Der BALLacker

… von Bällen und Äckern

Wie ein Verbrecher zum Glücksbringer wurde

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Wenn beim Topprodukt der Bundesliga ein Verbrecher der Glücksbringer ist und dies genauso wenig für Aufregung sorgt, wie wenn besagter Uli Hoeneß kurz nach der Haftentlassung, auf Bewährung, schon wieder entspannt ins Ausland reisen kann, irritiert einen allgemein kaum noch etwas im deutschen Fußball. Dies gilt dann auch dafür, dass nun ein Politiker von der CDU und Ex-Mitarbeiter des Staatsfernsehens den neuen DFB-Präsidenten gibt. Diese Kombination aus der Vita von Reinhard Grindel lässt natürlich nichts Gutes für den Fußball im Land des Weltmeisters erahnen aber eigentlich kann es auch nicht noch schlimmer kommen. Ein guter Zeitpunkt dafür, dass man sich mit dem 30. Spieltag beschäftigt und dieser begann am Freitagabend mit dem Spiel zwischen Hannover 96 und Borussia Mönchengladbach. Es scheint doch so, als würde der Abstiegskampf vielleicht noch ein wenig spannend werden, zu mindestens taten die 96er schon wieder alles dafür und siegten in der niedersächsischen Landeshauptstadt gegen die Fohlen verdient mit 2:0. Am Samstag sollte es ähnlich lahm, wie bereits in der Vorwoche, losgehen und Tore sollten auch kaum mehr fallen, was kurz vorm Ziel peinlich ist und Aussagekraft hat. Beginnen wir mit den zwei Spielen, welche wichtig für den oberen und gleichermaßen unteren Teil der Tabelle waren. Bayer 04 Leverkusen empfing Eintracht Frankfurt, die um den Klassenerhalt kämpfen und es sollte so anmuten, das B04 nur ein Zwischenhoch hatte und so ging es torlos in die Pause und man hoffte auf die zweite Hälfte. Unter Schiedsrichter Deniz Aytekin war man auch nicht irritiert, dass er wieder für viele Fragezeichen sorgte und es gen Ende noch ein Kartenspiel mit Tendenz zum Kontrollverlust wurde. Der Knoten für die Werkself war da schon längst geplatzt und in den zweiten 45 Minuten ging es so mit einem Traumjokertor los. So konnte man endlich durchatmen, denn man war wieder in der Spur im Rheinland und es sollte das 2:0 und auch noch das 3:0 folgen. Am Ende sah es bitter für die Hessen aus und Leverkusen hatte einen neuen Vereinsrekord. Die andere Partie war 1899 Hoffenheim gegen Hertha BSC Berlin, zu mindestens war es etwas besser, als der Kick, den man am Rhein am Anfang noch geboten bekam aber auch hier gab es nur ein maues Unentschieden zur Pause, allerdings immerhin ein 1:1. Nur am Ende sah es dort mit einem 2:1 ganz anders aus, was den Leverkusenern, wie auch schon das Freitagsspiel, ordentlich in die Karten spielte. Schade nur, dass man auch hier auf den Schiri hinweisen muss, denn Guido Winkmann unterstützte die 1899er schon ordentlich dabei, das Spiel zu drehen.

Duelle von Nord bis Süd
Da war das Nordduell zwischen Werder Bremen und dem VfL Wolfsburg, wo es zur Pause auch 1:1 stand, dies allerdings gewürzt durch einen Elfer, was unter Wolfgang Stark genauso wenig irritierte, wie die sonstigen, gerne auch grundlosen Einflussnahmen dieses Herrn auf dieses Spiel. Die Spielkonstellation hier übrigens ähnlich der Spiele in Leverkusen und Sinsheim. Am Ende siegten tatsächlich die Jungs von der Weser mit 3:2, auch wenn dort, wie schon angedeutet, ebenfalls ein Geschmäckle in Sachen Schiri blieb, der unter anderem übrigens auch Klaus Allofs vom Platz jagte. Die Wölfe tendieren längst immer mehr gen Mittelmaß und dieses Problem könnte ein großes werden, sind sie doch international mittlerweile auch durch und so müssen sie sich für den internationalen Kick in der nächsten Saison über die Liga qualifizieren. Im Süden gab es das Schwabenduell, was diesmal auch ein absolutes Kellerduell war. Der FC Augsburg traf auf den VfB Stuttgart und hier führten die bayerischen Schwaben zur Pause mit 1:0 und so sollte es auch nach 90 Minuten noch stehen, was natürlich auch in Sachen Abstiegskampf seine Auswirkungen hatte und diese waren für die Stuttgarter damit selbstverständlich die schlechteren. Ein weiteres Duell an diesem Samstagnachmittag war dann das Aufsteigerduell zwischen Darmstadt 98 und dem FC Ingolstadt am Böllenfalltor und es war ein absolut lahmer Kick in der ersten Hälfte, immerhin gab es gleich nach der Pause das 1:0 für die Lilien, auch wenn es ein Abseitstreffer unter Michael Weiner war. Es sollte dann aber noch ein regulärer Treffer hinzukommen, womit am Ende ein 2:0-Heimsieg für den SVD stand und dies war tatsächlich erst der zweite. Die Sache mit den Schiris in Bezug auf den FCI, egal in welche Richtung, sollte man einmal über die Saison auswerten, da dürften kaum Spiele bleiben, wo die vermeintlich Unparteiischen keinen maßgeblichen Einfluss hatten. Auch wenn es in diesem Spiel nicht zu dramatisch war, was zum Teil auch auf andere Partien zu übertragen ist, bleibt es doch ein großes Problem in der Bundesliga, welches man dringend angehen sollte, womit sich der Kreis zum neuen DFB-Präsidenten natürlich schließt. Er sollte auch für eine neue Tonart gegenüber den wahren Fans sorgen, denn holt man sie nicht zurück, wird es noch heißer im Fußball und es beginnt gerade in dieser Zeit wieder zur Sache zu gehen, was eine erste Bewährungsprobe für Grindel sein dürfte.

