Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Wenn die Moral lächerlich wird

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Natürlich lud auch der 28. Spieltag wieder zu ordentlichem Gelächter ein und dies auch schon direkt am Freitagabend, wo sich Hannover 96 und Hertha BSC Berlin 1:1 trennten, was erst einmal unspektakulär aussieht. Berücksichtigt man dann allerdings, dass der vermeintlich unparteiische Marco Fritz den Berlinern gleich mehrere Elfer verweigert, wird vieles deutlicher. Schön war an dem Spiel aber vor allem, dass sich der Anhang der Hertha solidarisch mit den Ultras aus Hannover zeigte, was man bei der ARD natürlich nicht gut fand, was man aber bei einem systemtreuen Sendern eigentlich auch nicht anders erwartet. Nicht wirklich lächerlich aber auch nicht im Ansatz gut sah es für Borussia Dortmund bei der anderen Borussia auch Mönchengladbach aus. Die Fohlen zeigten sich sehr souverän und schafften einen überzeugenden 3:1-Heimsieg. Das Spektakulärste beim Rivalen des BVB aus Gelsenkirchen, wo es auch nicht wirklich gut aussah, war allerdings nur ein nicht verwandelter Elfer, womit die Partie zwischen Schalke 04 und dem SC Freiburg 0:0 ausging und eher mäßig war, was wohl mehr für die Breisgauer brachte. Die Überraschung der Samstagnachmittagsspiele lieferte dann der SC Paderborn, der tatsächlich wieder einmal ein Spiel gewann und zwar ein 2:1 gegen den FC Augsburg. In einem nicht wirklich überraschenden Kartenspiel am Samstagabend, welches Felix Zwayer leitete, welcher unter der Woche schon dem Premiumprodukt des deutschen Fußballs das Weiterkommen im DFB-Pokal sicherte, kam es zwischen dem Hamburger SV und dem VfL Wolfsburg im Nordderby zu einer 0:2-Heimniederlage für den Dino in der Liga, womit die Frage nach dem Sinn des Trainerwechsel ganz im Norden der Republik noch nicht wirklich beantwortet wurde, denn der HSV ist mittlerweile wieder ganz am Tabellenende angelangt.

Bayer und Bayern
Selbstverständlich fehlen noch zwei Spiele vom Samstagnachmittag und es geht um zwei Teams, welche noch wesentlich mehr unterscheidet, als nur der Buchstabe N. Beim FC Bayern München läuft alles weiter, wie man es gewohnt ist und so wurden sie auch beim Heimspiel gegen die Eintracht aus Frankfurt wieder mit einem irregulären Tor auf die Siegerschiene gesetzt, was in regelmäßigen Abständen immer wieder passiert, so gibt es zum 3:0-Sieg des FCB auch wieder kaum etwas zu sagen, zu mindestens an dieser Stelle. In der anderen Partie gewann Bayer 04 Leverkusen mit 3:2 beim FSV Mainz 05 und zum Spiel ist zu sagen, dass auch hier der Schiri, in diesem Fall Guido Winkmann, maßgeblich beteiligt war, denn die beiden späten Treffer der Mainzer waren Elfer, die in anderen Partien wohl zu Diskussionen geführt hätten, also ebenfalls ein bekanntes Bild, welches zum Glück nur Auswirkung auf die Torbilanz aber nicht auf die Punkte hatte. Überschattet wurde das Spiel von den Diskussionen und der späteren Entlassung des Leverkusener Spielers Emir Spahic, der unter der Woche nachdem Pokalskandalspiel gegen die Bayern auf die eigenen Ordner losging und einen verletzte. Natürlich gab es hier, gerade auch im Staatsfernsehen, den erhobenen Zeigefinger, die Moralkeule, wo es richtig lächerlich wurde, weil man zum Beispiel völlig und ganz unterschlug, wie frustriert man im Rheinland nachdem nicht gerechtfertigten Ausscheiden natürlich war. Komischerweise fand man bei diesen Sendern ähnliche Kommentare, was die Münchener angeht, bislang eher selten. Dies irritiert natürlich, wird dieser Fußballkonzern doch von einem Vorbestraften geführt und ein weiterer Straftäter wird gerade im Verein rehabilitiert und dies, obwohl er der Allgemeinheit einen riesigen Schaden durch Steuerbetrug zugefügt hat. Unabhängigkeit, auch in Sachen Moral, sucht man so auch hier bei ARD und ZDF wieder vergeblich. Auch der Sonntag begann mit einem Spiel, wo der Schiri voll im Fokus stand, denn bei Peter Sippel gab es neben einem Kartenfestival auch noch einen Platzverweis und zwei Elfmeter, was den 3:2-Heimsieg des 1. FC Köln über 1899 Hoffenheim schon etwas relativiert. Erschreckend ähnlich endete der Spieltag dann mit der Begegnung des VfB Stuttgart gegen Werder Bremen. Nicht nur, dass es auch ein überraschender 3:2-Heimsieg war, sorgte Günter Perl hier ebenfalls für ein Kartenspiel inklusive Platzverweis, den wohl nur er verstand. Was fehlte, waren die Elfer. Man sieht, nicht nur in der Tabelle tut sich reichlich wenig in der Bundesliga.

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