Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Von Meyer über Stark bis Gräfe – So bastelt man eine Liga

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Natürlich kann man den, in der Überschrift genannten Schiedsrichtern bestimmt kein Handeln in eigenem Interesse vorwerfen, sind sie doch scheinbar nur ausführende Personen, um gewisse Ziele in diesem Sport zu erreichen. Trotzdem ist es aber halt sehr auffällig, wie ein kleiner Personenkreis immer wieder zu gewissen Ergebnissen lenkt und ein System ist hier nicht erst seit dieser Saison zu erkennen. Der 10. Spieltag begann dann wieder, wie im Regelfall üblich, am Freitagabend und war damit der letzte Spieltag im Oktober. Schalke 04 empfing den FC Augsburg und es sollte kein wirkliches Knallerspiel werden aber trotzdem schwerwiegende Folgen für die Knappen haben. So musste S04 diese drei Punkte, welche man mit diesem 1:0-Sieg einfuhr, teuer bezahlen, denn schon nach elf Sekunden verletzte sich Julian Draxler so schwer, dass für ihn nicht nur die Partie auch direkt schon wieder vorbei war, sondern wohl auch die gesamte Hinrunde. Was folgte waren die Samstagsspiele, von denen es an diesem Wochenende allerdings nur fünf Stück geben sollte. Die Nachmittagsspiele standen alle ganz im Zeichen der Mannschaften aus dem Norden der Republik und es sollte schon dort sehr interessant werden. Der VfL Wolfsburg musste beim gebeutelten VfB Stuttgart ran, welcher in den letzten beiden Ligaspielen immerhin mit fulminanten Aufholjagden überzeugte und sich so vier Punkte sichern konnte. Gegen die Wölfe funktionierte dies so gar nicht und so verlor man vor heimischem Publikum sehr deutlich mit 0:4, was auch wieder zeigt, dass die Krise im schönen Schwabenland noch lange nicht vorbei ist. Ganz anders sollte das Spiel der Mannschaft aus der niedersächsischen Hauptstadt verlaufen, denn Hannover 96 empfing die Eintracht aus Frankfurt und sollte auf wirklich kuriose Art und Weise gewinnen. Die Hannoveraner schossen exakt ein Tor, welches allerdings wieder zurückgenommen wurde, dadurch, dass die Frankfurter allerdings noch ein Eigentor fabrizierten, sollten die 96er das Spiel am Ende trotzdem noch mit 1:0 gewinnen.

Immer weniger Glaubwürdigkeit in der Bundesliga
Kehren wir nun zur Überschrift dieses Berichtes zum vergangenen Spieltag zurück. War der letzte Bundesligaspieltag, wie auch die 2. Hauptrunde im DFB-Pokal, verhältnismäßig ruhig verlaufen, was die ansonsten immer wiederkehrenden Schiedsrichterskandale angeht, sollten die üblichen Verdächtigen an diesem Wochenende ein bedauerliches Comeback feiern. Florian Meyer pfiff die Partie zwischen dem Hamburger SV und Bayer 04 Leverkusen und man muss auch hier wieder einmal vom völligen Kontrollverlust sprechen und dass dadurch die Werkself wieder einmal benachteiligt wurde, ist ganz und gar nicht überraschend. Allein schon die Verteilung der Karten, in diesem ganz besonderen Kartenspiel, sagt einiges aus. Der 1:0-Sieg der Hamburger, welcher durch einen Elfer entstand, den man bei anderer Konstellation niemals gegeben hätte, gab dem Spiel den Rest und so wurde Leverkusen wieder mindestens ein Punkt geklaut. Positiv war, dass sich Roger Schmidt, der Leverkusener Trainer, deutlich in Richtung Schiedsrichter äußerte, was allgemein noch viel zu selten geschieht. Beim anderen Krisenclub aus dem Norden, bei Werder Bremen sollte es ganz ähnlich aussehen. Der neue Trainer an der Weser, Viktor Skripnik, musste nach seinem ersten Erfolg im DFB-Pokal nun in der Liga zum FSV Mainz 05, vielleicht hätten sie ein Unentschieden gegen die Mainzer geschafft, ein Sieg wäre unter normalen Umständen allerdings kaum möglich gewesen. Da aber Schiri Wolfgang Stark, der ein Händchen für Skandalspiele und Kontrollverlust hat, auch mit von der Partie war, konnte Werder tatsächlich mit einem 2:1-Auswärtssieg zurück nach Bremen fahren. Es sind diese Spiele, welche für immer weniger Glaubwürdigkeit sorgen und DFB, wie auch DFL, sollten sich überlegen, ob es Sinn macht, ein Premiumprodukt zu diesem Preis durchdrücken zu wollen. Dieser Kurs, welcher sich natürlich vor allem auch gegen die wahren Fans richtet, wird übrigens größtenteils auch völlig kritiklos von den etablierten Massenmedien mitgetragen, was ein weiterer Grund dafür ist, diese ebenfalls abzulehnen.

Ein überraschungsloser Samstagabend
Einen weiteren traurigen Höhepunkt, allerdings irgendwie mit Ansage, gab es dann noch im Abendspiel zwischen dem FC Bayern München, dem vermeintlichen Premiumprodukt der Liga und Borussia Dortmund. Auch hier stand ein alter Bekannter, als vermeintlich Unparteiischer, auf dem Platz und zwar Manuel Gräfe und deshalb überraschte es auch nicht, dass der FCB dieses Spiel, sprichwörtlich am Ende des Tages, mit 2:1 gewinnen sollte und zwar durch einen Elfmeter, für den ähnliches galt, wie für den vom Anfang beim HSV, nur muss man hier sagen, dass diesen Elfer nicht jede Mannschaft bekommen hätte. Franck Ribéry, der optisch immer mehr ins Feindbild der Hooligans gegen Salafisten (Ho-Ge-Sa) passt, zeichnete sich hier wieder aus, wenn es darum geht, Elfer zu beschaffen. Somit bekamen die Bayern mindestens zwei Punkte geschenkt und es wird immer deutlicher, warum die Tabelle so aussieht, wie sie sich auch aktuell darstellt. Es war doch etwas schwer sich bei Sommerwetter im November noch für die drei verbleibenden Sonntagsspiele zu motivieren und den Anfang machte das tatsächliche Topspiel dieses Spieltags, wo Borussia Mönchengladbach auf 1899 Hoffenheim traf. Schon die erste Halbzeit war ein Genuss und am Ende sollten die Fohlen dann auch souverän mit 3:1 gewinnen. Danach folgten ausnahmsweise noch zwei letzte Spiele an diesem Sonntag, beide mit Beteiligung der Aufsteiger, womit der Sonntag der Heimspiele der Mannschaften aus NRW komplettiert wurde. Die rheinische Fahrstuhlmannschaft aus Köln, zog den Beginn des Karnevals schon einmal vor, was der 1. FC Köln auf dem Platz aber nicht umsetzten konnte und so in einem lahmen Spiel ganz ohne Frohsinn mit 0:1 gegen den SC Freiburg verlor. Ein ganz anderes Bild zeigte sich, nicht zum ersten Mal,  in Ostwestfalen, wo der SC Paderborn überzeugend, in einem tollen Spiel, mit 3:1 über Hertha BSC Berlin siegte.

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