Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Warum der Widerstand gegen den DFB gerechtfertigt ist

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Der 4. Spieltag begann gleich mit einem Nordderby um die Tabellenspitze, normalerweise und unter anderen Umständen wahrscheinlich ein Grund für große Freude. In dieser absoluten Skandalsaison, wo der DFB alles auf Eskalation setzt, ahnt man schon, dass auch dies kein normaler Spieltag werden sollte. Hannover 96 startete am Freitag also gegen den Hamburger SV und gewann mit 2:0 und machte so, zu mindestens bis Sonntag,  die Tabellenführung klar. Dieses Derby  bot natürlich auch wieder feine Pyro, welche vom Staatsfernsehen wieder mit den üblichen, nicht hinnehmbaren Beschimpfungen kommentiert wurde. Eine Frechheit, dass auch sowas mit der Zwangsabgabe namens Rundfunkbeitrag finanziert wird. Begleitet wurde all dies aber auch wieder von Protest gegen den Ausverkauf bei den 96ern und die Spaltungsversuche des DFB und seiner Medienhelfer fruchteten dort schon, so gab es Sprechchöre der Zuschauer gegen die wahren Fans. Eine brandgefährliche Entwicklung, welche hier provoziert wurde. Kurz vorher hatte DFB-Chef Reinhard Grindel sich schon wieder an verschiedenen Orten der Republik wegen der Austragungsorte der Euro 2024 unbeliebt gemacht. Es überrascht nicht, dass auch bei dieser Vergabe wieder von Ungereimtheiten gesprochen wurde, nicht umsonst steht Korruption ganz weit oben auf der Agenda der Gegner des DFB.

Immer wieder zum Oktoberfest
Werder Bremen, die am Samstagnachmittag 1:2 gegen Schalke 04 spielten, gingen bei der Vergabe der Stadien leer aus und man ahnt warum. In den Staatsmedien wurden Kapazitätsgründe genannt aber man muss wohl eher davon ausgehen, dass es damit zu tun hatte, dass sich Bremen wegen Sicherheitskosten schon vor längerer Zeit mit dem DFB angelegt hatte und es deshalb schon Probleme mit Länderspielen gab. Aber es gab noch mehr Negatives von den vermeintlich Mächtigen in diesem Sport, denn schon an diesem Spieltag gab es die nächste neue und völlig sinnfreie Anstoßzeit. Sonntagmittag 13.30 Uhr, so etwas verdient einfach nur massiven Widerstand. Dann ist auch schon wieder Oktoberfest und man weiß, was sich zu dieser Zeit in Bayern beim Fußball abspielt. So gab es für den FC Bayern München wieder einen Gegner, der plötzlich vergessen hatte, wie man Fußball spielt und so schafften die Bayern, trotz den bekannten Leistungsschwächen, ein 4:0. Es zeigte sich wieder, dass wirklich alles läuft, wie man es zum Ausverkauf braucht. Auch die Krise beim vermeintlichen Premiumprodukt unter den deutschen Vereinen, war wohl wieder einfach nur eine billige Inszenierung, wahrscheinlich damit man so tun konnte, als ob es Spannung in der Liga geben würde.

Weitere Lachnummern
Außer den bekannten Problemen, welche sich seit Saisonbeginn in Sachen Schiedsrichter weiter verschärften, was am nervigen Videobeweis lag, welcher immerhin für manche Lachnummer sorgte aber natürlich trotzdem abgeschafft gehört, kann und muss man zu den Nachmittagsspielen vom Samstag nicht mehr erwähnen. Die Bundesliga bleibt ein Trauerspiel. Abends gab es noch das vermeintliche Topspiel zwischen RB Leipzig und Borussia Mönchengladbach, übrigens wurden die Fohlen bei der eben angesprochenen Stadionvergabe auch wieder ausgeschlossen, ganz anders zum Dosenclub aus Leipzig, den man weiter, gegen die mehrheitliche Stimmung in Fußballdeutschland, forcieren möchte. Übrigens blieb der Brauseclub in der letzten Woche international mit einem Unentschieden hinter dem Hype weit zurück und dies galt auch für diesen Abend, wo es am Ende 2:2 stand. Allerdings erfuhr die Unfairness durch RB weitere Höhepunkte und dies von Timo Werner bis Naby Keita. Auch hier muss man von einem Skandalspiel sprechen, was auch daran lag, dass den Gladbachern, trotz der angeblich so tollen neuen Technik ein Elfer und damit wahrscheinlich zwei Punkte geklaut wurden. Was auch zwischen nervig und lächerlich in dieser Spielzeit ist, sind Spiele, die längst auch einmal 100 Minuten gehen können. Der DFB darf sich über Dauerprotest wirklich nicht wundern. Wer den Fußball so gezielt zerstören will, hat es einfach nicht anders verdient.

Das Märchen vom internationalen Geschäft
Der Sonntag begann, wie erwähnt, schon am Mittag und dies angeblich wegen dem internationalen Geschäft, wie es auch im Staatsradio verbreitet wurde, was zum Thema Fake-News passte. Bayern und die Antitraditionalisten aus Leipzig spielten Samstag, dafür gab es das mittige Spiel am Sonntag ganz ohne Mannschaften, die irgendwas mit dem internationalen Geschäft zu tun hatten. Mittags gab es aber erst einmal 1899 Hoffenheim, die international unter der Woche versagten, gegen Hertha BSC Berlin, die es mit einem torlosen Unentschieden auf dieser Ebene besser gemacht hatten. Sonntagmittag trennten sie sich dann mit 1:1. Dann ging es auch schon weiter mit Bayer 04 Leverkusen und dem SC Freiburg, wie erwähnt, zwei Teams, welche mit dem internationalen Geschäft nichts zu tun hatten, womit auch dieser Termin keinen Sinn machte. Am Rhein sah es dann aus, wie am Vortag in München, denn auch dort hatte der Gegner vergessen, wie man Fußball spielt und so kam Leverkusen zu einem ganz souveränen 4:0. Dies bedeutet trotzdem nur vier Punkte aus vier Spielen, was inakzeptabel bleibt. Man ist nicht überrascht, dass auch in diesem Spiel der Videobeweis wieder störte. Zum Abschluss gab es noch den Westklassiker zwischen Borussia Dortmund und dem 1. FC Köln, beides Teams, die unter der Woche im internationalen Geschäft auf der Insel untergegangen waren. Es sollte torreich bleiben und für die Kölner ist es längst nicht mehr nur ein Fehlstart, wie auch ein Blick auf die Tabelle zeigt. Langsam aber sicher wird es peinlich, auch wenn die neue Technik einen Anteil am 5:0 für den BVB hatte und sich so wieder ganz deutlich zeigte, dass es dadurch einfach noch unsportlich geworden ist. Dies wird sich wohl auch schon ab Dienstag wieder zeigen, wenn diese Skandalsaison fortgesetzt wird.

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