Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Wer steckte am Montag in den norwegischen Trikots?

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Der krampfhafte Versuch durch die Vorkommnisse von Prag alle wahren Fans auf ominöse Weise zu Rechtsradikalen zu machen, bleibt einfach nur ungeheuerlich und zeigte, wie massiv der DFB und seine Medienhelfer spalten wollen. Mit diesem Geschmäckle ging es dann auch nach Stuttgart und es sollte leider gleich ganz ähnlich weitergehen. Sehr unschön war dort dann vor allem, wie man Timo Werner krampfhaft zum Helden machen wollte und dies wohl nur, um das Standing von RB Leipzig in der Liga, wo sie verständlicherweise keiner mag, zu verbessern. Zum Auftakt am Montagabend gab es ansonsten erst einmal Bilder von den Jubelbrigaden, wie man sie sonst nur vom aktuellen Wahlkampf der Dauermachthaber kennt. Natürlich ging die gewohnt populistische Hetze gegen die DFB-Kritiker bei RTL vorm Spiel, in der bereits angedeuteten Art, weiter. Selbstverständlich übernimmt man damit dort auch die Verantwortung für die Folgen solcher Spaltungsversuche. Unter den angesprochenen Bedingungen wurde Mr. Unfair aus Leipzig dann auch gefeiert, wobei er sich besser nicht daran gewöhnen sollte, denn im Ligaalltag dürfte es ganz schnell wieder anders aussehen. Lobenswert muss man aber wirklich die Norweger hervorheben, die diese ganze Show perfekt unterstützten und eine deutsche Gala ohne jegliche Gegenwehr erst ermöglichten. So stand es schnell schon 3:0 und die Fragen, welche manche Tore mit sich brachten, werden hier einfach einmal dezent ignoriert. Die Kommentare zum Spiel waren zum Teil wieder unterirdisch und es wurde auch wieder in unerträglicher Art und Weise Eigenwerbung betrieben. Zur Halbzeit stand es 4:0 und man fragte sich nun, was dies für eine Inszenierung war, gab es doch am Vorabend schon eine politische an dieser Stelle. Selbst bei RTL, die sich bekanntermaßen seit einiger Zeit auch völlig linientreu gegenüber dem DFB geben, fragte man sich, wer wohl in den norwegischen Trikots steckte. Es war tatsächlich ein Boykott, den die Skandinavier im Ländle präsentierten.

Event statt Sport
In der zweiten Halbzeit wurde es dann, trotzdem frühen 5:0, etwas ruhiger. Schwalbenmeister Werner dürfte dann nach einer guten Stunde gehen, womit dieser übertriebene Teil dieses Events endlich Geschichte war. Bei RTL lobte man natürlich das Publikum und dies gerade in dem Moment, wo es ziemlich still im Stadion war, denn gerade die zweite Hälfte bot doch immer wieder größere, ziemlich ruhige Passagen. Daran sollte man sich übrigens gewöhnen, wenn man die wahren Fans verjagen will. Leider kann man ein solches Spiel, welches von den Norwegern, wie bereits erwähnt, boykottiert wurde, nicht ernsthaft bewerten, daran änderte auch das 6:0-Endergebnis nichts. Man muss aber ebenso anerkennen, dass der Sieg so hoch ausfiel, was selbst bei boykottierenden Gegnern für die LÖWenherzen, auch in dieser Quali, nicht immer selbstverständlich war. Interessant war aber auch noch, dass Thomas Müller selbst in einem solchen Spiel wieder nicht in der Lage war das Tor zu treffen, was seinen Vereinstrainer Carlo Ancelotti doch tatsächlich bestätigte und sich Bundestrainer Joachim Löw bei dieser Personalie Fragen gefallen lassen muss. Im Gesamten war es aber wohl ein Event, welches dem Bundestrainer gefiel, auch wenn es, wie gesagt, sportlich keinen Wert hatte aber diesen Aspekt möchte man allgemein an den Rand drängen, wenn es nach den vermeintlich Mächtigen geht. Die wurden übrigens auch in Stuttgart wieder mit den angemessenen Gesängen bedacht, auch wenn man sie diesmal ignorierte, was wieder viel über die journalistische Qualität bei RTL aussagt. Timo Werner war wohl das Einzige, was noch häufiger erwähnt wurde, als die bereits kritisierte Eigenwerbung. Wie gesagt, natürlich ein ablehnungswürdiger Versuch RB Leipzig zu etablieren, was selbstverständlich scheitern wird. Zur Qualifikation zur WM 2018 in Russland reichte der Sieg übrigens nicht, was aber an dieser Stelle auch nicht in der Hand der LÖWenherzen lag, so muss man noch bis Anfang Oktober warten und dann sollte auch dies vollbracht sein. Nicht zu vergessen, dass es nur darum geht, den WM-Titel zu verteidigen und man in dieser Runde wieder in einer Art Freilosgruppe spielt.

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