Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Wenn die völlige Kommerzialisierung zur totalen Langeweile führt

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Am 26. Spieltag sollte sich Unglaubliches in der 1. Liga ereignen, denn der FC Bayern München sollte nicht Meister werden, dies bedeutet, sie werden es wohl nur einen Spieltag früher, als in der Vorsaison. Wenn dies nicht wirklich mehr Spannung für die Liga bedeutet, was dann sonst? Passend ist es da, dass der Verein mit all den Verbrechern im Umfeld, wohl in der Hauptstadt von Absurdistan Meister wird. Zuerst sollte aber am Freitagabend Robin Dutt mit Werder Bremen in den Breisgau zum SC Freiburg reisen. Dutt stand damit wieder an einem Spielfeldrand, wo man sein Versagen als Trainer nur zu gut kennt, deshalb war es auch nur eine bedingte Überraschung, dass die Bremer mit 3:1 verloren. Der Samstagnachmittag war neben den gewohnten Schiedsrichteraussetzern, vor allem wieder einmal von weitverbreiteter Langeweile geprägt. Dies galt sowohl für das Kellerduell im Schwabenland zwischen dem VfB Stuttgart und dem Hamburger SV, welches die Stuttgarter mit 1:0 gewannen, wie auch für das 1:1-Unentschieden zwischen dem VfL Wolfsburg und dem FC Augsburg. Auch die Werkself aus der Autostadt bietet einen guten Beweis dafür, dass die vielzitierte, völlige Kommerzialisierung, die man auch hier mit Millionenbeträgen fördert, dem Fußball nicht gut tut. Nicht nur, dass es immer wieder Probleme mit den Zuschauerzahlen im Stadion, wie auch im Fernsehen gibt, ist es eben auch allzu oft einfach nur zum Gähnen. Dies gilt bekanntermaßen auch für den FCB, der diesmal beim FSV Mainz 05 mit 2:0 siegte. Hier muss man nur erwähnen, dass dies nicht zur Meisterschaft reichte, da der Pott, wie man gleich sehen wird, siegreich blieb. Außerdem, und damit geht es noch einmal ums Ruhrgebiet, war es spannend zu sehen, dass Pep Guardiola während der Partie sogar auf dem Spielfeld rumturnte, natürlich ohne Konsequenz und mit Kommentaren, die so etwas als große Emotion verkaufen sollten. Komisch nur, dass Emotionen des Dortmunder Trainers Jürgen Klopp regelmäßig mit Platzverweisen und Geldstrafen belegt werden aber so ist es nun einmal, wenn ein Premiumprodukt um jeden Preis gefördert werden soll.

Morgen das ganz große Derby
Borussia Dortmund und Schalke 04 hätten am Samstag verlieren müssen, damit Bayern Meister wird, überraschend wäre dies in der zweiten Saison in Folge, welche genau auf einen Verein ausgerichtet ist, nicht gewesen aber es trat nicht ein. Schalke schaffte gegen den Dauerbesetzer des letzten Tabellenplatzes, gegen die Eintracht aus Braunschweig ein verdientes 3:1, in dem die Niedersachsen aber auch wieder bewiesen, warum sie eigentlich in der 1. Liga bleiben müssen. Ganz souverän schossen die Dortmunder Hannover 96 mit 3:0 ab, womit für Hochspannung im morgigen großen Ruhrpottderby gesorgt ist. Zu diesem ganz besonderen Derby sei noch erwähnt, dass es diesmal unter noch besonderen Vorzeichen, als üblich steht, denn die, die meinen ihnen gehöre der Fußball ganz alleine, die die meinen hier eine super Ware zu haben, die sie ausschlachten können, wie sie wollen, haben sich wieder etwas einfallen lassen. Man ist nicht überrascht, dass es sich dabei um Sanktionen gegen den BVB handelt, schließlich haben sich Verantwortliche und Vertreter der etablierten Massenmedien und hier, wie so oft, die Protagonisten des Staatsfernsehens auch dazu durchgerungen, den Skandal um die Straftäter aus den Reihen des großen Fußballkonzerns aus dem Süden der Republik unter den Teppich zu kehren, was dazu führt, dass einen kaum noch etwas irritiert, wenn es um Meinungsbildung im Fußball geht. Was die Borussen angeht, wurde beschlossen, kommt es in den nächsten sieben Monaten zu schwerwiegenden Vorfällen, was auch immer dies bedeuten mag, soll die legendäre Süd für ein Heimspiel gesperrt werden. Man kann nur hoffen, auch wenn man es nicht erwarten sollte, dass die Verantwortlichen, die so etwas entscheiden, wissen, was dies für den Frieden in der Stadt bedeutet und welche Vorzeichen sie damit für das morgige Derby gesetzt haben.

