Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Wenn Schiedsrichter die Hauptverantwortlichen auf dem Platz sind

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Der 14. Spieltag begann mit einem kaum erwähnenswerten 1:1-Unentschieden im Nordderby zwischen dem VfL Wolfsburg und dem Hamburger SV, denn ein fragwürdiger Elfer war zu diesem Zeitpunkt noch nicht erwähnenswert. Viel zu erwähnen sollte es dann allerdings am Samstag geben und erwartungsgemäß ging es ganz im Süden der Republik los, wo der FC Bayern München auf die Eintracht aus Braunschweig traf und mit 2:0 gewann. Halbwegs positiv kann man ausnahmsweise erwähnen, dass es ein Bayernsieg ohne massiven Einfluss von Schiedsrichter Tobias Stieler war. Man muss jedoch anmerken, dass wohl jeder andere Keeper, außer Manuel Neuer, für ein Einsteigen, wie er es zeigte, dir rote Karte gesehen hätte. Ansonsten war das, was die vermeintlich beste Fußballmannschaft der Welt hier gegen den Tabellenletzten, wo sich manch einer schon fragt, ob die Braunschweiger schon reif für die 1. Liga sind, zeigte, gemessen an den Ansprüchen, die man ans Topprodukt der Liga haben sollte, lächerlich und machte Pep einmal mehr zum Depp. Hatte man den internationalen Absturz von Bayer 04 Leverkusen unter der Woche doch auch immer wieder dazu genutzt, zu untermauern, wie grandios der FCB doch sei, konnte die Werkself am Samstag jedoch mit einem 3:0-Sieg über den 1. FC Nürnberg beweisen, wie Souveränität wirklich geht und zementierte so den zweiten Tabellenplatz. Nachdem es bis hierher kaum Auffälligkeiten im Bereich der Woche für Woche negativ auffallenden Schiedsrichter gab, sollte dies in den anderen Partien des Samstagsspieltags ganz anders aussehen.

Immer wieder Aytekin
Da war das Spiel zwischen dem FSV Mainz 05 und Borussia Dortmund, welches der BVB in Mainz mit 3:1gewann. In diesem Spiel fielen alle Tore nach Standards, wovon gleich drei Elfmeter waren. Wenn man dann noch berücksichtigt, dass es eine rote Karte gab, ist man nicht überrascht, dass der äußerst umstrittene Deniz Aytekin der man mit der Pfeife war, wobei eine rote Karte für ihn noch verhältnismäßig wenig ist. Ebenfalls drei Elfmeter, allerdings auf die doppelte Anzahl von Toren, gab es beim 4:4-Unentschieden zwischen 1899 Hoffenheim und Werder Bremen und aus Sinsheim ist man Schiedsrichterskandale in dieser Saison nun wirklich schon gewöhnt. Hier war übrigens mit Wolfgang Stark jemand an der Pfeife, der den Begriff einer starken Leistung schon lange ganz besonders prägt. Schon am Samstagnachmittag war dann der Rekord, was Elfmeter pro Spieltag anging, gerissen, überraschenderweise ganz ohne die Bayern aber es macht noch einmal sehr schön deutlich, wer die tatsächlichen Hauptverantwortlichen auf dem Rasen sind. All dies braucht im Fußball kein Mensch. Was allerdings im Abendspiel auch keinen interessierte, als Schalke 04 verdient mit 3:0 gegen den VfB Stuttgart gewann, allerdings auch wieder mit einem dieser fragwürdigen Elfer, den es diesmal von Michael Weiner gab und so kommen Fragen auf, die weit über den Einfluss auf die Tabelle hinausgehen. Denn Ergebnisse sind auch nicht uninteressant, wenn man sich mit dem Thema Fußballwetten beschäftigt.

Ein deutscher Wettskandal undenkbar?
Gerade mit der Premier League ist eine sehr renommierte Liga in Europa wieder im Kontext der internationalen Wettmafia in Erscheinung getreten. Es wäre also mehr als überheblich, die deutschen Ligen hier auszuklammern, zumal es schon Wettskandale und die passende Urteile gab. Führt man sich dann noch vor Augen, dass das Premiumprodukt der Liga von mutmaßlichen, wie auch verurteilten Straftätern geführt wird, scheint vieles möglich zu sein. Auch hier wird deutlich, dass der Fußball so etwas nicht braucht und die völlige Kommerzialisierung ein Ende haben muss. Wahre Fans, die sich nie zur Ware Fan machen lassen würden, verteidigen dieses Prinzip schon länger, werden allerdings oftmals von den Vereinen, die meist schon längst keine mehr sind, mit allen Mitteln bekämpft. Dann war aber auch schon der erste Advent angebrochen und der Abschluss des Spieltags stand auf dem Plan und es begann mit Hannover 96 gegen die Eintracht aus Frankfurt, hier gab es zwar weder wirkliche Überraschungen, noch Elfer beim 2:0 für die Niedersachsen aber Schiri Günter Perl sorgte für ein buntes Kartenspiel, in welchem nicht nur der Trainer der Eintracht, Armin Veh, seinen Platz verlassen musste. Das letzte Spiel des ersten Adventswochenendes bestritten dann noch Borussia Mönchengladbach und der SC Freiburg. Etwas überraschend stand es nach der 1. Halbzeit noch 0:0 am Niederrhein. Aber die Torflaute sollte glücklicherweise nicht den ganzen Abend anhalten und so endete ein munteres Spiel mit 1:0 für die Fohlen, was durchaus erwartungsgemäß war.

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