Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Wie der Fußball zum Instrument der Geopolitik wurde und was dagegen zu tun ist

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Fußball als Mittel der Geopolitik darf es nicht geben, denn nicht umsonst verweist man auch in dieser Sportart nur allzu gerne darauf, dass dort Politik ganz allgemein nichts zu suchen hat. Allerdings erkennt man in diesen Tagen nur zu deutlich, dass es ganz anders ist. Wirft man einen Blick auf die täglich größer werdenden Probleme in der Ukraine, stellt man schnell fest, dass ein großer Teil dieser finanzieller Natur sind und man dort nun vor allem auch sehr stark auf finanzielle Hilfe von anderen Staaten angewiesen ist und hier hilft der Westen doch sehr gerne, wie es verkauft wird. Ein Hinweis fehlt allerdings, denn ein Grund dafür, dass die Ukraine finanziell so angeschlagen ist, findet sich in der Fußballeuropameisterschaft 2012, wo man damals noch darauf hingewiesen hatte, dass die Bevölkerung den Preis bezahlen wird. Dies war ganz offensichtlich eine klare Drohung. Anders formuliert, hat ein westlich geprägter Fußballverband, nämlich die UEFA, massiv zur jetzigen finanziellen Lage beigetragen. Ein geschickter Schachzug, kann doch der Westen nun als Retter und Heilsbringer auftauchen und sich so im Osten weiter einkaufen. Zynisch ist es dann natürlich, dass man, wenn es um politischen Protest beim Sport geht, immer wieder darauf verweist, dass Boykott und ähnliches keine Lösungen seien und auch nicht sein dürfen. Diese Verlautbarungen kommen erstaunlicherweise genau von denen, die auch den Fußball für ihre Zwecke missbrauchen. Solange dies geschieht, ist jede Art des politischen Protestes im Fußball nicht nur legitim, sondern sollte vielmehr auf die Tagesordnung gehören. Wenn sich eben Fußballverbände vor den Karren der Politik spannen lassen, was ganz offensichtlich der Fall ist, muss man ihnen auch in den Stadien von Seiten der Fans her ganz klar die rote Karte zeigen. Dies gilt natürlich nicht nur für die UEFA, sondern ebenfalls für die FIFA, wie die Problem in Brasilien im Rahmen der Weltmeisterschaft in diesem Sommer zeigen und natürlich darf man die Zustände in Qatar auch nicht vergessen. Was die Akteure auf dem Rasen angeht, sollten sie sich genau überlegen, ob sie gerade auch an Turnieren, wie den kommenden in Russland und Qatar, teilnehmen können und sich somit als ein aktives Teil dieses menschenverachtenden Systems outen und sich auch nicht mehr hinter Unwissenheit oder ähnlichem verstecken können oder ob sie ein Zeichen für Demokratie und gegen Massenausbeutung und Menschenrechtsverletzungen im Fußball setzen wollen. Das Versteckspiel ist längst vorbei, bleibt nur die Frage, wie Fans und Spieler nun reagieren und auf welcher Seite sie somit stehen.

Bislang ein Ballkontakt

  1. 21. Mai 2014

    | 08:17

    [...] dass aus so einem kleinen und wunderschönen Land, soviel Kraft für die Kunst und die Veränderung in Europa kommen kann. Deutschland hat Jonathan Meese aber dann wird es, wenn man sich die Größe [...]

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