Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Terror – Osterhase – Bundesliga

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Der BALLacker wünscht erst einmal allen Lesern ein frohes Osterfest. Natürlich geht es diesmal um den Osterspieltag in der Bundesliga, wobei es nur am Rande um die einzelnen Spiele gehen wird. Dies liegt noch nicht einmal daran, dass die großen Überraschungen, aus den bekannten Gründen, auch weiterhin ausblieben. Auch die üblichen Schiedsrichterprobleme, welche am Osterwochenende ebenfalls wieder vielfach eine maßgebliche Rolle spielten, was halt längst auch schon traurige Normalität ist, waren nicht der Grund, warum die Spiele hier nicht im Mittelpunkt stehen werden. Wer nun auf den Osterhasen hofft, wird enttäuscht, denn auch er trägt keine Verantwortung. Der Grund für diesen etwas anderen Spieltagsbericht ist natürlich der äußerste ominöse Angriff auf den BVB vor fast genau einer Woche. Dieser Zwischenfall wurde auch massiv dazu genutzt, dass versucht wurde, den großen Religionskrieg auch im Fußball zu etablieren, was nicht ohne Konsequenzen bleiben dürfte. Zum Thema Religion passt übrigens auch, dass es traditionell erst am Ostersamstag losging und dies da Karfreitag spielfrei war. Wie sinnvoll dies in Zeiten ist, wo die nicht enden wollende Kirchenaustrittsflut die schwindende Bedeutung der Kirchen auch in Deutschland belegt, erklärt sich von selbst. Eigentlich gaben die Spiele am Osterwochenende einiges her, was noch einmal unterstrich, wie traurig die aktuellen Entwicklungen sind.

Die Sache mit dem ominösen Anschlag
Ausgerechnet bei Borussia Dortmund stand das Hochrisikospiel gegen Eintracht Frankfurt an und hier versuchte man, vor allem auch im Staatsradio, die ganz große Normalität zu verbreiten und man kann sich selber ausmalen, wie viel dies mit den Realitäten zu tun hatte. Es war Burkhard Hupe, der hier das Gefühl verbreitete, einen direkten staatlichen Auftrag auszuführen und man muss darauf hinweisen, dass er nicht das erste Mal negativ auffiel. Am Ende stand es dort 3:1 und natürlich muss man anmerken, dass es fraglich war unter den allgemeinen Begebenheiten überhaupt zu spielen. Dies gilt übrigens für diesen gesamten Spieltag und damit ebenfalls für das große Kellerduell zwischen dem VfL Wolfsburg und dem FC Ingolstadt, welches 3:0 endete. 1899 Hoffenheim gegen Borussia Mönchengladbach war dann unter Schiri Christian Dingert eines der ganz großen Schiedsrichterskandalspiele an diesem denkwürdigen Fußballwochenende. Man versteht somit, warum man das 5:3 auch nicht wirklich bewerten kann. Der FC Augsburg empfing den 1. FC Köln und nach dem Abpfiff stand nicht nur ein 2:1 im Raum, denn es endete im völligen Kontrollverlust durch Schiedsrichter Guido Winkmann und seinem lächerlichen Platzverweisfestival. Durch Köln muss man auch hier noch einmal auf den Terror zu sprechen kommen, denn dieser wurde am Wochenende ebenfalls in die Domstadt getragen. Terrorgefahr ist in der Hauptstadt allgemein ein Thema aber dort gab es an Ostern keine Bundesliga, denn Hertha BSC Berlin trat beim FSV Mainz 05 an und da stand am Ende ein 1:0 auf dem Zettel. Dort war das Schiedsrichterproblem ebenfalls wieder ein Thema, was an Deniz Aytekin an der Pfeife lag.

