Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Wenn die Stimmung nicht zur Spielklasse passt

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Seit 1896 gibt es schon Sportstätten auf dem Gelände, wo man heutzutage das Stadion Dresden findet und der erste Club der hier Fußball spielte, war der Dresden English Football Club, bevor es später auch die Heimspielstätte von Dresdensia Dresden werden sollte.

Mit den Grundlagen des heutigen Stadions hat all dies allerdings kaum etwas zu tun, wurden diese doch nach dem Zweiten Weltkrieg aus den Trümmern neu aufgebaut und im Herbst 1951 unter dem Namen Rudolf-Harbig-Stadion wiedereröffnet.

Dieses Stadion wurde nach der Wende notdürftig an die Bedingungen der westliche Fußballwelt angepasst, was aber auch nicht allzu lange ausreichen sollte und so wurde im Jahr 2007 der Vertrag zum Neubau des Stadions unterzeichnet.

Im Herbst des gleichen Jahres rückte man dem alten Stadion dann mit schwerem Gerät zu Leibe und leitete den Abriss ein, um schon im Herbst 2009 das neue Stadion mit einer Partie gegen Schalke 04 einweihen zu können, welche Dynamo Dresden allerdings mit 1:2 verlor.

Fanden zu Zeiten der DDR-Oberliga fast 40.000 Fans Platz im Stadion, ist es aktuell etwas weniger und es gibt noch knapp über 32.000 Plätze und auf diesen wird für ordentlich Stimmung gesorgt.

Machen die Fans von Dynamo Dresden immer wieder Negativschlagzeilen durch Ausschreitungen, ist dies allerdings nur ein minimal kleiner Ausschnitt dessen, was der Dresdener Anhang zu bieten hat.

Schaut man sich Spiele in diesem Stadion an, erlebt man Stimmung auf allerhöchstem Niveau und dies passt natürlich eigentlich nicht in die 3. Liga, denn so eine Stimmung gehört letztendlich in die Bundesliga.

Auch für Dynamo Dresden gilt nur leider, dass das Oberhaus des deutschen Fußballs schon seit ewigen Zeiten fest in westdeutscher Hand ist und man so bedauerlicherweise sagen muss, dass die Wiedervereinigung in Sachen Fußball nie so wirklich geglückt ist.

Vom Stadion, aber auch von den Fans her gibt es, wie gerade erwähnt, Potenzial für vielmehr und wer weiß schon, wo die Geschichte dieser Stadt auch fußballerisch noch hinführt.

Zum Abschluss sei noch erwähnt, dass es auch namenstechnisch immer wieder Änderungen gab, so nannte man das Rudolf-Harbig-Stadion zwischen 1971 und 1990 Dynamo-Stadion, bevor es den alten Namen zurückbekam und diesen dann noch einmal 20 Jahre behielt, bevor es 2010 in Glücksgas-Stadion umbenannt wurde.

Im Sommer 2014 endete der Vertrag mit dem namensgebenden Unternehmen allerdings vorzeitig, warum man es seitdem letzten Sommer Stadion Dresden nennt, was letztendlich auch wieder sehr schlüssig ist, ist der Eigentümer des Stadions doch die Stadt Dresden.

Bislang ein Ballkontakt

  1. 19. März 2015

    | 08:35

    [...] der Auslöschung der dortigen Identität, was natürlich im Kontext der geopolitischen Einflussnahme des Westens in der Region schon auch nicht gerade uninteressant erscheint. So kommt man auch wieder zu der [...]

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