Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Welche Serie wird enden?

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Zwei lange Tage ohne Fußball und dann ging es am Donnerstag auch schon wieder weiter und bei der Euro 2016 in Frankreich stand der Auftakt zum Viertelfinale an, womit man auch endlich im normalen EM-Modus angelangt war. Obwohl man schon sagen musste, dass das Achtelfinale, gerade auch gegen Ende, doch noch einiges zu bieten hatte. Am Donnerstagabend trafen die Polen in Marseille auf Portugal und damit begann die nächste Runde auch aus deutscher Sicht, denn Schiedsrichter dieser Partie war Felix Brych. Da er schon in zwei Spielen dieser Europameisterschaft gepatzt hatte und nun trotzdem noch ein Viertelfinale bekam, zeigt, dass es auch bei der UEFA genauso gewollt ist, wie man es auch aus der Bundesliga kennt. Das Staatsfernsehen stimmte auch gleich Lobeshymnen auf ihn an und dies obwohl man ihn in beiden Spielen kritisiert hatte. Es sind auch diese Sachverhalte, welche die Gehaltsdiskussionen, was die vermeintlich unabhängigen Experten angeht, noch einmal befeuern dürfte. Beim Spiel ging es erst einmal direkt sportlich ordentlich los, denn es waren noch keine zwei Minuten gespielt, da sollten die Polen schon mit 1:0 führen. Dies war übrigens bislang der schnellste Treffer des Turniers und der zweitschnellste in der EM-Geschichte. Es dauerte gut 30 Minuten, dann machte Brych schon wieder auf sich aufmerksam und verweigerte den Portugiesen einen glasklaren Elfer und man war nicht überrascht, auch nicht darüber, dass das Staatsfernsehen ihn hier dann wieder kritisierte. Kurz danach schaffte Portugal allerdings den Ausgleich einfach aus dem Spiel heraus. Wahrscheinlich wären die Portugiesen so mit einer 2:1-Führung in die Pause gegangen aber die Chance wusste Brych eben zu verhindern und so ging es mit 1:1 in die Halbzeit. Nach der Pause gab es einen schweren Rückfall in die dunkelsten Zeiten der Gruppenphase, teilweise hatte man das Gefühl, die Teams hätten sich in den Kabinen schon auf die Verlängerung geeinigt. So kam es dann auch und es ging mit 1:1, welches es, wie gesagt, mit einem fähigen Schiri wahrscheinlich nicht gegeben hätte, in die erste Overtime dieser Turnierphase. Beide Mannschaften hatten dies auch schon im Achtelfinale durch. Nach 120 Minuten war, außer einem Flitzer, rein gar nichts passiert und so ging es ins Elfmeterschießen, dies hatten bislang nur die Polen durch. Am Ende siegte allerdings Portugal mit 6:4 in einem wirklich grausigen Spiel, was eben auch wieder für die Leistung des Schiris galt. Übrigens ein weiterer Grund zu hoffen, dass die LÖWenherzen in einigen Stunden weiterkommen, dann wäre das Turnier von Brych und seinen Kollegen erlöst. Nach dem Abpfiff gab es dann noch einen Flitzer und auch wieder einmal Pyro. Es konnte nur besser werden.

Die nächste große Sensation
Auch beim zweiten Spiel im Viertelfinale musste man erst einmal wieder realisieren, dass es im Staatsfernsehen eine reine Dauerwerbesendung vom und für den FC Bayern München bleiben würde, was nicht nur nervt, sondern auch unvereinbar mit dem Rundfunkbeitrag ist. In diesem Spiel traten dann in Lille die Waliser gegen Belgien an. Und auch hier ging es flott los und nach knapp über 10 Minuten feuerte der Favorit einen traumhaften Distanzschuss auf den Kasten der Waliser und so gingen die Belgier mit 1:0 in Führung. Zweidrittel der ersten Halbzeit waren gespielt und die Waliser präsentierten eine wirklich ausgefallen Variante einer Ecke und glichen so auch gleich aus. So ging es dann auch an diesem Abend wieder mit einem 1:1 in die Pause und man konnte gespannt sein, was dies bei diesem Spiel für die weiteren 45 Minuten bedeuten sollte. Es ging gleich wieder so kraftvoll los, wie es schon in der ersten Halbzeit zur Sache ging. In der 50. Minute gab es erst einmal Sonderapplaus für den belgischen Oberfan, der nach dem Achtelfinale einen Herzinfarkt erlitt und in der Folge verstarb. Es war schon der zweite Belgier in diesem Turnier, den dieses Schicksal ereilte. Gut zehn Minuten nach Wiederanpfiff gab es dann auch schon das nächste Traumtor, diesmal allerdings von den Walisern, die damit mit 2:1 die Nase vorn hatten. Mit diesem Standardergebnis der EM 2016 ging es dann in die Schlussphase und die hatte es bislang schon oft genug in sich und so sollte es auch diesmal sein. War es bis zu diesem Zeitpunkt schon nicht gerade so gelaufen, wie man es erwartet hätte, wurde es nun richtig wahnsinnig, den Wales erhöhte auf 3:1. Mit diesem Treffer war dann klar, es würde keine Extrazeit an diesem Abend geben, dafür eine weitere Sensation. War der Einzug der Wikinger in Viertelfinale schon eine riesige Überraschung, sah es in diesem Spiel nicht anders aus. Wegen der Vollständigkeit muss natürlich noch angemerkt werden, dass dies unendlich viel besser im Gegensatz zum Grottenkick vom Vorabend war, auch wenn dies nicht allzu schwer war. Was allerdings schon war, wie am Abend zuvor, war die Schiedsrichterleistung, was auch wieder vielsagend ist. Die spannendste Frage dieses Viertelfinals stellt sich aber trotzdem natürlich in einigen Stunden, wenn eine Serie enden wird. Entweder die von Bundestrainer Joachim Löw, wenn er es zum ersten Mal nicht bis ins Halbfinale schafft oder die der Italiener, falls sie zum ersten Mal ein entscheidendes Spiel gegen Deutschland verlieren sollten. Man sieht, es steht ein weiteres wirkliches Endspiel an, wenn Deutschland in einigen Stunden in Bordeaux auf Italien trifft.

Pfeiff das Spiel an und setz den ersten Kommentar

Du hast den Ball