Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Spannung oder Support?

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Der 12. Spieltag, welcher durch die Länderspielpause etwas verkürzst war, begann somit erst am Samstagnachmittag, dafür allerdings direkt mit sechs Spielen. In fünf dieser Partien sollten jeweils vier Tore fallen und im verbleibenden sogar fünf. Selbstverständlich fielen auch wieder Schiedsrichter äußerst negativ auf, womit irgendwie alles so war, wie es auch bis zum letzten Spieltag gelaufen war. Warum sich die Frage stellt, ob es um Spannung oder Support ging, wird sich gleich auch direkt aufklären. Blendet man den 4:0-Heimsieg des FC Bayern München gegen 1899 Hoffenheim aus, betrachtet man also die Bundesliga nicht als Markt, wo es nur ums Forcieren eines Premiumproduktes geht, war es ein richtig spannender Spieltag. Da der FCB aber leider weiterhin die Bundesliga im Gesamten zu einer langweiligen Lachnummer verkommen lässt, muss man festhalten, dass einige Ergebnisse Support für diesen Zustand boten. Da war Borussia Mönchengladbach, die vor heimischem Publikum gegen Eintracht Frankfurt mit 1:0 in Führungen gingen, um am Ende allerdings noch mit 1:3 gegen die Hessen zu verlieren. In dieser Partie fiel dann einmal mehr Bastian Dankert negativ auf, der den Fohlen einen klaren Treffer wegen Abseits nicht gab aber wahrscheinlich hätten sie das Spiel auch mit diesem Anschlusstreffer nicht mehr gedreht, was an dem Fehler allerdings nichts ändert. Der VfL Wolfsburg, der andere Verfolger der Bayern, patzte bei Schalke 04. Die Schalker gingen ebenso überraschend, wie auch souverän mit 3:0 in Führung und sollten am Ende knapp aber verdient mit 3:2 siegen.

Skandalspiel in Paderborn
Bevor es Fakten zum Skandalspiel des Samstagnachmittags gibt, muss man sagen, dass Bayer 04 Leverkusen endlich wieder richtig souverän spielte und sogar Stefan Kießling wieder ein Tor schoss und somit seinen Teil zu einem äußerst verdienten 3:1-Auswaärtssieg bei Hannover 96 beitrug. Etwas unglücklich verlief es an diesem Nachmittag für den SC Freiburg, der es fast geschafft hätte schon wieder zu gewinnen und zwar mit 2:1 beim FSV Mainz 05, allerdings schossen die Mainzer noch ein Last-Minute-Tor und retteten sich so ein 2:2. Nun aber zum Skandalspiel zwischen dem SC Paderborn und der Borussia aus Dortmund. Der Blick auf die Tabelle ließ vermuten, dass es ein offenes Spiel sein könnte, realistisch betrachtet, war der BVB allerdings der haushohe Favorit. Es sollte aber alles ganz anders kommen, was irgendwie absehbar war, stand doch Wolfgang Stark auf dem Platz, womit klar war, dass es keine starke Schiedsrichterleistung geben würde und dies manifestierte sich vor allem an zwei Fakten gegen die Borussia. Wie auch schon die andere Borussia, bekamen auch die Dortmunder einen klaren Treffer nicht anerkannt, was in diesem Fall allerdings unterm Strich der Siegtreffer gewesen wäre und nicht nur Einfluss aufs Torverhältnis, wie es bei den Gladbachern der Fall gewesen war, gehabt hätte. Dies war aber noch lange nicht alles, denn Marco Reus wird wohl für weitere Wochen ausfallen, nachdem er aufs Übelste gefoult wurde. Da der Foulende gerade einmal nur die gelbe Karte sah, muss man im Gesamten von einem weiteren Skandalspiel unter Stark sprechen.

Die rheinische Fahrstuhlmannschaft und der Derbysonntag
Zum Ausklang dieses Samstagsspieltages stand dann am Abend noch eine Partie am Rhein an, wo die dortige Fahrstuhlmannschaft, der 1. FC Köln, auf Hertha BSC Berlin traf. Hatten die Kölner bislang doch einen eher sehr glücklichen Start bei ihrer Rückkehr ins Oberhaus des deutschen Fußballs erwischt, sieht es nun zunehmend gar nicht mehr so gut aus. Da passte es dann auch ins Bild, dass man in der Domstadt 1:2 gegen die Kicker aus der Hauptstadt, die in dieser Saison auch nicht gerade einen Lauf haben, verlor. Mit diesem Ergebnis wurde dann übrigens der Durchschnitt von vier Treffern für diesen Samstag endgültig zementiert. Damit fehlten noch zwei Spiele, welche dann wieder, wie man es gewohnt ist, am Sonntag stattfinden sollten und es waren gleich zwei Derbys. Den Anfang machte das legendäre Nordderby zwischen dem Hamburger SV und Werder Bremen, womit vor dieser Saison allerdings nicht wirklich zu rechnen war, war der Fakt, dass es ein absolutes Kellerduell werden sollte. Dieses 101. Nordderby war bis zur 84. Minute ein absolut lahmer Kick, wo eigentlich nur der Unparteiische Felix Zwayer und sein Kartenspiel auffällig waren. Die letzten Minuten hatten es dann aber in sich und sorgten für einen letztendlich auch verdienten 2:0-Sieg für den HSV. Zum Ende gab es dann noch das Schwabenderby zwischen dem VfB Stuttgart und dem FC Augsburg, auch hier fehlte der Pepp und außerdem sorgte Schiri Thorsten Kinhöfer für das nächste Kartenspiel und war somit der auffälligste Akteur, dezimierte er die Stuttgarter doch schon sehr früh, was mindestens fragwürdig war. Fragwürdig war dann auch der Elfer, mit dem er die Augsburger dann endgültig zum 1:0 Auswärtssieg führte und der Spieltag so mit dem nächsten Skandalspiel endete.

Pfeiff das Spiel an und setz den ersten Kommentar

Du hast den Ball