Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Wenn eine Trauerfeier zum Freudenfest wird

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Nachdem der 22. Spieltag doch relativ lahm mit einem 0:0 zwischen Schalke 04 und dem FSV Mainz 05 begann, sollte der Samstagnachmittag ganz im Zeichen des Hamburger SV stehen. Aber auch diesmal schön der Reihe nach. Denn, was sich in Hamburg und auf Schalke tat, sollte sich bei Borussia Mönchengladbach gegen 1899 Hoffenheim fortsetzen. Am Niederrhein feierten nicht nur die Ultras Geburtstag und die Anhänger von 1899 sorgten für Krawall, sondern die Fohlen schafften auch keinen Sieg und verspielten ihre 2:0-Führung auf Kosten eines 2:2. Beste Voraussetzungen also für das Abendspiel zwischen dem VfL Wolfsburg und Bayer 04 Leverkusen, aus Sicht der Werkself, um sich an der Spitze der Tabelle, was den zweiten Platz angeht, abzusetzen. Aber was war in Hamburg passiert? Eigentlich standen die Zeichen auf Trauer und dies ganz deutlich. Unter der Woche war die HSV-Ikone Hermann Rieger mit 72 Jahren verstorben und es wirkte so, als hätte so gut wie jeder im Stadion schwarz getragen. Die Choreografie in der Fankurve, die komplett schwarz war und dieses Vereinsidol mehr als angemessen verabschiedete, war mehr als herzzerreißend. Eher durch den allgemeinen Absturz, als durch diesen Todesfall hatte wohl niemand mit einer Chance gegen den BVB gerechnet und deshalb wurde diese Trauerfeier zu einem wahren Freudenfest, denn völlig überraschend aber vor allem auch überzeugend siegten die Hamburger mit 3:0. Man kann aus hamburgischer Sicht sagen, dass dieser Spieltag wohl ganz im Sinne des Verstorbenen war.

Rekorde in der Liga gehen auch sehr gut ohne den FCB
Bevor es um das Abendspiel in der Autostadt gehen soll, tat sich natürlich noch mehr am Samstagnachmittag, so verlor der VfB Stuttgart vor heimischen, durch ordentlich Freikarten geködertem, Publikum mit 2:1 gegen Hertha BSC Berlin. Der Abwärtstrend wurde mit dieser siebte Niederlage in Folge, was Vereinsrekord ist, noch einmal deutlicher, wobei man anmerken muss, dass ,wie gewohnt, auch hier der Schiedsrichter seinen großen Teil zu beitrug. Ähnlich interessante Schiedsrichterleistungen konnte man im Frankenland erleben, wo der 1. FC Nürnberg auf die Eintracht aus Braunschweig traf. Dieses Kellerduell war schon mehr als kurios, was nicht nur daran lag, dass der Tabellenletzte aus Braunschweig nach einer 1:0-Führung das Spiel mit 2:1 verlor. In diesem Abstiegskampfspiel gab es drei Elfmeter und keiner erbrachte ein Tor, womit ein weiterer Ligarekord aufgestellt wurde. Und dann war da noch das Spiel an der Dreisam, wo der SC Freiburg auf den FC Augsburg traf und auch hier waren die Vorzeichen klar, hatten die Augsburger doch noch nie in Freiburg gewonnen und auch dies sollte sich an diesem interessanten Spieltag verändern und trotz eines großartigen Kampfes, verloren die Freiburger am Ende mit 4:2 doch sehr deutlich und rutschten so weiter in den Abstiegsstrudel. Dann war es endlich soweit und die Werkself begab sich im Abendspiel auf die große Wolfsjagd und dies unter den angesprochenen, optimalen Vorzeichen.

Die Sache mit dem Wolf
Dieses Abendspiel war die große Chance für Leverkusen in Wolfsburg aber es sollte sich ein altbekanntes Bild zeigen. Wenn Leverkusen einmal in schlechtes Fahrwasser gerät, hält dies an. So wurde es nichts mit dem großen Erlegen der Wölfe. Bayer 04 Leverkusen war einmal mehr die bessere Mannschaft und hatte auch nicht zum ersten Mal den Schiedsrichter gegen sich, wie es in einer klar ausgerichteten Liga scheinbar der Fall sein muss und so verloren sie unverdient in Niedersachsen. Unterm Strich war dies nicht dramatisch, weil es durch die bekannten anderen Ergebnisse, kaum Verluste in der Differenz bedeutete aber es so natürlich auch nicht gelang, sich wieder ein Stück in der Tabelle von den Verfolgern abzusetzen. Dann war auch schon wieder Sonntag und es stand die Partie zweier direkter Nachbarn im unteren Teil der Tabelle an und die Eintracht aus Frankfurt empfing Werder Bremen. Hier endete dann aber auch die Freude des Nordens, vielmehr noch endete hier die Freude am Fußball ganz allgemein, denn es war eines dieser 0:0-Unentschieden, die man einfach als Grottenkick bezeichnen muss. Zum Ende des Spieltags musste dann, dass, wie so häufig, geschonte Premiumprodukt der 1. Liga ran und der FC Bayern München spielte in der niedersächsischen Landeshauptstadt gegen Hannover 96. Der 4:0-Auswärtssieg der Bayern bleibt allerdings unkommentiert, da zu diesem traurigen Thema wirklich alles gesagt bzw. geschrieben ist.

Bisher 3 Ballkontakte

  1. Hans Wurst
    24. Februar 2014

    | 09:08

    “Bayer 04 Leverkusen war einmal mehr die bessere Mannschaft und hatte auch nicht zum ersten Mal den Schiedsrichter gegen sich, wie es in einer klar ausgerichteten Liga scheinbar der Fall sein muss…”

    SCHLECHTER VERLIERER WAS?! Es sind natürlich IMMER die anderen Schuld, anstatt sich mal an die eigene Nase zu fassen. Retortenverein Bayer 04 – ohne Herz und ohne Seele!

  2. 24. Februar 2014

    | 12:22

    Na wenn Hans Wurst das sagt ;-)

  3. T.H.
    25. Februar 2014

    | 11:38

    “Zum Ende des Spieltags musste dann, dass, wie so häufig, geschonte Premiumprodukt der 1. Liga ran…”

    Wieso “geschont”? Bayern hat am Mittwoch in der CL gespielt (Auswärts) und am Sonntag BL. Leverkusen hat am Dienstag CL gespielt (zu Hause) und am Samstag BL. Da sind jeweils 3 komplette Tage zwischen den Spielen.

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