Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Und täglich grüßt das Bayerntier

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Am gestrigen Abend war es wieder soweit und in der Hauptstadt von Absurdistan gab es das Finale im DFB-Pokal zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern München. Dieses Finale erinnerte doch sehr schwer an das Finale in der Champions League im Vorjahr. Auch diesmal hieß der Sieger FCB und auch diesmal galt der Dank vor allem dem 12. Mann, der wie so oft ganz in schwarz auftrat und diesmal Florian Meyer hieß. Wie auch schon im letzten Jahr in London traten die Bayern äußerst asozial auf, was sich vor allem durch permanente, linke Fouls zeigte, die die Mannschaft scheinbar problemlos begehen kann und dies mit der Gewissheit nicht durch den Schiri sanktioniert zu werden. Was den BVB schon im CL-Finale aus dem Tritt brachte, sollte sich, wie gesagt, in Berlin sehr ähnlich wiederholen, denn der 2:0-Sieg der Bayern entstand erst in der Verlängerung, einer Verlängerung, die es mit einem Unparteiischen gar nicht hätte geben dürfen, da die Borussia in der 2. Halbzeit eigentlich mit 1:0 in Führung gegangen wäre und dies mit einem Treffer, den selbst die ARD als regulär bezeichnete. So etwas von einem Sender zu hören, den man in Sachen Fußball durchaus als FCB-TV bezeichnen kann, verdeutlicht, wie ungerechtfertigt dieser Bayernsieg wieder einmal war. Es ist ein weiterer Beweis dafür, mit welcher Macht hier die Premiummarke im deutschen Fußball, um wirklich jeden Preis, forciert werden soll. Es wird leider auch im Fußball mehr und mehr eine reine, kommerzielle Show, gegen die sich die wahren Fans des Fußballs in jedem Fall massiv wehren sollten.

Viel Spaß in Brasilien
Zum Spiel selbst gibt es kaum etwas zu sagen, was auch daran liegt, dass es offensichtlich von Beginn an einem klaren Ziel folgte. Die Partie war geprägt von hektischen Verteidigungsaktionen, die oft genug den Ball zum Gegner oder ins Aus brachten. Fehlpässe und miserable Abschlüsse waren genauso an der Tagesordnung. All dies gilt übrigens für beide Mannschaften und hier sprechen wir von den beiden besten Mannschaften auf dem Papier, die immerhin mit 13. Nationalspielern starteten. Diese angebliche Elite des deutschen Fußballs tritt in Kürze zur WM in Brasilien an, sollten sie dies auf dem Niveau des gestrigen Abends tun, gilt alle Hoffnung auch wieder den Schiedsrichtern. Das Gejammer beim FC Bayern München vorm, wie auch während des Spiels, was Verletzungssorgen und ähnliches anging, war, wie so vieles andere auch, einfach nur unerträglich. Gefühlt hat der FCB gleich drei Topmannschaften am Start, was zeigt, wie verlogen auch dieses Gejammer ist. Dies trifft natürlich auch für die Fitnessprobleme, die spätestens in der Verlängerung überdeutlich wurden, zu. Wenn all dies den weltbesten Fußball auszeichnen soll, wird es eine spaßige Zeit in Brasilien, wenn man kein Fan der deutschen Nationalmannschaft ist, andernfalls sollte man sich große Sorgen machen. Mit dem, was man für dieses Spiel alles aufgebaut hatte, hatte dieser Kick nicht viel zu tun. Dass es am Ende so ausging, wie hier beschrieben, ist einfach nur ein weiteres Indiz dafür, wo der deutsche Fußball hinsteuert und dies lässt leider auch nichts Gutes für die kommende Saison erwarten.

Das Gen der Asozialen
Es ist in den meisten Fällen nichts großes, was den Bayern hilft, man kann nicht von einer großen Anzahl an klassischen Skandalspielen sprechen. Man setzt ganz zeitgemäß auf Masse, denn auch Kleinvieh macht Mist. Immer wieder diese angesprochenen, linken Fouls, welche von Florian Meyer nur selten und wenn überhaupt sehr spät geahndet wurden, damit auch hier kein Bayernspieler in die Gefahr geriet auch noch die Gelbrote zu sehen. Pep der Depp, der Bayerntrainer Pep Guardiola, lieferte auf beiden Seiten der Seitenauslinie, die Coachingzone hatte an diesem Abend scheinbar gar keine Bedeutung für ihn, eine Show ab, für die manch anderer Trainer, um es etwas übertrieben zu sagen, wahrscheinlich lebenslang auf die Tribüne verbannt worden wäre. Soziales Verhalten suchte man an diesem Abend auf der Seite der Bayern wieder vergeblich, warum man eben vom Asozialen sprechen muss, womit sich natürlich ein Kreis schließt. Man bedenke, dass der FCB, mit Karl-Heinz Rummenigge als Chef, von einem Straftäter angeführt wird, vom ehemaligen und vielleicht auch zukünftigen Präsidenten Uli Hoeneß, welcher seine dreieinhalbjährige Haftstrafe noch immer nicht angetreten hat, ganz zu schweigen. Natürlich sind dies alles Fakten, die viele Menschen einfach nicht hören wollen aber es sind nun einmal Fakten, die diesem großartigen Sport so sehr schaden und es eigentlich verbieten, einen solchen Fußballkonzern zur Topmarke zu machen. Solange dies so ist und auch nicht ganz offen angesprochen wird, wirkt es auch ziemlich lächerlich, wenn man in den etablierten Massenmedien wieder einmal Floskeln gegen Freunde der Pyrotechnik oder ähnlichem abspult, sind die Probleme im Fußball doch wahrlich größer, wie auch wieder dieses erbärmliche Endspiel um den DFB-Pokal deutlich zeigte.

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