Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

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Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Der verdrehte DFB-Werbeslogan, welcher hier als Überschrift genutzt wurde, traf auch gleich schon am Dienstagabend für das so genannte Topspiel zu, welches man in der gewohnten Form im Staatsfernsehen präsentiert bekam. Der VfL Wolfsburg empfing den FC Bayern München und machte es, wie zuletzt in der Bundesliga und stellte in der ersten Halbzeit den Fußballbetrieb gleich einmal gänzlich ein. So musste Knut Kircher, als vermeintlicher Unparteiischer, auch nicht allzu massiv für den FCB eingreifen. So lange solche Herren, so relevante Spiele pfeifen dürfen, bleibt natürlich der Verdacht, dass der DFB-Skandal noch wesentlich größer ist, als man jetzt schon weiß. Das alte Spiel mit der Spitze des Eisbergs eben. Die zweite Halbzeit braucht man gar nicht zu erwähnen, auch wenn die Wölfe da noch den bedeutungslosen Anschlusstreffer zum 1:3-Endstand schafften. Die Interviews mit den Bayern nach dem Spiel boten wieder die immer gleichen Fragen und Antworten, wie natürlich das altbekannte Lob für die Bayern, gekontert vom Eigenlob, was dazu führt, auch weiterhin vom FCB-TV sprechen zu müssen. So war selbstverständlich Mehmet Scholl auch wieder der Experte, dessen nicht erkennbare Unabhängigkeit übrigens auch für monatlich 17,50 Euro Rundfunkbeitrag vom Zuschauer erworben wird. Erschreckend ist, dass bei einer solchen Show selbst ein Stadion in Wolfsburg, wo man sich natürlich mit Manipulation bestens auskennt, ausverkauft ist. Solange die Menschen für diesen Verein aus München noch Geld ausgeben, wird sich wohl kaum etwas an diesem Teil des Systems verändern, man trägt es quasi mit dem Ticket mit. Auch der nächste Verein aus der bayerischen Landeshauptstadt kam leider nur mit einem Fragezeichen in die nächste Runde. So spielte auch beim 2:1-Auswärtssieg von 1860 München beim FSV Mainz 05 der Schiedsrichter eine Rolle. In München selbst gab es dann am Dienstag auch noch ein Heimspiel, wenn auch vor peinlich leerer Kulisse, dafür war der 3:0-Sieg der SpVgg Unterhaching gegen den zwei Klassen besseren RB Leipzig, den man auch ganz im Süden der Republik ablehnt, eindeutig.

Warum der Rundfunkbeitrag abgeschafft werden muss
Ebenfalls ziemlich leer, dafür aber mit einer tollen Choreo, ging es beim VfL Bochum gegen den 1. FC Kaiserslautern zur Sache. Am Ende gewannen die Bochumer mit 1:0 durch ein Eigentor der Lauterer. Man kann sagen, es war knapp. Gar nicht knapp aber dafür auch mit reichlich leeren Rängen ging es dann im Frankenland zur Sache, wo der 1. FC Nürnberg mit 5:1 über Fortuna Düsseldorf siegte. Der Sieg fiel dank des Schiedsrichters Marco Fritz allerdings einen Treffer zu hoch aus, was in einem Wettbewerb, der schon einmal Probleme mit Wettbetrug hatte, irgendwie ein Geschmäckle hat. Nach zweimaliger Beteiligung von Klubs aus Nordrhein-Westfalen, geht es nun dreimal um Teams aus Hessen. Am Böllenfalltor trafen Darmstadt 98 und Hannover 96 aufeinander und die Hessen sollten mit 2:1 siegen. Die erste Halbzeit gab es bei der ARD in der Zusammenfassung gleich zweimal, dank massiver technischer Schwierigkeiten und auch dies ist in der bereits erwähnten Zwangsabgabe beinhaltet, was auch wieder sehr schön belegt, warum der Rundfunkbeitrag abgeschafft gehört, zumal es nicht die einzige Störung an diesem Abend war. Hertha BSC Berlin tat sich beim FSV Frankfurt tatsächlich etwas schwer und musste in die Verlängerung, um am Main mit 2:1 zu siegen, was der Beginn eines nicht wirklich geglückten Abends für die Mainmetropole sein sollte. Die Eintracht aus Frankfurt trat beim Drittligisten Erzgebirge Aue an und hatte scheinbar nie die Absicht dort zu siegen. Die angemessene Quittung der Fans von Eintracht gab es glücklicherweise nach der 0:1-Niederlage auch und so lehnten sie die Entschuldigungen der Mannschaft ab, was man durchaus angemessen nennen darf. Übrigens war natürlich der DFB-Skandal, welcher auch weiterhin täglich größer zu werden scheint und man längst spekuliert, ob man wohl Franz Beckenbauer zur Rettung des Sommermärchens opfern wird, ein Thema. Spannend war auch hier wieder Mehmet Scholl, erklärte der Mitarbeiter des Premiumproduktes des deutschen Fußballs doch, wie traurig er sei. Komisch nur, dass es genau sein Verein ist, wo sich immer mehr Straftäter ansammeln und auch die eben angesprochene, vermeintliche Lichtgestalt des deutschen Fußballs Ehrenpräsident ist.

