Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Wenn nur der Sonntag zählt

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. An diesem Wochenende stand der 29. Spieltag an und man konnte sagen, dass eigentlich nur der Sonntag zählte, denn es standen gleich zwei Hammerderbys an. Schalke 04 empfing Borussia Dortmund zum 170. Revierderby und ganz zum Schluss gab es noch den großen Klassiker am Rhein und Bayer 04 Leverkusen musste auf die andere Rheinseite zum 1. FC Köln. Aber schön der Reihe nach. Die ersten Erschütterungen für den Fußball gab es schon unter der Woche, denn die Panama Papers betrafen neben der FIFA auch die UEFA, was irgendwie so gar nicht überraschte und beweist, dass die Affären dort auch weiterhin toben. Zum Spieltag muss man sagen, es ging mit einem Kartenspiel unter Benjamin Brand los und Hertha BSC Berlin traf auf Hannover 96 und es sollte tatsächlich 2:2 enden, was Hannover aber wohl auch nicht mehr retten wird, auch wenn es ein gelungener Auftakt für den neuen Trainer, für Daniel Stendel war. Der Samstag begann tendenziell erst einmal wieder eher langweilig, Schwung kam nur langsam vor der Halbzeit auf und so ging es mit nur drei Toren in allen Partien zusammen in die Halbzeit. Aber beginnen wir mit der Begegnung zwischen dem VfB Stuttgart und dem FC Bayern München, wo auch eins der drei angesprochenen Tore vor der Pause gefallen war und zwar ein Eigentor der Stuttgarter, die dem schwachen Premiumprodukt der Bundesliga so eine 1:0 Halbzeitführung bescherten. Erwartungsgemäß wurden die Bayern auch nicht mehr wirklich stärker und gewannen am Ende den Südgipfel trotzdem wieder mit 3:1. Wie gesagt, Bayernspiele braucht man auch nicht mehr zu kommentieren, da eigentlich jeder weiß, wie es dort läuft. Der 1. FC Köln verliert mehr und mehr den Anspruch, der König des Minimalfußballs zu sein und es wird mehr und mehr der FC Ingolstadt. Die Schanzer empfingen Borussia Mönchengladbach und gewannen, welch Überraschung, mit 1:0. Natürlich kann man so die Klasse halten aber mitreißender Fußball geht irgendwie anders.

Die Sache mit dem Abstiegskampf
Da, aus den bekannten Gründen, schon lange niemand mehr an Spannung glaubt, wenn es um die Spitze der Tabelle geht, wird eben der Hype um den Abstiegskampf immer mehr vergrößert, was eigentlich nicht Sinn der Sache sein kann. Eintracht Frankfurt empfing 1899 Hoffenheim und die SAP-ler siegten am Main mit 2:0 und dies in einer Partie, welche zum Ende hin ein wahres Kartenspiel wurde und fast noch auf den Kontrollverlust zusteuerte, was bei Felix Brych, welcher den Schiri gab, jetzt auch keine Überraschung war. Bitter sah es aber nicht nur in der Mainmetropole aus, sondern auch an der Elbe, denn der Dino bot eine wirklich schlechte Leistung am Samstagnachmittag. Hatte sich der Hamburger SV zuletzt etwas gefangen, wurde es diesmal ungemütlich im Norden, denn Darmstadt 98 kam und siegte mit 2:1, wobei dieser Sieg zu einem gewissen Teil auch auf die schlechte Leistung von Schiri Peter Sippel ging. An diesem Spiel merkte man auch schon, dass der Abstiegskampf nicht nur auf dem Platz hart wird, denn der Darmstädter Bus wurde mit einer vollen Bierdose angegriffen und eine Scheibe ging zu Bruch. Wieder der Norden, nur ein anderer Fluss und zwar die Weser aber ein ähnliches Bild. Dort empfing Werder Bremen den FC Augsburg und auch hier endete es mit einem 2:1-Auswärtssieg, der noch etwas bitterer war, denn die Bremer verspielten eine 1:0-Führung. Dieser Samstagnachmittag war somit kein guter für den Norden. Man wird sehen, ob man eines dieser Nordteams am Ende in der Relegation wiedersieht, wenn es die Jungs aus Hamburg werden sollten, hätten sie tatsächlich das Triple geschafft, was schon ein Highlight wäre, wenn auch bestimmt kein gutes. Man merkt schon bis zu dieser Stelle, dass der Samstagnachmittag kein wirklicher Knaller war, was bislang irgendwie zur gesamten Saison passt.

Ein vermeintliches Topspiel und die Derbys im Westen
Das Topspiel, welches allgemein immer umstrittener wird, wurde an diesem Samstagabend zwischen dem VfL Wolfsburg und dem FSV Mainz 05 ausgetragen. Man erwartete von diesem Spiel, nach den bisherigen Partien, nicht mehr allzu viel und wurde so vom 1:1 auch nicht mehr enttäuscht. Da Günter Perl den Schiedsrichter gab, galt dies auch für die Kartenflut inklusive Platzverweis in der Nachspielzeit. So konnte man sich dann ganz auf den Sonntag konzentrieren, wo es mit dem bereits angesprochenen Revierderby zwischen Schalke 04 und Borussia Dortmund losgehen sollte. Entspannter war es wohl für den BVB, war man dort doch schon vorm Prestigeduell für die Königsklasse qualifiziert. Ob es clever war Felix Zwayer zum Schiedsrichter dieser Partie zu machen, darf doch sehr bezweifelt werden. War die erste Halbzeit ganz im Sinne der Samstagsspiele eher ermüdend, sollte es in der zweiten Hälfte richtig zur Sache gehen, ein Kartenspiel, ein diskussionswürdiger Elfer und am Ende stand ein 2:2. Immerhin ein halbes Revierderby, wenn auch leider mit viel zu viel Zwayer. So lag die Resthoffnung auf dem großen Derby zwischen dem 1. FC Köln und Bayer 04 Leverkusen und diese sollte nicht enttäuscht werden. Krawall gab es in der Domstadt natürlich auch wieder, allerdings zwischen Türken und Kurden im Rahmen einer Demonstration, die mit dem Spiel selbstverständlich nichts zu tun hatte, die Sicherheitslage aber nicht einfacher machte. Zum Spiel gilt es auch hier auf den Schiri hinzuweisen, denn auch Manuel Gräfe fiel schon oft genug negativ auf und so überraschte es auch nicht, dass es im Chaos mit gleich zwei Platzverweisen tief in der Nachspielzeit endete. Weiter kann man festhalten, das Beste gab es zum Schluss und so siegte Leverkusen mit 2:0, womit die Sache mit der Macht am Rhein wieder deutlich geklärt wäre und die Werkself auch endlich wieder einmal in einem wirklich wichtigen Spiel überzeugen konnte, was auch mit einem Sprung in der Tabelle belohnt wurde.

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