Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Wenn der Ball durch den Wald rollt

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Nach all der Hitze in den letzten Tagen, machen wir diesmal einen Ausflug in den Wald, weil es dort so schön schattig ist. Es geht um den Hardtwald und dieser ist ein historisches Waldgebiet in der Oberrheinebene zwischen Rastatt und Schwetzingen, es liegt nördlich und südlich von Karlsruhe, womit man ahnt, wo dieser virtuelle Ausflug hingehen wird.

Da es sich bei diesem Waldgebiet um das größte und bekannteste der Region handelt, wird danach auch die Landschaft auf dem rechtsrheinischen Hochgestade als Hardt benannt. Von daher ist es auch nicht verwunderlich, dass zahlreiche ortsansässige Unternehmen, Vereine und vieles andere auch, dort das Wort Hardt als Bestandteil ihres Namens tragen. In Ausnahmefällen kommt es auch zur Schreibweise Haardt, was man allerdings nicht mit der linksrheinischen Haardt verwechseln darf.

Was all dies mit Fußball zu tun hat, mag sich nun manch Leser fragen und die Antwort ist ganz einfach, denn in diesem Wald trifft man regelmäßig auf Profifußballer und zwar auf die vom Karlsruher SC.

Mitten in diesem Wald liegt, natürlich auf Karlsruher Stadtgebiet, das Wildparkstadion. Dieses Fußballstadion ist auch der Mittelpunkt einer größeren Anlage, auf welcher man neben verschiedenen Sport- und Übungsplätzen, auch noch eine Tennisanlage, sowie weitere Sportstätten findet.

In der Hauptsache wird dieses Gelände samt Stadion allerdings von der Fußballabteilung des KSC genutzt. Früher wurde es auch noch als Leichtathletikstadion genutzt, da aber die Tartanbahn im Zuge einer Spielfeldverlegung teilweise entfernt wurde, ist dies nun nicht mehr möglich.

Die Wurzeln des Stadions reichen bis ins Jahr 1921zurück, denn es wurde im Jahr 1955 an der Stelle errichtet, wo sich zuvor der alte FC-Phönix-Sportplatz befand. Ursprünglich gab es sogar über 55.000 Plätze. Durch sich stetig verändernde Vorschriften reduzierte sich diese Zahl allerdings genauso, wie sie sich durch Umbauten auch wieder erweiterte.

Aktuell finden im Wildparkstadion 29.699 Zuschauer Platz und diese Plätze oder besser gesagt das gesamte Stadion wird an die Nutzer durch die Stadt verpachtet, denn diese ist Eigentümer dieser Fußballstätte, welche übrigens vor allem ein Problem für die Sicherheitskräfte darstellt.

Durch die beschriebene, für ein Fußballstadion nicht unbedingt übliche Lage, bietet sie ein hervorragendes Umfeld für Ausschreitungen rivalisierender Fangruppen. Dies ist ein tatsächliches Problem, da sich immer wieder zeigte, dass die Ordnungshüter ziemliche Probleme haben, Eskalation in diesem Gelände unter Kontrolle zu bekommen.

Es sind auch diese Ausschreitungen, welche immer wieder Auswirkungen auf den Spielbetrieb haben, wie man grade erst beim entscheidenden Rückspiel der Relegation in der Saison 2014 / 2015 erleben konnte, wurde das entscheidende Rückspiel gegen den Hamburger SV vorverlegt, damit es vor Einbruch der Dunkelheit beendet werden konnte, um die Lage nicht noch komplizierter zu machen.

Dies soll aber nur eine Randnotiz sein, denn in der kommenden Saison wird man dort vor allem wieder guten Fußball sehen, allerdings auch weiterhin in der 2. Liga, da sich die Karlsruher in der eben angesprochener Relegation gegen den Dino der Bundesliga nicht durchsetzen konnten und den Aufstieg damit ganz knapp verpassten.

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