Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

VW braucht jetzt jeden Cent

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Manche Dinge werden sich in dieser Saison einfach wieder einmal nicht ändern und dazu zählt mit Sicherheit das Schiedsrichterproblem, was zum Beispiel beim 1:0-Auswärtssieg des Hamburger SV beim FC Ingolstadt in Person von Knut Kircher daher kam. Allgemein war dieser Spieltag aber schon besser, als es noch der vom vergangenen Wochenende war aber schlechter war auch kaum möglich. Darmstadt 98 siegte am Böllenfalltor mit 2:1 gegen Werder Bremen, der erste Heimsieg in der Bundesliga nach über 33 Jahren. Der 1. FC Köln bewies nach der Klatsche in Frankfurt und dem heimischen Derbysieg gegen die Gladbacher, dass man eine Fahrstuhlmannschaft bleibt und verlor so mit 0:2 in der Hauptstadt bei Hertha BSC Berlin. Am interessantesten sollte es aber am Dienstagabend in der bayerischen Hauptstadt werden. Hier muss man anmerken, dass Betrug bei deutschen Konzernen offensichtlich weit verbreitet ist, wie aktuell VW beweist, womit man bei Wolfsburg wäre. Der VfL Wolfsburg überzeugte in der ersten Halbzeit beim FC Bayern München selbst nach den allgemein eher umstrittenen Statistiken und ging mit 1:0 in die Pause. Danach wirkte es, als hätte man einen Scheck des FC Bayern bekommen, hatte man doch in der Halbzeitpause bei den Niedersachsen verlernt, wie man Fußball spielt. Die Anspielung mit dem Scheck muss erlaubt sein, wenn man berücksichtigt, was eben in Sachen Betrug bereits gesagt wurde. In dem Zusammenhang überrascht es auch nicht, dass Mitarbeiter des FCB scheinbar schon wieder Probleme wegen Steuerhinterziehung haben, was in diesem Fußballkonzern nun wirklich nichts Neues ist. Zurück zum Spiel. Der plötzliche Verlust des Könnens in Sachen Fußball schaffte Raum für verschiedene Rekorde von Robert Lewandowski und so brauchte dieser nur neun Minuten für den Endstand von 5:1.  Wie gesagt, aktuell scheint alles möglich und VW braucht gerade wirklich jeden Cent, um mit einem Augenzwinkern noch einmal darauf hinzuweisen. Manuel Neuer gab übrigens wieder den Pannen-Manu, was einmal zum Tor für die Wölfe führte und beim zweiten Mal, einem der bekannten völligen Aussetzer von ihm, rette der Pfosten. Außerdem sollte man Dante erwähnen, der scheinbar noch nicht ganz verarbeitet hat, dass er den Verein gewechselt hat und so gleich bei drei Gegentoren eine Rolle spielte. Natürlich war wahrscheinlich alles nur Zufall und die VW-Dieseltechnologie ist auch wirklich sauber.

Die Sache mit dem Oktoberfest
Am Mittwochabend folgten fünf weitere Partien, mit denen der 6. Spieltag abgeschlossen werden sollte und nach dem Auftakt war die Spannung groß und es sollte ähnlich, wie am Abend zuvor, weitergehen. Natürlich traf dies auch leider wieder fürs Thema Schiedsrichter zu. Es war ein bunter Abend an dem Schalke 04 die Eintracht aus Frankfurt mit 2:0 besiegte und Bayer 04 Leverkusen mit etwas Glück einen 1:0-Heimsieg über den FSV Mainz 05 hinlegte, was nicht wirklich zum Durchatmen beim Sportchef Rudi Völler gereicht haben dürfte, der noch immer liefern muss. Dann waren da aber auch noch die Kellerkinder und im Kellerduell zwischen Hannover 96 und dem VfB Stuttgart schafften die Schwaben tatsächlich ihren ersten Sieg und dies in der niedersächsischen Landeshauptstadt. Dieses 3:1dürfte doch für einiges Aufatmen gesorgt haben und man wird bald schon sehen, ob sich aus dem Sieg ein Trend entwickelt oder ob er die Ausnahme bleibt. Ein ähnlicher Kracher sollte Borussia Mönchengladbach im ersten Spiel nach dem Abgang von Lucien Favre gelingen. Sie traten vor heimischem Publikum gegen den FC Augsburg an und führten schon nach kurzer Zeit mit 4:0. Ein so hoher Sieg dürfte aber offensichtlich nicht sein und so arbeitete Schiedsrichter Daniel Siebert gleich mit zwei, mindestens umstrittenen Elfern fleißig an der Tordifferenz und die Fohlen gewannen nur mit 4:2. Wobei auch dies, nach dem bisherigen Saisonverlauf, die Protagonisten außerordentlich glücklich machte. Dann gab es noch das Spiel zwischen 1899 Hoffenheim und Borussia Dortmund, eine Begegnung, wo eigentlich im Vorfeld, beim bekannten Saisonstart beider Teams, keine Fragen offen waren aber auch hier gilt es den Schiedsrichter Tobias Welz zu erwähnen, der nicht nur den Hoffenheimer Trainer Markus Gisdol auf die Tribüne verbannte und dies für eine Aktion, bei welcher der Trainer des Premiumproduktes des deutschen Fußballs kaum ein Spiel auf der Bank überleben würde, wenn es der Maßstab sein sollte. Dies wurde nach dem Spiel auch ganz deutlich so kommuniziert. Eben dieser Schiri war es dann auch, der seinen Beitrag daran hatte, dass die Partie völlig überraschend mit 1:1 endete, was vor allem sehr bedeutsam für die Tabelle sein sollte, denn dadurch stand der FCB pünktlich zum Oktoberfest wieder auf dem ersten Tabellenplatz aber hier wurde bereits schon vor Wochen darauf hingewiesen, die Meisterschale doch gleich zu diesem Anlass zu überreichen, womit es nicht wirklich verwunderlich war.

Pfeiff das Spiel an und setz den ersten Kommentar

Du hast den Ball