Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Wenn es das Wohnzimmer ist

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Erst zu Wochenbeginn gab es im Stadion An der Alten Försterei, die man auch gerne einfach nur Alte Försterei nennt, einen waren Knaller im Zweitligaspiel zwischen FC Union Berlin und Dynamo Dresden, welcher 2:2 endete. Auch bei dieser Partie konnte man wieder merken, warum dieser Ort, der hier nun näher vorgestellt wird, ein wirklich ganz besonderer ist.

Die AF, wie Freunde von Extremabkürzungen auch sagen, hat ein Fassungsvermögen von 22.012 Plätzen und ist damit bei Ligaspielen das größte reine Fußballstadion in der Hauptstadt. Morgen muss der FCU auf die dortige Stimmung allerdings verzichten, steht doch in der 1. Hauptrunde des DFB-Pokals ein Auswärtsspiel beim MSV Duisburg an, wo die heimische Kulisse auch nicht ohne ist.

1920 wurde das Stadion eingeweiht und dient seit dieser Zeit als Heimspielstätte des 1. FC Union Berlin und natürlich seiner Vorgängervereine. Die Alte Försterei findet man im Südosten Berlins und zwar im Ortsteil Köpenick. Dort gibt es insgesamt 18.395 Stehplätze und auch noch 3.617 Sitzplätze. In der Saison 2013 / 2014 konnte mit einem Zuschauerschnitt von 19.889 eine extreme Stadionauslastung von immerhin circa 92 Prozent erreicht werden, was man auch erst einmal schaffen muss und viel über die Verbundenheit der Fans zu ihrem Club aussagt.

In den fünf Jahren zwischen 2008 und 2013 wurde das Stadion letztmalig renoviert und auch gleich ausgebaut. Seitdem sind nun alle vier Tribünen komplett überdacht. Soweit nun wirklich keine Besonderheit an dieser Stelle, dies relativiert sich allerdings ganz schnell, wenn man berücksichtig, dass wichtige Teile der Aufbauarbeiten freiwillig von den Fans verrichtet wurden. Sowohl die im Norden liegende Waldseite, wie auch die Gegengerade im Osten und auch die im Süden befindliche, so genannte Wuhleseite sind reine Stehplatztraversen. Auf der Westseite findet man dann noch die Haupttribüne einschließlich des Logenbereichs.

Schon durch die angesprochenen Baumaßnahmen der Anhänger von Eisern Union, hat dieses Stadion einen gewissen Kultcharakter erlangt aber da ist noch einiges mehr. So muss man das alljährliche Weihnachtssingen erwähnen, welches seit 2003 stattfindend und immer wieder für Gänsehaut sorgt. Dieses jährliche Highlight wird von den Freunden des 1.FC Union Berlin organisiert und ist ein echtes Erlebnis.

Ein weiterer riesiger Knaller, welchen man sich ausgedacht hatte, war das WM-Wohnzimmer zur WM 2014 in Brasilien. Hier ging es um Public Viewing der ganz besonderen Art, denn die Fans konnte einfach ihr eigenes Sofa mitbringen und es sich so richtig gemütlich machen. Eine wirklich verrückte und ebenso gelungene Aktion, die einfach zu diesem einzigartigen Stadion passt.

Was den Heimgenuss angeht, war das am Anfang erwähnte Spiel gegen Dresden aber auch erst einmal das letzte für eine etwas längere Zeit, geht es doch erst fast Mitte nächsten Monats in der Alten Försterei weiter, wenn das nächste Heimspiel in der 2. Liga gegen den Karlsruher SC ansteht aber auch dies wird bestimmt wieder ein Fußballfest.

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