen.

Damals in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts brachten ortsansässige englische Kaufleute und Industrielle auch den Fußball ins westliche Rheinland. Es war dann im Dezember 1900 als 18 Schüler verschiedener Aachener Schulen, die gemeinsam trainierten, den Fußballklub Aachen gründeten. Eigentlich wollte man sich 1. FC Aachen nennen, allerdings war dieser Name durch einen kurz zuvor gegründeten und bald wieder aufgelösten Verein belegt und so nannte man sich Alemannia Aachen. Der Name Alemannia, abgeleitet von Alemannen, sollte das Deutschtum im äußersten Westen des Landes betonen.

Im September 1919 fusionierte  man dann mir dem Aachener TV 1847 und nannte sich Aachener TSV Alemannia 1847. Schon im Januar 1924 trennte man sich aber wieder und der Verein sollte seinen heutigen Namen Aachener Turn- und Sportverein Alemannia 1900 e. V. erhalten.

Der ATSV Alemannia, wie man abgekürzt auch gerne sagt, hatte in seiner Geschichte weitere Abteilungen, die allerdings heute allesamt nicht mehr existieren. Um in der heutigen Zeit zu bleiben, sollte noch erwähnt werden, dass der Verein im März 2012 circa 8.700 Mitglieder hatte.

Einen nicht unerheblichen Einschnitt sollte es bereits im August 2006 geben, als die Mitgliederversammlung rückwirkend zum Jahresbeginn des gleichen Jahres beschloss, alle Mannschaften von der U13 aufwärts bis zur Lizenzspielerabteilung in die neugegründete Alemannia Aachen GmbH auszugliedern.

Im Juni 2010 verkündete Sportdirektor Erik Meijer dann auf der Mitgliederversammlung schließlich auch noch die Änderung des Vereinslogos. Das traditionelle Wappen, welches zum ersten Mal 1925 verwendet worden war, kehrte so zur Saison 2010 / 2011 auf die Trikots zurück.

Schlag auf Schlag sollte es weitergehen und im November 2012 kündigte die GmbH an, dass ein Insolvenzplanverfahrens wegen Zahlungsunfähigkeit eingeleitet würde, welches Anfang Juni 2013 eröffnet und dann im Januar 2014 beendet wurde. Kurz danach wurde schließlich mit Alexander Mronz auch gleich noch ein neuer Geschäftsführer eingestellt.

Aus verschiedenen Gründen bestehen intensive und sehr freundschaftliche Kontakte zum niederländischen Profiklub Roda JC Kerkrade, was für den Verein, wie auch für die Fans gilt und nicht nur daran liegt, dass beide Vereine die gleichen Vereinsfarben haben.

Pfeiff das Spiel an und setz den ersten Kommentar

Du hast den Ball