Die Problemmannschaften und das Nordderby
Am Samstagnachmittag stand dann noch ein ganz anderes, sehr großes Problem im Fußball auf dem Programm und so trafen RB Leipzig und der SC Freiburg aufeinander und natürlich gewannen dort die Antitraditionalisten mit 4:0, womit der Schaden am Fußball auch an dieser Stelle wieder größer wurde, wie auch ein Blick auf die Tabelle verrät. Abends gab es dann noch die Partei zwischen Bayer 04 Leverkusen und dem FC Bayern München, womit dort durch die zweite Problemmannschaft der Ärger ebenfalls vorprogrammiert war, was sich nicht nur auf die besonderen Sicherheitsvorkehrungen bezog, welche es durch die Vorkommnisse von Dortmund ebenfalls dort am Rhein gab. Schiedsrichter Daniel Siebert gab hier den großen Helfer für den FCB, was auch einen lachhaften Platzverweis gegen Leverkusen zur Folge hatte. Am Ende ging diesmal die Kritik in erster Linie nicht gegen das gescheiterte Leverkusener Management, sondern gegen den nicht Unparteiischen, welcher der Werkself, gegen bekannt schwache Bayern, zwei Punkte klaute. Auch am Osterwochenende gab es ein Derby und zwar den großen Klassiker im Norden, wo Werder Bremen und der Hamburger SV gegeneinander spielten. Konnte man das gesamte Wochenende hören, dass man doch unbedingt zur Normalität zurückkehren wollte, geschah an der Weser genau dies, denn dort wurde der HSV-Bus massiv von Bremern angegriffen, was zum Skandal gemacht wurde, obwohl, so hart es klingen mag, auch dies Teil der Normalität im Fußball ist. Dazu zählt leider aber auch, dass Schiris, wie in diesem Fall Mr. Phantomtor Felix Brych, immer wieder angesetzt werden und natürlich sollte er für Diskussionen sorgen. Das 106. Nordderby endete dann nach einer dieser ewigen Nachspielzeiten mit 2:1. Ganz zum Ende eines sehr speziellen Osterspieltags trafen dann noch Darmstadt 98 und Schalke 04 aufeinander. Es sollte zu einem wirklich kuriosen und damit angemessenen Spiel kommen, welches die Lilien mit 2:1 gewannen und so noch nicht abgestiegen sind, was ohne einen Sieg anders ausgesehen hätte. Einen verschossenen Elfer gab es genauso, wie einen umstrittenen Platzverweis, womit auch in Südhessen der Mann an der Pfeife, in dem Fall Patrick Ittrich, im Mittelpunkt stand.

Was bleibt?
Die üblichen Schiebereien in diesem Geschäft gingen trotz des Angriffes von Dortmund unvermindert weiter, was einfach nur erbärmlich ist aber auch zeigt, worum es im Fußball wirklich geht und dies ist mit Sicherheit nicht die Menschlichkeit. Dieser falsche Weg wird von den Staatsmedien unterstützt, was wieder einmal belegt, dass die Zwangsabgabe namens Rundfunkbeitrag nicht gerechtfertigt ist. Natürlich wird der Widerstand gegen ARD und ZDF so verständlicherweise ebenfalls weiter zunehmen. Man muss aber auch noch einmal nach Dortmund schauen, denn dort etabliert sich im Moment eine Unwahrheit und zwar, dass die Spieler des BVB antreten mussten. Fakt ist, jeder einzelne Spieler konnte frei wählen und man hat sich eben dazu entschieden aufzulaufen. Sicherlich spielte an dieser Stelle die Diktatur des Kapitals eine Rolle aber dies sollte dann doch bitte ganz offen kommuniziert werden, damit es jeder versteht. Selbstverständlich gaben das Management und der Trainer ein besonders trauriges Bild ab, denn sie hätten den Spielern die Entscheidung abnehmen können, da dies nicht geschah, wurden die Spieler von dieser Seite unnötig unter Druck gesetzt. So bleibt am Ende ein Spieltag, welcher völlig normal war und genau dies hätte nicht passieren dürfen und da kann man sich auch nicht mit der zynischen Ausrede herausreden, man wolle dem Terror keinen Sieg gönnen, vor allem da die Tatumstände noch nicht einmal im Ansatz geklärt sind und man weiß, wie viele Fragezeichen in diesem Bereich am Ende immer bleiben. Man darf auch nicht die Rolle vergessen, welche Thomas de Maizière (CDU) in Sachen Sport aber auch beim Terror spielt.

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