Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Und dann kam der Herbst

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Ein erstes langes Herbstwochenende neigt sich nun dem Ende zu und auch in der Bundesliga wurde es am 6. Spieltag zum Teil ganz schön herbstlich. Am Freitagabend sollte es wieder mit Antifußball losgehen und RB Leipzig siegte in der sächsischen Metropole mit 2:1 über den FC Augsburg und zeigte so weiter deutlich das Problem für die Liga auf. Das Staatsfernsehen feierte wieder einmal Chancen von RB, welche sie bei anderen Mannschaften noch nicht einmal erwähnt hätten, was auch zeigte, auf welcher Seite man dort steht. Dies wiederum kennt man aber schon in Bezug zum zweiten großen Problem der Liga, dem FC Bayern München, dieser spielte vor heimischem Publikum am Samstagnachmittag gegen den 1. FC Köln und dies vor allem endlich auf neuem Rasen, hatte man doch den schon lange nicht mehr hinnehmbaren Acker endlich ausgetauscht. Ein Unentschieden war vorher angekündigt und so trat der FCB mit einer Art B-Elf an oder was man dort so nennen kann. So endete es dann tatsächlich 1:1, was natürlich keine wirkliche Bedeutung hatte. In der Domstadt begann spätestens nach dieser Partie der Größenwahn, was eher spaßig ist, wenn man weiß, wie es dort tatsächlich läuft. Zu erwähnen sei noch, dass auch hier Schiri Daniel Siebert die Bayern bevorteilte und Unfairness und immer neue Aggressionsausbrüche weiterhin sanktionslos bleiben. In dieses Bild passte die Nachricht, dass es nun auch amtlich ist und Uli Hoeneß, der Straftäter auf Bewährung, der einzige Präsidentschaftskandidat für die Wahl Ende nächsten Monats ist. Ganz nebenbei zeigte Manuel Neuer wieder, was für ein Clown er tatsächlich ist. Soviel zur Einleitung und dazu, was den Fußball kaputt macht und deshalb ausreichendend Widerstand verdient. Um noch ein wenig im Süden der Republik zu bleiben, dort verlor der FC Ingolstadt das Heimspiel gegen 1899 Hoffenheim mit 1:2 und es war ein Spiel zweier Clubs, die man ebenfalls durchaus kritisch betrachten kann, welches auch eher weniger Spaß brachte.

Kellerduelle und pure Gewalt
Um bei Spielen zu bleiben, welche man nicht wirklich braucht, wenn es schon früher dunkel wird, soll es noch um Darmstadt 98 gegen Werder Bremen gehen. Ein wahrliches Kellerduell, wo der Herbst auch so richtig zuschlug. Hier sollte man Schiri Jochen Drees erwähnen, der mit einem diskussionswürdigen Elfer für die 1:0-Führung der Lilien sorgte. Am Ende stand es allerdings 2:2, was keinem Kellerkind wirklich etwas brachte. Den großen Skandal in Sachen Schiedsrichter sollte es dann allerdings im Breisgau geben. Dort trennte sich der SC Freiburg mit 1:0 von Eintracht Frankfurt. Die Partie wurde aber vom völligen Kontrollverlust von Schiri Marco Fritz überschattet. Es war sogar so krass, dass man selbst in den Staatsmedien fassungslos war. Wenn Spieler nach Angriffen des Gegners mit Sauerstoffmaske vom Platz geholt werden müssen, um nur die folgenschwerste Eskalation des Spiels zu beschreiben, und dies ohne Konsequenzen für den Angreifer und den Schiedsrichter bleibt, sollte sich beim DFB und der DFL einfach keiner mehr überrascht zeigen, wenn es nach dem Spiel unter den Fans gleich weitergeht. Offensichtlich ist die Toleranz gegenüber Gewalt und Unfairness bei den immer wieder kritisierten Schiedsrichtern doch sehr groß, womit man natürlich Signale sendet, auch dies muss man klar benennen. Ein Topspiel aus alten Zeiten sollte den Samstagnachmittag dann abrunden und Hertha BSC Berlin trat gegen den Hamburger SV an. Es sollte ein weiteres, dunkles Herbstspiel geben, welches sich somit ebenfalls nicht den Namen Stimmungsaufheller verdiente. Der HSV, unter neuem Trainer Markus Gisdol, machte da weiter, wo er unter dem Vorgänger aufgehört hatte. Somit war man wieder gar  nicht schlecht aber trotzdem siegten die Berliner mit 2:0. Leider gilt es auch hier auf den Schiedsrichter, in diesem Fall Guido Winkmann, hinzuweisen, der nicht gerade einen Beweis dafür erbrachte, dass man diese Berufsgruppe unparteiisch nennen könnte aber wer weiß schon, ob der Dino nicht langsam die Liga verlassen muss.

Verlässlichkeit am Rhein
Am Abend stand zum Ende der Samstagsspiele dann noch Bayer 04 Leverkusen gegen Borussia Dortmund an. So wie die Saison bislang verlief und auch ein Blick auf die Tabelle zeigte, wer hier siegreich sein sollte. Nun muss man bei aller Kritik an der Werkself aber auch ihre Verlässlichkeit hervorheben und dies gilt in beide Richtungen. Geht es gegen Mannschaften, die man locker besiegen müsste, endet es immer wieder mit peinlichen Niederlagen. Sieht es eher schlecht aus, stehen die Chancen ganz gut, dass Vizekusen siegt und somit war der 2:0-Heimsieg auch keine riesige Überraschung, dafür aber umso wichtiger. Dann folgten noch die Sonntagsspiele und es begann mit der Partie zwischen dem VfL Wolfsburg und dem FSV Mainz 05. Nun sind die letzten beiden Spiele oft genug kein Knaller und so war es auch in der Autoskandalstadt wieder ein Kick, der torlos und mit großen Unmutsbekundungen der Besucher endete. Für so etwas Geld auszugeben, fällt auch wirklich sehr schwer. Die Hoffnung lag damit wieder auf der allerletzten Partie, wo Schalke 04  gegen Borussia Mönchengladbach endlich das Ruder rumreißen musste, womit zu mindestens die Bedingungen für einen spannenden Abschluss des Spieltags gegeben waren. In der ersten Halbzeit wurde die angesprochene Hoffnung erst einmal enttäuscht und es blieb ein langweiliger und torloser Sonntag im Herbst. Es sollte die Vermutung aufkommen, dass sich in der Halbzeit etwas getan hatte. Kurz nach dem Wiederanpfiff bekam S04 einen streitbaren Elfer durch Schiri Sascha Stegemann und gelangte so auf die Siegerstraße. Da die Fohlen gar nichts mehr taten, sollten die Schalker mit Geschmäckle am Ende 4:0 gewinnen. Schon traurig, wenn man an einem Sonntag nur die Wahl zwischen Langeweile und Geschmäckle hat.

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