Der BALLacker

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Warum die Bremer Brücke nur wenig mit Bremen zu tun hat

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Man könnte bei dem Stadion, welches hier nun vorgestellt wird, tatsächlich glauben, es hätte irgendwas mit Fußball aus Bremen zu tun. Allerdings geht es um einen Fußballverein aus dem benachbarten Niedersachsen und zwar um den VfL Osnabrück bzw. um dessen Heimspielstätte.

Kenner wissen nun, es geht um die osnatel-ARENA oder, wie man früher sagte, ums Piepenbrockstadion an der Bremer Brücke  bzw. kurz Stadion an der Bremer Brücke. Die Heimspielstätte der Osnabrücker findet man im Stadtteil Schinkel, ganz in der Nähe des Zentrums.

Ganz ursprünglich hieß es Städtisches Stadion an der Bremer Brücke, woher auch die erwähnte Abkürzung Bremer Brücke stammt. Die Brücke, um welche es hier geht, ist eine alte Eisenbahnbrücke, welche man in direkter Nachbarschaft der Bremer Straße findet, wo der Bahnverkehr nach Bremen entlang führt. Viele Jahre später ging dann das Namensrecht an die Unternehmensgruppe des langjährigen Präsidenten vom VfL Osnabrück. Es war dieser Hartwig Piepenbrock der die Rechte erwarb und das Stadion so in Piepenbrock-Stadion an der Bremer Brücke umbenannte. Im Jahre 2004 ging das Namensrecht dann, nach Verkauf, an das Telekommunikationsunternehmen osnatel, woher auch der aktuelle Name osnatel-ARENA rührt.

Zur allgemeinen Geschichte kann man sagen, dass im November 1931 der erste Spatenstich im Namen des SC Rapid Osnabrück erfolgte und zwar auf einer Wiese an der erwähnten Eisenbahnbrücke. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Stadion fast komplett zerstört und man wich bis zum Neubau in das sogenannte Wembley-Stadion aus, ein Platz, welcher von britischen Soldaten zur Verfügung gestellt wurde.

Im Jahre 1946 sollte die Bremer Brücke dann wieder aufgebaut sein, womit der Spielbetrieb dort wieder aufgenommen werden konnte. Fortan kam es zu regelmäßigen Umbauarbeiten und Erweiterungen. Eine Anekdote ergab sich in diesem Zusammenhang im Jahre 2000, als die Sitzplatztribüne mit Schalensitzen ausgerüstet wurde und diese aus Leverkusen eingeflogen wurden.

Die eben erwähnten Arbeiten, ziehen sich letztendlich bis in die Gegenwart durch, denn auch nachdem Jahrtausendwechsel, gingen sie fleißig weiter. Die jüngst geplanten Baumaßnahmen, welche direkt nach Abschluss der Erweiterung der Nordtribüne beginnen sollten, mussten jedoch verschoben werden, da nicht rechtzeitig genügend Logen verkauft wurden, um mit dem Bau eines VIP-Turms zu beginnen. Außerdem ist für die Zukunft geplant, auch noch die Westkurve und ebenfalls die Ostkurve auszubauen. Nach diesen Arbeiten hätte das Stadion dann eine Kapazität von 22.500 Zuschauern.

Die heutigen Drittligaspiele, welche dort die Regel sind, finden auf Naturrasen statt und können von 16.667 Zuschauern begleitet werden und wenn man von den jüngsten Zwischenfällen dort absieht, ist dieses Stadion auch ein Garant für gute Stimmung.

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