Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Was kommt nach der Blamage von Dublin?

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Es war wieder einer dieser Tage, konnte man nach dem letzten Länderspiel der DFB-Auswahl abermals hören. Leider hörte man dies in der Qualifikation für einen Weltmeister bislang einfach schon zu oft, genau wie all die bekannten anderen Ausreden. Lächerlich oder anders formuliert, hier wurde oft genug davor gewarnt, wie es ausgeht, wenn das Glück mal nicht da ist, denn dann wird es zur Blamage. Die Leistung der LÖWenherzen am Donnerstagabend in Dublin beim Spiel Irland gegen Deutschland war, wie bislang auch, kein Knaller, nur diesmal endete es mit einer unvorstellbaren Blamage für Joachim Löw. Nicht nur all die großen Sprüche im Vorfeld führten dazu, auch die Einzigartigkeit dieser Niederlage, hatte Deutschland doch noch nie ein Pflichtspiel gegen die Iren verloren. Die Chance sich am Donnerstagabend direkt für die EM 2016 in Frankreich zu qualifizieren, zu vergeben, kann man auch nicht damit erklären, dass man es nun vor heimischem Publikum schafft, wenn es am morgigen Abend in Leipzig gegen Georgien geht. Selbst Island hat sich schon qualifiziert. Mittlerweile sind auch wirklich alle Ausreden aufgebraucht und man muss sagen, dass es keine Leistung in einer Freilosgruppe war, die man auch nur im Ansatz weltmeisterlich nennen könnte. Es bleibt spannend, wie man ohne nachhaltige Veränderungen so den Titel nächsten Sommer in Paris holen will und dies ist das ausgegebene Ziel aber dies war auch schon ein klarer Sieg gegen Irland. In den etablierten Massenmedien hat man, wie für alles, auch für diesen Donnerstagabend die merkwürdigsten Erklärungen gefunden aber dort versucht man auch das Flüchtlingschaos noch positiv zu verkaufen, von daher überrascht einen an dieser Stelle gar nichts mehr. Es gibt aber für diesen Teil der Medien noch weitere Probleme und eines gleich eine Insel weiter. Denn in England tat sich zeitgleich auch sehr spannendes und zwar auf Ebene der Vereinsmannschaften.

Rot ist Kloppos neue Lieblingsfarbe
Wie sich schon in den Tagen zuvor abzeichnete, geht Jürgen Klopp nun zum FC Liverpool. Zum Wechsel an die Anfield Road, den man durchaus passenden nennen kann, kann man Kloppo nur gratulieren und ihm viel Glück für seine neue Aufgabe wünschen. Was hier nur irritiert, ist wieder einmal der bereits angesprochene Teil der Medien. Hetzten diese zuletzt noch in jeglicher Form gegen den englischen Fußball, als es um die letzte Transferrunde ging und man die völlige Kommerzialisierung auf der Insel niedermachte, vertritt man nun, was diesen, auch nicht sparsamen Trainerwechsel angeht, plötzlich eine ganz andere Meinung. Auch dies beweist wieder, um was für Heuchler es dort geht. Dies erkannte man auch bei einer weiteren Fußballschlagzeile des vergangenen Donnerstags. Sepp Blatter, sowie Michel Platini wurden für 90 Tage suspendiert, was man als massiven Schlag gegen die FIFA und die UEFA sehen muss. Dies beweist, wie der Systemkollaps auch immer mehr bei den vermeintlichen Machthabern im Fußball ankommt. Merkwürdig bleibt nur, warum man ohne Ende auf die FIFA und ihren Boss eindrischt, was schon gerechtfertigt ist, keine Frage, sich aber bei der UEFA so zurückhält. Ganz zu schweigen von den Strukturen in Deutschland vom DFB bis zur DFL, denn wenn man sich anschaut, was sich spieltäglich allein nur in der Bundesliga abspielt und dies vor allem, wenn es darum geht das Premiumprodukt des deutschen Fußballs um wirklich jeden Preis zu forcieren, wäre es nicht überraschend, wenn man auch von dort irgendwann den nächsten großen Fußballskandal melden müsste. Dort, obwohl es wesentlich naheliegender als FIFA und UEFA wäre, halten sich die systemtreuen Medien auffällig zurück, womit sich der Kreis zur Spielberichterstattung der LÖWenherzen wieder schließt. Man kann wohl davon ausgehen, dass nachher dann, wenn auch mehr als spät, die Quali für Frankreich geschafft wird, die Freude groß ist. Nur mit großem Jubel sollte man sich dann eigentlich nach den bisherigen Auftritten in dieser Freilosgruppe doch bitte zurückhalten.

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