Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Tradition seit 1911

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Während diese Woche wieder vom internationalen Vereinsfußball geprägt ist, geht es diesmal in ein Stadion, wo es auf dieser Ebene schon eher etwas länger ruhig ist aber trotzdem gibt es dort richtig viel Tradition. Es geht ums Vonovia Ruhrstadion, wo der VfL Bochum im Stadtteil Grumme an der Castroper Straße seine Heimspielstätte hat. Dieses reine Fußballstadion, welches man eigentlich einfach nur Ruhrstadion nennt, liegt nordöstlich der Bochumer Innenstadt und fasst 29.299 Zuschauer. Die überdachten Plätze teilen sich in 16.174 Sitzplätze und 13.125 Stehplätze auf.

Der VfL Bochum und seine Vorgängervereine spielen an diesem Ort bereits seit fast genau 105 Jahren Fußball. So pachtete schon im Jahr 1911 der SuS Bochum 08 einen Sportplatz an der Castroper Straße, was das Bochumer Stadion, zu einem der traditionsreichsten Wettkampfstätten im deutschen Profifußball macht. Die Wiese, um welches damals ging, trug umgangssprachlich den Namen Dieckmanns Wiese, da der Verpächter Bauer Dieckmann war. Das erste offizielle Fußballspiel an der Castroper Straße fand im Oktober 1911 vor gut 500 Zuschauern statt und der SuS 08 spielte damals gegen den VfB Hamm.

Erst nach dem Ersten Weltkrieg wurde aus Dieckmanns Wiese mehr und so entstand das Stadion an der Castroper Straße. Von 1921 bis ins Jahr 1979 spielte der VfL Bochum bzw. seine Vorgängervereine dort und es wurden viele Fußballschlachten geschlagen und Geschichte geschrieben. Natürlich veränderte sich das Stadion in dieser Zeit auch immer wieder.

So waren auch 1979 wieder Umbauarbeiten im Gange, die im Juli abgeschlossen wurden und dann konnte der Kern des heutigen Stadions unter dem neuen Namen Ruhrstadion Bochum mit einem Spiel gegen die SG Wattenscheid 09 eingeweiht werden. Damals fasste das Stadion noch 49.522 Zuschauer, dies sollte sich aber in den folgenden Jahrzehnten immer wieder verändern.

Seit August 2003 hat VfL Bochum auch ein fünfstöckiges Stadioncenter hinter der Nordtribüne und dieses bietet Raum für die Geschäftsstelle, die Nachwuchsabteilung, den Vorstand, die Mannschaft und für die Betreuung von rund 1.250 VIPs. Im Erdgeschoss des Stadioncenters findet man den Fanshop und 8zehn48, einen Gastrobereich, wo man zum Beispiel auch Auswärtsspiele der Bochumer sehen kann.

Der Namen des Stadions wechselte zwischenzeitlich auch immer wieder, was dem Handel mit Namensrechten geschuldet ist, auch eine dieser Ideen aus dem Bereich des Kommerzwahns, der bei den wahren Fans nicht gut ankommt, was auch für den Bochumer Anhang gilt. Im Juli diesen Jahres gab es dann eine weiter Umbenennung und der VfL Bochum gab auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Wohnungsunternehmen Vonovia und der Stadt Bochum bekannt, dass das Stadion zukünftig Vonovia Ruhrstadion heißen soll und dies zunächst für die kommenden fünf Jahre. Auch wenn der traditionsreiche Name so ein Bestandteil geblieben ist, sind da noch die bereits genannten Probleme und in den Herzen der Fans wird es eben einfach nur das Ruhrstadion bleiben, was auch daran liegt, dass Tradition keine Handelsware ist.

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