Das Staatsfernsehen und das Phantomtor
Das Thema mangelnde Unabhängigkeit auch in Sachen Fußball, gerade auch wenn man vom Staatsfernsehen spricht, welches so gut wie jeder Haushalt ironischerweise auch noch genau dafür mit einer Zwangsabgabe finanzieren muss, ist hinlänglich bekannt, ein Indiz dafür sollte auch wieder eines der Sonntagsspiele liefern. Aber vorher endete natürlich noch der Samstagsspieltag mit einem nicht allzu überraschenden 3:0-Sieg von Borussia Mönchengladbach gegen Hertha BSC Berlin. Der Sonntag begann mit einem absoluten Hit in Sachen Abstiegskampf und im Frankenland traf der 1. FC Nürnberg auf Eintracht Frankfurt. In einem Hammerspiel schoss die Eintracht die Clubber im eigenen Stadion mit 5:2 ab. Dann traten im letzten Spiel des Spieltags noch Bayer 04 Leverkusen und 1899 Hoffenheim gegeneinander an. Hier sparte man natürlich nicht mit Hinweisen auf das Phantomtor aus dem Hinspiel bei 1899, welches man so gerne Stefan Kießling, dem vermeintlichen Torschützen, anhing, anstatt es dazu zu nutzen, deutlich zu machen, wie es auch in dieser Saison um die Schiedsrichterleistungen bestellt ist. Es passt eben alles ins Konzept oder vielmehr System. Natürlich war die eigentliche Frage dieses Spiels, wie schnell die Leverkusener nun Gefahr laufen im Nirvana der Tabelle zu verschwinden. Unter den genannten Vorzeichen war es dann auch nicht überraschend, dass am 3:2-Auswärtssieg der Hoffenheimer vor allem auch der so genannte Unparteiische Dr. Jochen Drees seinen nicht unerheblichen Einfluss hatte.  Der Spieltag und die Entscheidungen, die es auf den Plätzen und im Umfeld gab, zeigten aber vor allem, dass sich die Fronten auch im Fußball weiter verhärten werden und zwar zwischen den wahren Fans dieser großartigen Sportart und denen, die aus eigener Profitgier eine Ware ausschlachten wollen. Schon am morgigen Tag wird man wahrscheinlich im Revierderby wieder weitere, gezielt provozierte Folgen sehen, die von systemtreuen Medien passend flankiert werden. Es wäre doch sehr angenehm, wenn es endlich einmal wieder um schönen, interessanten und fairen Fußball gehen würde, nur so zur Abwechslung.

Bisher 2 Ballkontakte

  1. MIKE
    24. März 2014

    | 08:29

    BEGRÜSSENSWERTE HOFFENHEIM-RACHE DIE SEHR GERECHTE QUITTUNG IN FORM VON PHANTOM-SCHMERZEN FÜR PLASTIKCLUB LEVERKUSEN UNSYMPATH VÖLLER UND PHANTOMTOR-FEIGLING KIESSLING !! SALIHOVIC ELFER DER HAMMER !! :)

  2. 24. März 2014

    | 12:57

    PLASTIKCLUB LEVERKUSEN…sagt der SAP-ler. Ne klar ;-)

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