Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Wenn am Ende alles ganz anders ist

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Hier wurde unter der Woche schon fleißig mit der Vorberichterstattung zur Euro 2016 in Frankreich begonnen und die teilnehmenden Länder aus der Auftaktgruppe A sind nun schon komplett in der Länderinfo EM 2016 zu finden, nur falls irgendwem die Bundesliga zu langweilig werden sollte, was durchaus passieren kann. Vor allem sollte aber ganz zum Schluss wieder die Erkenntnis stehen, dass Fußball nicht immer das Wichtigste im Leben ist. Erst einmal sollte es aber eigentlich ganz nett losgehen am Freitagabend mit diesem 26. Spieltag und Hertha BSC Berlin siegte auf ganz neuem Rasen im Olympiastadion mit 2:0 über Schalke 04. Somit war man schon etwas gespannt, was der Samstag bringen sollte. Da war das Spiel zwischen Hannover 96 und dem 1. FC Köln, was in der Hinrunde mit einem Handtor, welches damals Bastian Dankert an die 96er verschenkte, zu einem 1:0-Auswärtssieg für Hannover führte und Teil eines von Skandalen geprägten Spieltags war. Diesmal gab es dann einen 2:0-Auswärtssieg für die Kölner und das sogar diesmal ohne Hilfe des Schiedsrichters aber dies waren auch schon die guten Nachrichten, da es eher wieder ein Grottenkick war. Aber es gab auch Spiele mit einer ganzen Menge Tore und so endete zum Beispiel die Partie zwischen dem FC Ingolstadt und dem VfB Stuttgart 3:3, was schon einmal vielversprechend klang. Man muss einräumen, es war auch ein ganz netter Kick aber leider auch wieder vor allem sehr viel Manuel Gräfe. Damit war es wieder eine Begegnung, die massiv durch den Schiri mitgestaltet wurde, was einfach nur noch nervt und früher oder später auch Konsequenzen haben wird, wo die Verantwortlichen wieder sagen werden, dass sie nicht wussten, wie es soweit kommen konnte. Hier erkennt man, dass der Fußball schon ein guter Spiegel der Gesellschaft ist, wo Trainer aus der 2. Liga schon meinen, aktiv Wahlkampf machen zu müssen und die Richtung nicht mehr nur auf dem Platz vorgeben wollen und dabei auch noch Systemreue mit Demokratie verwechseln, was natürlich völlig inakzeptabel ist. Es ist schon schlimm genug, dass man sich anhören muss, dass es in diesem Land eine Fußballkanzlerin gibt, da muss man diese verkrusteten Machtstrukturen nicht auch noch unterstützen.

Trauriges und Trainer
Die emotionalste Partie an diesem Samstag gab es wohl am Böllenfalltor und dies ist auch der Grund, warum es gleich erst ums dortige Spiel gehen soll. Unter der Woche verstarb Johnny Heimes an seiner Krebserkrankung mit gerade einmal 26 Jahren. Er war der Kultfan der Lilien schlechthin und feierte im letzten Jahr noch auf der Bühne den Aufstieg mit. Er war diesem Sport und vor allem dem Verein seiner Heimatstadt so verbunden, wie seinem unermüdlichen Kampf gegen den Krebs. Dies erklärt auch, warum sich Fans und Mannschaft beim Spiel so herzlich von ihm verabschiedeten und es eine tolle Choreo zu seinen Ehren gab. Umso trauriger ist es natürlich, dass auch ein solches Spiel am Ende nicht durch Sportliches entschieden wird, sondern durch den Schiedsrichter, womit der Name Bastian Dankert hier schon zum zweiten Mal auftaucht, was schon zeigt, dass man längst nicht mehr von Zufall sprechen kann. Bis kurz vor Schluss führten die Lilien mit 2:1 in diesem in vielerlei Hinsicht so wichtigen Spiel, dann bekam der FCA einen Elfer geschenkt und alles endete mit einer Punkteteilung. Übrigens haben die Augsburger damit in den letzten zwei Partien jeweils einen Punkt geschenkt bekommen, was wiederum beweist, wie relativ auch die Tabelle ist. Es gab dann auch noch ein Spiel der Wundertüten und zwar zwischen 1899 Hoffenheim und dem VfL Wolfsburg. Überraschten die Wölfe zuletzt noch am Niederrhein, verloren sie diesmal beim Kellerkind mit 0:1. Dies wundert schon und wenn es dies nicht tut, muss man wohl festhalten, dass die Doppelbelastung mit dem großen internationalen Geschäft, wo die Wolfsburger es unter der Woche ins Viertelfinale schafften, zu viel ist. Wundertüte gilt aber auch für Julian Nagelsmann, den Trainer von 1899, den man noch immer nicht wirklich beurteilen kann. Sein Highlight unter der Woche war übrigens, dass er seine Trainerlizenz bekam und damit nun ganz offiziell der jüngste Trainer der Liga ist. Herzlichen Glückwunsch! Um bei den Trainern zu bleiben, konnte man an diesem Wochenende auch von einem wirklich missglückten Debut in der Bundesliga sprechen und es geht um die Kovac-Brüder, die Eintracht Frankfurt vorm Abstieg bewahren sollen. Niko Kovac und sein Bruder Robert, der den Assistenten gibt, mussten gleich mit der SGE zu Borussia Mönchengladbach und gingen auch gleich einfach mit 0:3 unter. Es könnte für die Brüder ein Kurztrip an den Main werden, haben sie doch nur einen Vertrag für die 1. Liga.