Für 17,50 Euro gibt es keine Topspiele
Der zweite Spieltag in dieser Runde des DFB-Pokals stand ganz im Zeichen der Begegnung zwischen Schalke 04 und Borussia Mönchengladbach, welche die ARD zum Topspiel kürte. So viel sei vorab verraten, auch am zweiten Spieltag dieser Runde zeigte sich wieder, für die angesprochenen 17,50 Euro im Monat gibt es keine Topspiele. Es war ein durchwachsenes Spiel und S04 hatte die Nase klar vorne, verlor aber trotzdem unglücklich. So stand am Ende ein 2:0-Auswärtssieg für die Fohlen in den Büchern. Ein weiteres Bundesligaduell stand an der Weser an. Werder Bremen empfing den 1. FC Köln, der weiterkommen musste, immerhin gewannen sie in diesem Wettbewerb den letzten Titel und das war 1983. Dagegen sprachen 34 Heimsiege von Werder im Pokal und die sollten am Ende mehr zählen, denn Bremen gewann mit 1:0 und dies ausgerechnet durch den Treffer eines Ex-Kölners. Schieden in der ersten Runde gleich alle Teams aus Hamburg aus und am Vorabend auch alle aus Frankfurt, sollte es für Köln auch nicht anders enden. Die 4. Liga, vertreten durch Viktoria Köln, empfing vor etwas mehr als 6.000 Zuschauern Bayer 04 Leverkusen. Von der Akustik her waren nur Fans der Werkself im Sportpark Höhenberg kurz hinter der Stadtgrenze. Der 6:0-Auswärtssieg war angemessen und sehr schön anzuschauen. Man sieht, hier könnte man schon von einem Topspiel sprechen. Dies gilt auch für die Partie zwischen Borussia Dortmund und dem SC Paderborn, der dank neuem Trainer im Moment in den Medien massiv gepuscht wird. Das Team von Stefan Effenberg bekam 25 Minuten und einen Treffer, dann machte der BVB ernst und schoss sie mit 7:1 raus. Trotzdem gab es natürlich riesiges Lob vom alten Freund aus München, womit sich spätestens hier Mehmet Scholl auch am zweiten Spieltag samt ARD disqualifizierte. Das gleiche Ligaverhältnis gab es in der Partie zwischen dem SC Freiburg und dem FC Augsburg und man hätte hier wohl eher auf den Zweitligisten getippt aber der FCA machte es mit einem 3:0-Auswärtssieg klar. Lieferte das Aufeinandertreffen vom Carl Zeiss Jena und dem VfB Stuttgart die gleichen Ligaverhältnisse, wie am Rhein, war der Auswärtssieg des Erstligisten mit einem 2:0 nicht ganz so überzeugend aber ausreichend für die Schwaben. Ebenso klar war der 4:0-Auswärtssieg von Eintracht Braunschweig beim SSV Reutlingen. Brachial langweilig waren übrigens torlose 120 Minuten zwischen dem SV Sandhausen und dem 1. FC Heidenheim, wo sich der FCH erst im Elfmeterschießen mit 4:3 durchsetzen konnte. Noch nervender waren nur die endlos wirkenden, versteckten FCB-Lobeshymnen von Herrn Scholl. Werbung für den Rundfunkbeitrag war dies alles nicht wirklich.

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