Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Wer braucht schon Fußball?

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Wenn man vom 5. Spieltag der aktuellen Saison berichtet, spielt der Fußball an sich leider wieder nur eine Nebenrolle, was doch schon bezeichnend ist. Schon im Vorfeld gab es ordentlich Gerede, denn natürlich, wie in der letzten Woche schon angedeutet, surft man auch im Fußball fleißig auch der Flüchtlingswelle mit und so sollten alle Teams aus der 1. Liga, wie auch aus der 2. Liga, mit einem Logo zur Unterstützung von Flüchtlingen auflaufen und diese auch tatsächlich finanziell unterstützen. Allerdings sollten auch zwei Firmenlogos zu sehen sein, unter anderem das der Zeitung, welche in Deutschland immer wieder gerne Meinungen BILDet und dies alles inszenierte. Immer mehr Teams wollten dieses Spielchen allerdings nicht mitspielen, unter anderem galt dies auch für den FC St. Pauli. Die Quittung des Großmeisters der MeinungsBILDung kam prompt und er unterstellte den Kiezkickern, dass sie wohl kein Herz für Flüchtlinge hätten. Besser hätte es kein Komiker sagen können und sollte diese Aussage auch nur im Ansatz so gemeint gewesen sein, kann man sich denken, wie gut man bei diesem Blatt recherchiert und welches Niveau dort herrscht. Die Vereine, welche teilnahmen und sich dann gegen besagtes Boulevardblatt stellten, kann man aber natürlich auch nicht wirklich loben, denn wenn sollte man auch wirklich Flagge zeigen, alles andere ist die bei diesem Thema bekannte Heuchelei. Am Freitagabend sollte es erst einmal nach einem normalen, interessanten Spieltag aussehen, denn der FSV Mainz 05 besiegte 1899 Hoffenheim mit 3:1, was die Krise bei den SAP-lern noch einmal weiter verschärfte.

Ein Derby und der Protest
Dann kam der Samstag, der auch wegen einem großen rheinischen Derby ordentliche Spannung versprach. Wenn man nicht wieder auf die verschiedenen Böcke der Schiedsrichter eingehen will, die auch diesen Spieltag begleiteten und bewiesen, warum man die meisten austauschen müsste, um zu wirklich fairen Verhältnissen zu kommen, was ganz offensichtlich nicht gewollt ist, bot dieser Samstagsspieltag so gut wie nichts erwähnenswertes, was den Fußball angeht. Mit einem 1:0-Heimsieg sollte das eben angesprochene Derby zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach enden, doch Derbystimmung gab es nicht, was einmal auf den gebotenen Grottenkick zurückzuführen war und auch vor allem auf einen sehr schönen Protest der Borussenfans, den man in jedem Fall loben muss. Wieder versuchten die vermeintlich Mächtigen dieses Sports die wahren Fans in nicht hinnehmbarer Weise zu reglementieren und bekamen prompt die Quittung und so blieben die meisten Fans der Fohlen dem Spiel in der Domstadt fern und protestierten in der Heimat, was höhere Wellen schlug, als die angesprochene Flüchtlingshilfe, was wiederum auch einiges aussagt. Selbst die Kölner Fans schlossen sich diesem Protest weitestgehend an und verweigerten die Stimmung, womit es hier und da, wie ein Geisterspiel anmutete. Die einzig wahre Antwort. Regt man sich bei den etablierten Massenmedien so gerne über die Kommerzialisierung des englischen Fußballs auf, erkennt man die ganze Heuchelei dieser Sender, denn der Ausverkauf des Fußballs hat auch hier längst begonnen, nur ist man noch kein Weltmeister der Kommerzialisierung, wie dies auf der Insel der Fall ist.

Der Knaller kam am Sonntag
So blickte man mit einer gewissen Skepsis auf die drei Sonntagsspiele, die es diesmal gab, da das Samstagabendspiel ironischerweise auch dem Kommerz zum Opfer gefallen war. Schon das erste Spiel zwischen dem VfB Stuttgart und Schalke 04 machte kaum Hoffnung auf Besserung und endete 0:1, womit die Schwaben mit den Fohlen weiterhin punktlos bleiben und diesmal einfach riesiges Pech hatten. Die letzten beiden Spiele waren dann wieder von den Schiris geprägt, welche die Ergebnisse deutlicher machten, als es tatsächlich der Fall war. Dies galt für den 2:0-Heimsieg vom FC Augsburg über Hannover 96 genauso, wie für das Topspiel des Wochenendes. Wie die Partie Borussia Dortmund gegen Bayer 04 Leverkusen unter fairen Bedingungen geendet hätte, wird man wohl nie erfahren und es ist nicht überraschend, dass die Schuld daran bei Deniz Aytekin liegt, womit wir beim bereits angesprochenen Problem wären. Dieser 3:0-Sieg für den BVB sollte aber auch die Luft für den Leverkusener Sportchef Rudi Völler wesentlich dünner werden lassen, denn seine Pläne mit Trainer Roger Schmidt gehen auch weiterhin nicht auf, wie auch der Blick auf die aktuelle Tabelle beweist. Genau an diesen großen Ankündigungen ist Völler aber zu messen. Einen wirklichen Knaller sollte es aber pünktlich zum Abpfiff der letzten beiden Partien noch geben, denn die Gladbacher Talfahrt hat dann doch ein prominentes Opfer gefordert und Lucien Favre trat zurück. Man wird dann sehen, welche Folgen dieser Schritt haben wird. Die Hoffnung liegt damit auf dem nächsten Spieltag, also auf dem morgigen Tag, wo es schon wieder weitergeht. Man sollte bei allem übrigens niemals vergessen, wie vielen Menschen der Fußball wichtig ist und deshalb wird er natürlich gebraucht.

Pfeiff das Spiel an und setz den ersten Kommentar

Du hast den Ball