Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Und dann kam die Zauberhand

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Wenn man Zauberhand liest, denkt man natürlich gleich an die nicht angemessen bestrafte Unsportlichkeit von Manuel Neuer vom letzten Spieltag aber darum geht es nur bedingt. Natürlich war es ein nicht gerechtfertigter Vorteil, dass er im Heimspiel gegen den Tabellenführer am 5. Spieltag auf dem Platz stehen dürfte, genauso, wie ein geschenktes Tor, welches man auch diesmal bekam aber die Reichweite der hier angesprochenen Hand geht viel weiter. Beginnen wir aber mit dem größten Skandalspiel des Abends, was die Eintracht aus Frankfurt betraf, die wieder benachteiligt wurde, als es beim Derby gegen den FSV Mainz 05 2:2 endete. Überraschend war dies aber nicht, denn Felix Brych war an der Pfeife und der Mann kann offensichtlich einfach nichts außer Skandalspiele, wie er auch schon bei der WM in Brasilien und bei vielen anderen Anlässen bewies. Selbstverständlich war er auch zum Auftakt dieses Spieltags unter der Woche nicht alleine, so litt auch Thorsten Kinhöfer in der Partie 1899 Hoffenheim gegen den SC Freiburg, welche mal wieder 3:3 endete, unter Kontrollverlust und sorgte unter anderem für ein Farbenspiel, welches es anderswo so niemals gegeben hätte. Phasenweiser Kontrollverlust war dann auch das Thema von Wolfgang Stark bei der Partie Werder Bremen gegen Schalke 04, welche mit einem 3:0-Auswärtssieg für S04 recht deutlich endete und Trainer Robin Dutt und seine Werder weiter in der Tabelle purzeln lässt. Schon nach diesen Ergebnissen und dem 4:0-Sieg des FC Bayern Münchens gegen den Tabellenführer SC Paderborn, welcher eigentlich, wenn überhaupt, nur ein 3:0-Sieg war, wird klar, was die große Zauberhand tatsächlich bewirkt.

Und täglich grüßt das bayerische Premiumprodukt
Da feierte man zu Saisonbeginn Bayer 04 Leverkusen, zuletzt dann den SC Paderborn als Tabellenführer und um den FC Bayern München wurde es etwas still, während man in den etablierten Massenmedien krampfhaft versuchte, so etwas wie Spannung für die Saison aufzubauen. Der FCB liefert auch in dieser Saison wieder nur Mittelmaß, wenn man es positiv sehen will und die verschobenen Millionen, welche die Neuzugänge gekostet haben, nicht näher mit einbezieht. Man feierte Leverkusener und Paderborner Rekorde und lenkte so, wie es sich beim Zaubern gehört, hervorragend von den Bayern ab und dann war sie da, die Zauberhand, die mit meisterliche Illusion das Premiumprodukt der Bundesliga schon am Dienstag uneinholbar an die Spitze der Tabelle beförderte. Eigentlich ist alles, wie immer aber dies müssen die Verwerter und Verräter dieses tollen Sports natürlich anders verkaufen. So spannend es noch sein konnte, waren dann auch die Mittwochsspiele auf dem Papier die eigentlich Interessanteren, was in der Realität allerdings auf den Plätzen etwas anders aussah. Waren am Dienstagabend in vier Spielen immerhin 17 Treffer gefallen, sollten es bei den fünf Mittwochsspielen nur noch acht sein und davon alleine vier in Dortmund. Dort war es vor allem neben dem Platz interessant, erfuhr Sportvorstand Fredi Bobic doch im Ruhrgebiet von seinem Rauswurf, der im Staatsfernsehen gut 12 Stunden zuvor noch für die Winterpause angekündigt worden war. Man kann daraus aber nicht schließen, dass es für den Tabellenletzten, den VfB Stuttgart, dadurch sonderlich schwerer wurde, denn man schaffte ein 2:2-Unentschieden gegen die Borussia, womit man langsam auch beim BVB von einer Krise sprechen muss.

Klimawandel in der Liga
Jetzt ist es natürlich kein Geheimnis mehr, dass für die verbleibenden vier Partien, genau so viele Tore blieben, da es am Mittwochabend keine weiteren Unentschieden gab, ist die Richtung, wie die verbleibenden Partien ausgingen auch klar. Nach dem Minihoch gegen die Bayern musste der Hamburger SV diesmal zu Borussia Mönchengladbach und schaffte es tatsächlich auch im fünften Bundesligaspiel in der laufenden Saison kein Tor zu schießen. Somit verlor der HSV mit 1:0 und Schiedsrichter Deniz Aytekin bewies auch hier, dass er nicht in der Lage ist, ein Spiel fehlerfrei zu pfeifen aber er wird der Bundesliga erhalten bleiben, wie man aus der Erfahrung weiß. Kaum erwähnenswert ist das nächste 1:0 zwischen Hertha BSC Berlin und dem VfL Wolfsburg, womit noch zwei große rheinische Rivalen fehlen. Da wäre die rheinische Fahrstuhlmannschaft aus Köln, die ihren ersten Treffer bei Hannover 96 kassierte und somit 1:0 verlor, was vor allem auch zeigte, dass dieser langweilige Defensivfußball keinen dauerhaften Erfolg bringt und man nun schauen darf, wann die Krise beim 1. FC Köln richtig losgeht. Bayer 04 Leverkusen, die Macht am Rhein, empfing den FC Augsburg, gegen den man eigentlich nie verliert und so überraschte der 1:0-Heimsieg auch nicht wirklich. Aber trotzdem war es nicht uninteressant, denn das Spiel wurde unterbrochen und zwar nicht wegen Fanausschreitungen oder ähnlich bekannten Gründen, sondern weil ein Unwetter über der BayArena tobte. In einer Woche, wo der Klimawandel so massiv in den Schlagzeilen ist und von der Kanzlerin ignoriert wird, passt es irgendwie, dass es die Werkself und nicht den Hauptstadtclub traf aber dies würde nun wohl zu weit führen.

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