Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Torflut unter bekannten Vorzeichen

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Was soll man zum 21. Spieltag sagen? Es gab schön viele Tore und eigentlich lief doch fast alles genau, wie man es erwarten konnte und musste. Am Freitagabend ging es relativ überraschungslos mit einem 2:0-Heimsieg des FSV Mainz 05 gegen Hannover 96 los, bevor es Samstagnachmittag Tore regnen sollte. Da war das 4:0 vom FC Bayern München über den SC Freiburg. Hier lobten die etablierten Massenmedien, wie gewohnt vor allem auch die Chefetage des FCB, denn die Straftäter Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge haben jetzt noch mehr Kapital zur Verfügung und was dies bedeuten wird, überrascht niemanden, noch mehr Kommerz. Auch keine Überraschung war der Ausgang der Wiederholung einer Partie des DFB-Pokal-Viertelfinals unter der Woche, wo Borussia Dortmund bei der Eintracht aus Frankfurt gesiegt hatte. Diesmal siegte der BVB vor heimischem Publikum sogar mit 4:0, also noch deutlicher, als zuletzt beim Auswärtsspiel am Main. Weniger Tore gab es an der Weser, wo Werder Bremen auf Borussia Mönchengladbach traf, die dort auch nach 27 Jahren nicht siegen konnten und man sich mit einem 1:1 trennte, was den Druck auf Trainer Robin Dutt nicht weniger werden lässt. Ordentlich klingelte es dann auch wieder beim großen Duell im Süden zwischen 1899 Hoffenheim und dem VfB Stuttgart, wo die Hoffenheimer mit 4:1 siegten. Abends zeigte sich dann ein weiterer Trend bei der Werkself, erst strauchelt man gegen vermeintlich schwächere Mannschaften, wie den 1. FC Kaiserslautern unter der Woche vor heimischen Publikum und dann passiert dies auch gegen Mannschaften, wie Schalke 04, an gleicher Stelle. So schoss Bayer 04 Leverkusen nicht ein Tor bei dieser 2:1-Niederlage am Rhein.

Der Krawall geht weiter
Noch einmal zurück zu den Nachmittagsspielen vom Samstag, wo es noch ein Derby gab, das Nordderby zwischen Eintracht Braunschweig und dem Hamburger SV. Auch dies war so etwas wie ein Topspiel, ging es doch um den knallharten Abstiegskampf zwischen dem Letzten der Tabelle und dem Vorletzten. Der Letzte, die niedersächsische Eintracht, gewann mit 4:2 gegen den HSV. Logische Folge war, nach vorheriger Rückendeckung, die Entlassung des HSV-Trainers Bert van Marwijk und, wie in der Woche zuvor, Krawall. Nachdem es im Spiel schon ordentlich Pyro gab, richtet sich die Gewalt der Fans diesmal nachdem Spiel gegen die Polizei. Am Sonntag traf dann das Schwabenland mit dem FC Augsburg aufs Frankenland und die Partie zwischen dem FCA und dem 1. FC Nürnberg endete nicht im Sinne der allgemeinen Torflut des Vortags, dafür aber schon mit einer kleinen Überraschung, denn die Franken sollten die Partie im Schwabenland mit 1:0 gewinnen. Mittlerweile war dann auch klar geworden, dass Mirko Slomka nun den HSV retten soll, immerhin die einzige Mannschaft, die seit der Gründung der Bundesliga immer dabei war. Man wird bald schon sehen, ob Slomka dieser großen Aufgabe gewachsen ist. Zum Abschluss des Spieltags trat dann in der Hauptstadt noch Hertha BSC gegen den VfL Wolfsburg an. Mit einem 1:2 endete der Spieltag dann ohne großes Aufsehen und man darf nun gespannt sein, wie es in den nächsten Tagen und Wochen, vor allem auch im Norden der Republik und den dortigen Brandherden weitergehen wird.

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