Die Tabellenspitze und die Karnevalsvereine
Am Samstagabend gab es dann, zu mindestens auf dem Papier, ein tatsächliches Topspiel und der FC Bayern München empfing Schalke 04. Man war nicht überrascht, dass auch hier die erste Halbzeit unbrauchbar war, man weiß schon lange, dass die Bayern nicht das bieten, was man ihnen immer wieder andichtet. Dies konnte man auch zuletzt im internationalen Geschäft wieder erleben, wo der FCB selbst gegen den Freilosgegner nicht einmal glänzen konnte. In gut 20 Minuten der zweiten Halbzeit mit 3:0 vor heimischem Publikum gegen S04 zu siegen, sprach dann auch wieder nicht für Glanz im nationalen Geschäft, vor allem nicht, wenn man mit einem Treffer auf die Siegerstraße kommt, der wohl eher ein Abseitstor war. Hinzu kommt, dass den Schalkern gleich zwei Tormöglichkeiten von Schiedsrichter Tobias Welz genommen wurden aber nach so vielen Toren und Punkte in dieser Saison, welche man den Bayern schon geschenkte hatte, kommt es auf dieses Spiel auch nicht mehr an. Interessant ist zum Ende der aktuellen Saison aber das viele Lob durch die etablierten, am Fußball mitverdienenden Medien, welches die Schiedsrichter bekommen, völlig unabhängig davon, wie daneben ihre Entscheidungen auch sein mögen. Gab es da noch einmal ein Briefing? Offizielle außerhalb der Premiummarke dürfen allgemein nichts sagen, da sonst ganz schnell Sanktionen drohen, wie man es schon oft genug erlebt hat. Die Stimmung unter den wahren Fans dieses wundervollen Sports wird so, wie bereits erwähnt, natürlich nicht besser, deshalb später bitte nicht meckern, wenn es wieder einmal ungemütlich wird und man sich fragt, wo nur all dieser Frust her kommt. Am Sonntag stand dann Borussia Dortmund gegen den Hamburger SV an. Der BVB hatte unter der Woche international geglänzt, hatte allerdings keine Freilosmannschaft und da das Leben nicht immer fair ist, verloren sie auch noch. So war es spannend zu sehen, was das internationale Aus der Borussia für die Liga bedeuten sollte. Allgemein war es eine klare Sache und so führten die Borussen zur Halbzeit schon mit 2:0. Allerdings begann auch der Sonntag wieder gleich mit der Schiedsrichterdebatte, denn Marco Fritz schickte kurz nach der Pause René Adler zum Duschen und diese Entscheidung gegen den Hamburger Keeper war doch durchaus umstritten. Am Ende verlor der HSV mit 0:3, was aber wirklich auch keine Überraschung war. Zum Abschluss trafen dann am Europakreisel noch zwei Teams an, welche man gerne mit Karneval in Zusammenhang bringt und man war gespannt, wie lustig es zwischen dem FSV Mainz 05 und dem 1. FC Köln werden sollte. Es war ein Knaller zum Schluss. Die Mainzer gingen kurz nach dem Anpfiff mit 1:0 in Führung, direkt nach der Halbzeit sollte dann das 2:0 folgen. Dann wurde es richtig bunt, denn die Kölner sollten noch drei Tore schießen und das Spiel so drehen.

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