Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Wenn man keine Wahl hat

Ermöglicht durch: hÜlsberg-Die Sache mit dem Ü! Das Wochenende stand natürlich ganz im Zeichen der vermeintlich so wichtigen Wahlen und hier vor allem im Schlaglicht der Bundestagswahl. Natürlich gab es bei den angesprochenen Wahlen keine wirklich großen Überraschungen, was man auch den Vorarbeiten der etablierten Massenmedien und hier vor allem dem Staatsfernsehen anlasten kann. Hier geht es aber um Fußball, wobei man erschreckende Parallelen erkennen kann. Die Politik ist längst zum Lakai der Wirtschaft geworden und dies gilt leider auch immer deutlicher im Fußball. Der FC Bayern München gewann am Samstagabend bei Schalke 04 mit 4:0 und dies natürlich unter anderem auch wieder durch einen wahren Spielmacher, den man auch schon unter der Woche im internationalen Geschäft nutzte, den Schiedsrichter. Übrigens zeigte auch am 6. Spieltag wieder ein Blick auf die Tabelle, dass auch dies nicht reichte, um den Tabellenführer Borussia Dortmund zu überholen, obwohl der BVB nur ein 1:1 beim 1. FC Nürnberg erspielte und natürlich fiel auch hier der Schiedsrichter negativ auf. Es sind diese Schiedsrichter, die immer mehr zu den tatsächlichen Entscheidern in der Liga werden. Fehlentscheidungen waren auch schon im Freitagsspiel beim 4:1-Heimerfolg von Borussia Mönchengladbach über die Eintracht aus Braunschweig ein Thema. Dieses Schauspiel, welches sich mehr und mehr auch in der 1. Liga ausbreitet, führt natürlich zu Frustration bei den wahren Fans dieser tollen Sportart. Was passiert, wenn sich diese entlädt, konnte man dieses Wochenende auch wieder erleben und zwar diesmal im schönen Hamburg, wo das 99. Nordderby zwischen dem Hamburger SV und Werder Bremen anstand. Nach Tabellenplätzen war es das schlechteste Derby dieser Art in der gesamten Geschichte dieses immer brisanten Derbys, welches die Jungs von der Weser mit 2:0 gewinnen sollten. Bevor dies absehbar war, eine Stunde vor Spielbeginn, stürmten Anhänger des HSV den Block der Bremer und es kam zu beachtlichen Ausschreitungen. Auch in Hamburg wird deutlich, wozu Kommerzialisierung am Ende des Tages führt. Ein gutes Beispiel für das ganze Land. Dann war der Wahlsonntag, der Tag der vermeintlichen Entscheidungen, gekommen. Die Sonntagsspiele endeten beide 1:1 und damit unentschieden und auf der politischen Bühne zeigte sich, dass sich die Zustände in Deutschland auch weiterhin verschärfen werden. Man wird sehen, wie viel davon im Fußball zu sehen sein wird.

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