Ein fragwürdiges Comeback und eine Tragödie
Legte der Verbrecher Uli Hoeneß zuletzt erst ein absolut fragwürdiges Comeback bei seinem FC Bayern München hin, wo er letztendlich auch nicht der einzig Vorbestrafte ist, sollte es an diesem Wochenende noch eines geben aber bleiben wir erst einmal beim Premiumprodukt der Bundesliga. Denn der FCB empfing Werder Bremen. Die Jungs von der Weser hatten sich am letzten Wochenende freiwillig selber dezimiert, was vor einem so sinnfreien Spiel auch schon fast nachvollziehbar ist aber trotzdem 40.000 Euro Strafe kostete. Was soll man sagen, die Bayern gewannen 5:0 und es wird immer lächerlicher von Spannung n der Tabellenspitze zu sprechen, alles eben genauso, wie es schon fast die gesamte Saison über der Fall war. Auch dies wird sich noch für die vermeintlich Mächtigen in diesem Sport rächen. Sehr viel mehr muss man zu dieser sinnfreien Show auch nicht schreiben. Nun aber zu dem anderen, bereits angesprochenen Comeback in kürzester Zeit. Bayer 04 Leverkusen empfing den Hamburger SV und Roger Schmidt dürfte pünktlich zu seinem 49. Geburtstag wieder in den Innenraum des Stadions, wenn auch nur auf Bewährung aber dies gilt für Hoeneß schließlich auch. Längst ist der Plan von Sportdirektor Rudi Völler gescheitert und er scheint nur noch an seinem Trainer festzuhalten, da er sich wohl gleich mit feuern müsste, wenn er ihn vor die Tür setzt. Zum Spiel kann man sagen, es war eigentlich alles, wie man es aus der jüngsten Vergangenheit kannte, es gab nur einen kleinen Unterschied, die Werkself hatte das Glück diesmal auf ihrer Seite und gewann mit 1:0. Das Tor schoss übrigens der HSV, was auch wieder vielsagend ist. Das Spiel selbst dauerte eine Ewigkeit und bei der Schiedsrichterleistung von Christian Dingert, der die Leverkusener, warum auch immer, dezimierte, hatte man das Gefühl, dass die Hamburger eigentlich, um jeden Preis, noch einen Punkt mitnehmen sollten. Nach so viel Aufregung kurz vorm Ende des Spieltags, war die Spannung groß, wie das letzte Spiel des Wochenendes zwischen Borussia Dortmund und dem FSV Mainz 05 wohl werden sollte. Es sollte vor allem ein sehr tragisches Spiel werden und der zu erwartende 2:0- Sieg des BVB interessiert am Ende kaum noch. Gleich zwei Fans erlitten während der Partie einen Herzinfarkt und musste reanimiert werden, wobei einer noch auf der Süd verstarb, während der andere wohl im Krankenhaus stabilisiert werden konnte. Somit war es am Ende doch eher ein trauriger und tragischer Spieltag.

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