Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Tormangel und viele Ausschreitungen

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Am Freitagabend war es endlich soweit und die Euro 2016 in Frankreich startete. Im Auftaktspiel traten Frankreich und Rumänien in St. Denis gegeneinander an. Für die Franzosen war es das erste Pflichtspiel nach dem Aus gegen Deutschland bei der WM 2014 in Brasilien. Frankreich schoss dann erst einmal das erste Tor des Turniers und sollte auch noch mit 2:1 gewinnen. Es war allerdings ein wirklich knapper Sieg und man hatte von einem Titelfavoriten schon mehr erwartet. Es war der erste Abend im Turnier, allerdings schon der zweite mit Ausschreitungen in Marseille, mit maßgeblicher Beteiligung der Engländer. Man fragte sich, ob man sich vielleicht in Sachen Sicherheit zu sehr auf das Thema Terror fixiert hatte. Ein Thema, welches schon nach dem ersten Spieltag ziemlich nerven sollte. Der zweite Spieltag begann dann am Samstag, wo ebenfalls in der Gruppe A noch Albanien und die Schweiz in Lens aufeinandertrafen. Hier war der Außenseiter auch ziemlich stark, verlor allerdings trotzdem ebenfalls. Die Schweiz schaffte so mit einem 1:0-Sieg ihren ersten Auftaktsieg bei einer Europameisterschaft überhaupt. Gastgeber Frankreich sollte aber trotzdem nach der ersten Runde die dortige Tabelle anführen. Danach eröffnete auch schon gleich Wales und die Slowakei, die zuletzt Deutschland mit 3:1 besiegten, in Bordeaux die Gruppe B. Wie zuvor die Schweizer, gingen auch die Waliser früh in Führung und dies natürlich durch einen Treffer von Gareth Bale. Am Ende eines munteren Spiels sollte Wales dann auch mit 2:1 gewinnen.

Schwere Krawalle beim Spiel in Marseille
Einen richtig großen Knaller, was man durchaus sprichwörtlich nehmen sollte, gab es dann noch im Abendspiel in der Gruppe B und in Marseille trafen die Engländer, die auch noch nie ein Auftaktspiel bei einem solchen Turnier gewinnen konnten, auf Russland. Überraschend war nicht, dass es auch direkt vorm Spiel massive Ausschreitungen gab, welche dafür sorgten, dass eine erste Person in Lebensgefahr schwebte. Somit wurde deutlich, dass man dieses Risiko tatsächlich massiv unterschätzt hatte. Zum Spiel kann man sagen, dass es die bislang größte Stimmung gab, wofür natürlich die Engländer verantwortlich waren und auch auf dem Platz war gleich richtig Alarm. Das Turnier sollte mehr und mehr in Fahrt kommen, wenn man von Toren absieht. Man kann sagen, beide Teams hatten ihre Halbzeit und so ging das 1:1 auch in Ordnung und die Engländer konnten wieder kein Auftaktmatch gewinnen. Rückten die Krawalle den Tag über bis ans Stadion heran, kamen sie mit dem Abpfiff auch im Stadion an und so gab es ebenfalls auf den Rängen Randale. Außerdem gab es kurz vorm Abpfiff auch noch Pyro im Block der Russen. Nun musste man sich fragen, ob, wie so vieles in Frankreich, sich auch die große Sicherheit nur auf Paris bezog. Man sollte nun auf der einen Seite hoffen, dass es nicht so ist und auf der anderen, dass, wenn es doch so ist, es nur bei Fanausschreitungen bleibt, die man dann auch noch aus Nizza gemeldet bekam.

Der große Tormangel
Mit großer Spannung wurde selbstverständlich aber vor allem der gestrige Sonntag erwartet, wo der Spieltag mit der Eröffnung der Gruppe D und der Partie zwischen der Türkei und Kroatien in Paris begann. Natürlich bot dieses Spiel Emotionen ohne Ende und es zeigte sich, dass die Sache mit den Kontrollen auch in der französischen Hauptstadt in der Realität ganz anders aussah, als man es die ganze Zeit im Vorfeld kommuniziert hatte. Flitzer und Böller, all dies bot dieses Spiel, welches die Kroaten mit 1:0 gewannen und so erster Tabellenführer in dieser Gruppe wurden. Dann wurde auch endlich die Gruppe C in Nizza eröffnet und wenn man böse wäre, hätte man behaupten können, dass das Vorpragramm für die LÖWenherzen anstand, denn Polen traf auf Nordirland. Man erwartete nun endlich einmal ein wahres Torfestival, was allerdings in den ersten 45 Minuten ausblieb, was wiederum zeigte, wie gut die Nordiren mauerten und man hoffte so auf die letzten 45 Minuten. Kurz nach dem Wiederanpfiff gab es dann auch das erste Tor für die Polen und auch wieder Böller, was schon nicht mehr irritierte. Was hingegen irritierte, es sollte das einzige Tor bleiben und es wurde das bislang langweiligste Spiel des Turniers. Immerhin war es der erste polnische Sieg bei einem solchen Turnier überhaupt. So wurden natürlich auch gleich sehr gute Voraussetzungen für Deutschland geschaffen, die Tabellenführung direkt zu übernehmen. Dafür musste natürlich der große Mangel an Toren endlich enden, was längst überfällig war.

Krawalle auch in Lille
Dann war es endgültig soweit und mit dem Abendspiel ging es auch endlich für die LÖWenherzen los, die in Lille auf die Ukraine trafen und dieses Spiel war ebenfalls ein Risikospiel. So gab es auch bei dieser Partie vorab Krawalle, denn deutsche Fans gingen vor dem Spiel in der Innenstadt auf Anhänger der Ukraine los. Spätestens jetzt war es amtlich, das Sicherheitskonzept der Franzosen war nicht aufgegangen. Konzept war auch ein gutes Stichwort für die DFB-Auswahl, denn man blieb selbigen treu, was zur Folge hatte, dass man nur mit viel Glück nach einem Standard mit 1:0 in die Pause ging. Bis dahin musste man sich fragen, was der tiefere Sinn des Trainingslagers war aber es sollten noch mindestens 45 Minuten folgen. Beide Teams boten erst einmal auch weiterhin ein wahres Fehlpassfestival und auf ein Torfestival musste man auch hier weiter warten. In der Nachspielzeit fiel noch das 2:0, welches das Ergebnis etwas verfälschte und Deutschland zum Tabellenführer machte und zum Ergebnis mit der höchsten Tordifferenz bis zu diesem Zeitpunkt führte. Fußball kann so verrückt sein. Erwähnenswert ist auch noch, dass es nicht nur wieder etwas glücklich war, sondern auch ein Dank an England gehen muss, was eine gewisse Ironie in sich hat, von dort kam nämlich der Schiedsrichter, der den Weltmeisterbonus gab. Ein Satz noch zum Staatsfernsehen, wo das Turnier übertragen wird. Die Qualität der auf ARD und ZDF ausgestrahlten Inhalte war bislang gar nicht europameisterlich, also alles ganz normal. Auch die Schiedsrichterleistungen befanden sich übrigens bis dahin auf diesem Niveau. Zum Schluss sei noch darauf hingewiesen, dass dieses Turnier auch den sechsten Geburtstag von Der BALLacker darstellt, der den Betrieb im Sommer 2010 zur Weltmeisterschaft in Südafrika aufgenommen hatte.

Bislang ein Ballkontakt

  1. 15. Juni 2016

    | 07:35

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