Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Von gezogenen Steckern und anderen Kuriositäten

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Vor dem sehr sonnigen 24. Spieltag stand am Mittwochabend schon der Auftakt in WM-Jahr 2014 für die LÖWenherzen an. Happy von Pharrell Williams lief in Stuttgart nach dem Abpfiff im Spiel gegen Chile, um das gellende Pfeifkonzert zu unterdrücken. Happy ist in Stuttgart in diesen Tagen allgemein kaum etwas und so sah es auch im Testspiel aus, wo die deutsche Nationalmannschaft, die, wie immer, massiv vom FC Bayern München geprägt war, zwar 1:0 gewann aber wieder einmal ein erbärmliches Spiel ablieferte. Die Fehler bleiben, was man auch einfach Joachim Löw und seinem Stab anlasten muss aber bis Brasilien sind es noch gut drei Monate, um grundlegende und langjährige Probleme zu beheben. Da kann man nur viel Glück wünschen. In der 1. Liga, die an diesem Wochenende auf Basis der Strapazen eines Länderspiels nur am Samstag und Sonntag stattfand, ging es dann damit weiter, dass selbst die Massenmedien ein Problem damit haben diese Saison noch an den Konsumenten zu bringen, also geht es nun nur noch um die Abstiegsplätze, was zeigt, wie auch dieser Teil des Systems sich den Ast absägt, auf dem es sitzt. Kurios an den Samstagspielen war, dass es vier Elfmeter gab und zwar jeweils für die Heimmannschaften in Hannover, Stuttgart, Gelsenkirchen und Hamburg. Richtig kurios war aber, dass außer in Hamburg alle gehalten wurden. Aber der Reihe nach.

Der Elferkiller der Liga
Borussia Mönchengladbach traf am Niederrhein auf den FC Augsburg und schaffte es eine 1:0-Führung noch zu verspielen, so dass die Fohlen am Ende 2:1 verlieren sollten. Nur ein ganz klein wenig besser sah es da für Bayer 04 Leverkusen aus, die in der niedersächsischen Landeshauptstadt gegen Hannover 96 ran mussten und immerhin ein müdes 1:1 schafften und so die Macht am Rhein bleiben. Die Hannoveraner bekamen einen Elfer und Bernd Leno parierte ihn und damit den fünften von sechs, was ihn zu einem wahren Elferkiller macht. Aber auch dies kann nicht davon ablenken, dass die Werkself längst fett in der Krise steckt, was sich wohl nächstes Wochenende beim FC Bayern München fortsetzen dürfte, da man davon ausgehen kann, dass eine Niederlage natürlich längst (ein)geplant ist. Auch Schalke 04 verschoss einen Elfer vor heimischen Publikum, was allerdings am souveränen 4:0-Sieg gegen 1899 Hoffenheim auch nicht wirklich etwas veränderte. Anders sah es da im Schwabenland aus, wo auch der VfB Stuttgart einen Elfmeter vergab, wobei man hier sehr wohl von spielentscheidend sprechen muss, denn so gab es am Ende gegen den Dauertabellenletzten Eintracht Braunschweig nur ein nicht ausreichendes 2:2. So wird man auch längerfristig nur noch mit Freikarten Zuschauer ins Stadion bekommen. Anders sah es beim HSV aus, wo der Elfer, wie gesagt, verwandelt wurde und ohne diesen hätte man wohl gegen die Eintracht aus Frankfurter verloren aber so trennte man sich am Ende 1:1.

Wer zog den Stecker in der Autostadt?
Samstagvormittag gab es in Wolfsburg einen über zwei Stunden andauernden Stromausfall, ohne nun über Energiewende und Versorgungssicherheit in Deutschland diskutieren zu wollen, kann man an einer ganz anderen Stelle noch die Frage stellen, wer dort den Stecker zog. Absolut souverän führte der VfL Wolfsburg gegen den FC Bayern München und dann war plötzlich, wie von Zauberhand und wie bei anderen Mannschaften der Liga auch schon, die Energie weg und man ging mit 6:1 unter. Weitere Kommentare gibt es, wie schon seit Wochen, aus den bekannten Gründen zum FCB nicht, außerdem wird es ab sofort genug Schlagzeilen von dort geben, steht doch seit dem heutigen Tag der Präsident und Steuerbetrüger Uli Hoeneß endlich vor Gericht. Es wäre daher nicht überraschend, wenn dieser Fußballkonzern demnächst, neben dem verurteilten Verbrecher Karl-Heinz Rummenigge, einen weiteren verurteilten Straftäter in der Chefetage hätte. Mit dem Abendspiel sollte es noch eine kleine Überraschung im Frankenland geben, denn der 1. FC Nürnberg verlor dort mit 2:0 gegen Werder Bremen. Die erste Nachricht des Sonntags war hingegen keine große Überraschung, trennten sich die Stuttgarter doch von Thomas Schneider, der von Huub Stevens beerbt wird. Das erste Spiel bestritt dann der SC Freiburg gegen Borussia Dortmund, die nur einen 1:0-Auswärtssieg schafften. Am Ende spielte dann noch der FSV Mainz 05 gegen Hertha BSC Berlin und hier trennte man sich 1:1, was ebenfalls keine große Überraschung war. Auch hier gab es übrigens einen Elfer, den die Mainzer verwandelten.

Bislang ein Ballkontakt

  1. uwe maier
    10. März 2014

    | 13:59

    “Absolut souverän führte der VfL Wolfsburg gegen den FC Bayern München…” …ganz souverän 9 Minuten lang… unglaublich souveräne Führung… absolut souveräne 9 Minuten…

Du hast den Ball